Hallo,
so, im kurzen Abstand gibt es den nächsten Eintrag von mir. Ich will Euch von dem vergangenen Wochenende berichten. Wie ich schon in meinem Blogeintrag von Sonntag bzw. wie ich gestern bereits erzählt habe, hatten wir drei Freunde aus Kampala zu Besuch. Sie kamen am Donnerstagvormittag mit dem Bus an und sollten eigentlich so gegen neun Uhr am städtischen Bus- und Taxibahnhof einfahren (den kann man übrigens auf Bildern erkennen, die in dem Neuesten Fotoalbum sind). Wegen einer längeren Wartezeit an der Grenze verspätete sich allerdings die Ankunft um zwei Stunden, so dass ich doch nicht mit einem Fahrer ins Tal fahren konnte, um den Dreien wenigstens ihr Gepäck für die anstehende Stadtbesichtigung abzunehmen. Schließlich ereichten sie dann gegen Mittag die Jumelage (französiches Wort für "Partnerschaft") und da meine Mitfreiwillige auf einem Projektbesuch war, begrüßte ich die Drei alleine und zeigte Ihnen ihr Zimmer. Da die Drei großen Hunger hatten entschlossen wir ein Restaurant aufzusuchen, wo man sich ein leckeres und billiges Essen vom Buffet aussuchen kann.
Nach meiner Mittagspause machten sich meine Kollegin und ich uns auf zu einer Verantstaltung des lokalen Paraolympischen Komitees (NPC). Uns begleiteten die zwei Freundinnen aus Kampala. Johannes, der Junge unter den Dreien, wollte sich erstmal ausruhen. Die Veranstaltung war ein rein sportlicher Wettkampf und es wurden Fussball, Basketball und Tischtennis gespielt. Erstaunlich, aber auch verständlich war die Tatsache, dass sich kleine Sitzgruppen, nach den jeweiligen Behinderungen formierten und sich unterhielten. Die Taub-Stummen saßen beisammen, wie auch die Amputierten. Wieder eine Sache dir mir erst auffiel, als ich dort war und es erlebt habe. Klar ist dass logisch, aber wenn man es nicht sieht oder erzählt bekommt, macht man sich auch keine Gedanken darüber.
Nach der Rückkehr zur Jumelage kochten wir für unsere Gäste und es gab ein deutsches Abendessen. Am Abend zuvor hatten wir selbstgemachte Spätzle vorbereitet, die wir am betreffenden Abend zu Käsespätzlen weiterverarbeiteten. Dazu gab es Blattsalat mit Tomaten und Gurken und zum Nachtisch Obstsalat. Der Freitag versprach eher ruhig zu werden. Meine Mitfreiwillige und ich mussten arbeiten. Der Freitag ist ein kurzer Arbeitstag und wir wollten uns wegen dem Besuch nicht extra freinehmen. Die Drei schliefen lang und machten sich gegen Vormittag auf den Weg in die Stadt. Gegen Mittag besuchte ich dann mit meinen beiden Kolleginnen und anderen Mitarbeitern aus dem Büro, ein Fussballspiel einer Mädchen-Mannschaft, die von einem Rheinland-Pfälzer, der letzte Woche in Ruanda anwesend war, unterstützt wird. Das Spiel ging leider gegen die Frauenmannschaft verloren, die von der Deutschen Botschaft gefördert wird. Allerdings handelt es sich auch um eine Mannschaft aus Kigali, die auch Meister in der Frauenklasse sind und vom Alter her erheblich älter, kräftiger und größer waren, als "unsere" Mannschaft vom Land, die wie meine Kollegin so schön sagte, "nur Kartoffeln und kein Fleisch zu essen bekommen":-). Aber die Mädchen schlugen sich tapfer.
Im Anschluss besuchten wir eine weitere Veranstaltung, allerdings zum Thema AIDS, angesichts des Weltaidstages, der vergangene Woche große Beachtung in Ruanda fand. Allerdings handelte es sich um keine Aktion für die breite Öffentlichkeit, sondern um eine "Aufklärungsmaßnahme" für die deutschen Hilfsorganisationen in Ruanda, weil es wohl ein Fakt ist, dass in den Organisationen, die ja eigentliche mit dem Thema vertraut sein müssten, ein höhere Infizierungsrate herrscht, als der Weltdurchschnitt ausgibt. Und das ist schon beachtlich. Aus diesem Grund fand also eigens eine Verantstaltung für die Deutschen und die Ortskräfte statt und man konnte sich an verschiedenen Ständen informieren. Ich empfand die Situation ein wenig seltsam, weil mal wieder nur überwiegend Weiße da waren. Naja war dann irgendwie ok, aber die Band und die Häppchen hätte man sich auch sparen können und davon die Gehälter von ruandischen Mitarbeitern aufstocken können, die mit dem extremen Preisantieg zu kämpfen haben. Aber gut, dass ist meine eigene Meinung!!!!
Auch hier stießen die zwei Freundinnen wieder hinzu, aber wir hielten uns nicht lange auf, sondern ging heim und relaxten ins Wochenende hinein. Abends gab es dann wieder leckeres Essen, diesmal ruandische Küche. Wir haben Pommes (in Ruanda gibt es diese oft als Beilage, aber nicht dünne Stifte sondern als "geachtelte" Kartoffelstücke) auf unserem Feuerofen fritiert (ein Foto vom Ofen, den wir uns angeschafft haben kommt bald!), sowie Kochbananen. Desweiteren gab es den festen Brei aus Maniokmehl, Tomaten-Erdnuss-Sauce, Fleischbrocken (eine Art Gulasch) und leckere rote Bohnen. Aller waren begeistert und wir zwei "ruandischen Köche" konnten uns echt auf die Schultern klopfen. Nach dem Essen machten starteten wir zu einer Einladung von einem Freund von uns, der leider am Samstag das Land verlassen hat. Wir haben ihn auf dem Hinflug kennengelernt und waren sozusagen Leidensgenossen beim langen Aufenthalt in Äthiopien. Er war vier Monate hier - arbeitete in einem Krankenhaus - und wir jetzt in Deutschland sein Medizinstudium weiterführen. Nach der Verabschiedung wechselten wir den Ort und zeigten unseren Freunden das ruandische Nachtleben. Morgens um vier war dann aber genug und wir fuhren heim auf unseren Hügel. Der Samstag verlief unspektakulär wir schliefen alle bis ein Uhr und dadurch dass es den Nachmittag regnete, saßen wir daheim und redeten. Erst gegen Abend teilten wir uns auf und während Johannes und ich auf den Markt gingen, maschierten die Mädels Richtung Innenstadt. An dem Abend sollte es nämlich Pizza geben und es fehlte noch Belag in Form von Gemüse und Mehl für den Hefeteig (übrigens mit Trockenhefe, die gibts im deutschen Markt von RUF). Das Zubereiten der Pizza machte richtig Spass und wir hatten auch noch drei weitere Freunde zum Essen eingeladen.Es war wirklich ein toller Abend mit der besten Pizza, die ich je in Ruanda gegessen habe! Danach wechelten wir alle zusammen in eine Bar und tranken noch gemeinsam etwas. Am nächsten Morgen, also Sonntag, machten sich unsere drei Besucher schon um acht Uhr morgens auf den Weg Richtung Kampala und meine Mitfreiwillige und ich waren um zehn Uhr zum Nikolausbrunch eingeladen. Abends hatten wir uns wieder drei Freunde, diesmal Ruandische eingeladen, die diese Woche Deutschland besuchen werden. Es gab typisch deutsche Reibekuchen!
Fertig!! Wieder so ein langer Eintrag, hoffe Ihr werdet nicht müde beim Lesen.
Bis dann. Schöne Grüße aus Ruanda.
Dienstag, 8. Dezember 2009
Sonntag, 6. Dezember 2009
Woche vom 1. Adventssonntag bis zu Nikloaus
Hi, (Sonntag geschrieben --> Montag online gestellt!)
der Nikolaus ist endlich da:-)!!! Leider wurden meine Schuhe vor meiner Zimmertür nicht aufgefüllt, aber ich glaube fest, es lag nur daran, dass sie einfach zu groß sind, als dass der Weihnachtsmann diese voll bekommen hätte. Und so zog er wohl an meiner Tür weiter.
Aber trotzdem entdeckte ich eine tolle Überraschung, als ich heute morgen meine Zimmertür öffnete. Wir hatten seit Donnerstag drei Freunde aus Kampala zu Besuch, die mit uns auf dem Vorbereitungsseminar in Duisburg waren (ingesamt waren wir 25 und etwa 18 der Freiwilligen sind in Uganda, also war es eher eine kleine Abordnung!). Und mit einem riesigen Pfefferkuchenmann haben sie sich bei uns für die Herberge und die schönen Tage bedankt. Diese Tage waren wirklich sehr schön. Wir waren eine tolle Gruppe beim Vorbereitungsseminar und diese Tatsache zeigte sich auch wieder während des Besuches. Die Drei sind super lieb und sehr humorvoll. Hat echt Spass gemacht!! Danke Ihr Drei!!!
Der letzte Adventssonntag war auch ein sehr schöner Tag. Das Wetter war angenehm warm und nach dem Einkauf auf dem Markt gaben sich Franzi, meine Mitfreiwillige und ich uns an die Arbeit, die ersten Plätzchen unseres Lebens - in Afrika zu backen. Schon während der vergangenen Woche besorgten wir die Zutaten und versuchten uns in drei verschiedenen Rezepten. Zum Einen bucken wir Kokosmakronen, die uns sehr gut gelangen und die durch eine leichte Bräune sehr ansehnlich aussahen, ohne den typischen "Kokosanblick" zu verlieren. Zum Anderen benutzten wir ein Rezept in dem feine gemahlene Erdnüsse (leider die einzige "Nusssorte" die es hier in Ruanda zu kaufen gibt!) gebraucht wurden. Diese Sorte wurde ebenfalss sehr lecker, wenn auch ein bisschen knackig, aber irgendwie müsssen wir ja auch unsere Zähne scharf halten, da harte Krusten bei dem (leider) überwiegend hellen Brot nicht genug schärfen :-). Die dritte Sorte war im eigentlichen Sinne kein Plätzchenrezept. Franzi hatte die Idee Erdnüsse von den kleinen roten Häutchen zu befreien, die sich beim Rösten (zur Ergänzung: Man kauft die Erdnüsse mit dem roten Häutchen, wir rösten die nicht selbst) unweigerlich entwickeln und die durch erneutes leichtes erhitzen in der Pfanne aufplatzen und durch reiben zwischen den Händen leicht abgehen. Die "nackten" Erdnüsse haben wir dann wie bei der Zubereitung von gebrannten Mandeln mit Zucker gebrannt. Das Ergebnis war wirklich unglaublich und die Menge reichte nur bis gestern, weil man nicht aufhören kann sie in den Mund zu schieben.
Ansonsten war meine vergangene Woche durch die Arbeit im Büro, einen Projektbesuch und den Besuch zweier Verantstaltungen in Kigali geprägt.
Am Mittwoch war ich im Norden des Landes, um ein Zentrum für behinderte Kinder zu besuchen, dass an eine Gesundheitsstation angeschlossen ist. Da in Ruanda im Moment Ferien sind, waren kaum Kinder anwesend, sondern bei ihren jeweiligen Eltern und nur zur Schulzeit wohnen sie im Zentrum. Uns ging es darum die große Menge an angeschafften Materialien zu kontrollieren, die durch eine Spende aus Rheinland-Pfalz möglich war. Es wurden Matratzen mit speziellen abwaschbaren Bettbezügen, Plastikgeschirr und viele weitere Gebrauchsutensilien gekauft. Die Betten der Kinder waren leer, denn so wie ich lernte, nehmen die Kinder ihre Matratzen während der Ferien mit nach Hause, um daheim eine Schlafmöglichkeit zu haben. Doch diesmal müssen sie diese nicht wieder mit ins Zentrum bringen, da die neuen Matratzen bereits vor Ort gelagert werden. Desweiteren besichtigten wir die anderen Räume des Zentrums. Unter anderem einen Unterrichtsraum, den Essraum und die Küche, die alle ebenfalls mit Materialien neu bestückt wurden.
Alles war in Ordnung und wir machten uns auf den Weg die Pfarrei zu besuchen, die direkt an die Gebäudekomplexe des Zentrums und der Gesundheitsstation angrenzte. Zwischenzeitlich gesellte sich der Pastor zu uns und begleitete meine Kollegin, eine Ordensschwester und mich zu der Kirche und führte uns zudem über das gesamte Areal. Unter anderem auch an einem riesigen Baum vorbei, der normalerweise typisch für eine Savannenlandschaft wäre. Sein Blattwerk breitet sich wie ein riesiger Schrim über mindestens 30 qm² aus und ist übersäht mit Fanen, die in Symbiose mit den schweren Ästen des Baumes wachsen.. Eine Grundschule ist ebenfalls in direkter Nachbarschaft zu der Pfarrei und wird von dieser mitbetreut. Im Moment wird ein neues Gebäudeschiff mit etwa 5 Klassen errichtet, die für die neue Grundschule, quasi eine "Grundschule plus" :-) sind, um einigermaßen im rheinland-pfälzischen Sprachgebrauch zu bleiben ( in Rheinland-Pfalz wird im Moment die neue "Realschule plus" eingeführt ;-) ). Bei dieser neuen Art der ruandischen Grundbildung in der Grundschule werden die Kinder 9 Jahre unterrichtet und haben damit einen Grundsstock an Wissen mit dem sie sich auch nach der Grundschule, wenn sie nicht eine weiterführende Schule besuchen können, im Leben zurecht finden.
Dieser Schulbau wird vom Bildungsministerium finanziert und durch lokale Anwohner gegen Bezahlung errichtet. Leider liegt die Pfarrei und die Schule sehr abseits von der Teerstraße und die Ziegelanlieferung per LKW wäre zu aufwendig und teilweise unmöglich. Deswegen werden die Ziegel direkt neben der Schule gebrannt und man spart sich viele Mühen (siehe Bilder).
Nach dem Rundgang wurden wir vom Pastor zum Essen eingeladen, was mir sehr entgegenkam, denn in Pfarreiren gibt es immer gutes Essen und ich hatte großen Appetit. Nach dem leckeren Mahl besuchten wir kurz das Wohnhaus der Schwestern-Kongegration, die das Zentrum und die Gesundheitsstation betreiben. Und wer es glaubt oder nicht bzw. ich war baff, haben wir dort nochmal warmes Mittagessen bekommen. Ein Traum:-)!!!! Und vor allem richtig leckere Pommes. Und wie immer gab es eine Auswahl an Fanta, Sprite und Cola und um nicht unhöflich zu sein, habe ich auch hier wieder eine Flasche getrunken und stand beinahe vor einem Zuckerschock, durch an die vier Limogetränke, die ich bereits zu mir nehmen musste. Der Tag ging dann mit der Rückfahrt schnell zu Ende, jedoch mit vielen schönen Landschaftseindrücken. Atemberaubend!! Schaut es Euch an. Hoffe die Bilder transportieren es!
Am Donnerstag dann erhielten wir, wie schon erwähnt, Besuch von drei Freunden aus Kampala/Uganda, die bis heute blieben. Genaueres vom Wochenden werde ich im Laufe der Woche erzählen, da sonst dieser Eintrag wieder sehr lang werden würde.
Bis dann. Machts gut.
Michael
der Nikolaus ist endlich da:-)!!! Leider wurden meine Schuhe vor meiner Zimmertür nicht aufgefüllt, aber ich glaube fest, es lag nur daran, dass sie einfach zu groß sind, als dass der Weihnachtsmann diese voll bekommen hätte. Und so zog er wohl an meiner Tür weiter.
Aber trotzdem entdeckte ich eine tolle Überraschung, als ich heute morgen meine Zimmertür öffnete. Wir hatten seit Donnerstag drei Freunde aus Kampala zu Besuch, die mit uns auf dem Vorbereitungsseminar in Duisburg waren (ingesamt waren wir 25 und etwa 18 der Freiwilligen sind in Uganda, also war es eher eine kleine Abordnung!). Und mit einem riesigen Pfefferkuchenmann haben sie sich bei uns für die Herberge und die schönen Tage bedankt. Diese Tage waren wirklich sehr schön. Wir waren eine tolle Gruppe beim Vorbereitungsseminar und diese Tatsache zeigte sich auch wieder während des Besuches. Die Drei sind super lieb und sehr humorvoll. Hat echt Spass gemacht!! Danke Ihr Drei!!!
Der letzte Adventssonntag war auch ein sehr schöner Tag. Das Wetter war angenehm warm und nach dem Einkauf auf dem Markt gaben sich Franzi, meine Mitfreiwillige und ich uns an die Arbeit, die ersten Plätzchen unseres Lebens - in Afrika zu backen. Schon während der vergangenen Woche besorgten wir die Zutaten und versuchten uns in drei verschiedenen Rezepten. Zum Einen bucken wir Kokosmakronen, die uns sehr gut gelangen und die durch eine leichte Bräune sehr ansehnlich aussahen, ohne den typischen "Kokosanblick" zu verlieren. Zum Anderen benutzten wir ein Rezept in dem feine gemahlene Erdnüsse (leider die einzige "Nusssorte" die es hier in Ruanda zu kaufen gibt!) gebraucht wurden. Diese Sorte wurde ebenfalss sehr lecker, wenn auch ein bisschen knackig, aber irgendwie müsssen wir ja auch unsere Zähne scharf halten, da harte Krusten bei dem (leider) überwiegend hellen Brot nicht genug schärfen :-). Die dritte Sorte war im eigentlichen Sinne kein Plätzchenrezept. Franzi hatte die Idee Erdnüsse von den kleinen roten Häutchen zu befreien, die sich beim Rösten (zur Ergänzung: Man kauft die Erdnüsse mit dem roten Häutchen, wir rösten die nicht selbst) unweigerlich entwickeln und die durch erneutes leichtes erhitzen in der Pfanne aufplatzen und durch reiben zwischen den Händen leicht abgehen. Die "nackten" Erdnüsse haben wir dann wie bei der Zubereitung von gebrannten Mandeln mit Zucker gebrannt. Das Ergebnis war wirklich unglaublich und die Menge reichte nur bis gestern, weil man nicht aufhören kann sie in den Mund zu schieben.
Ansonsten war meine vergangene Woche durch die Arbeit im Büro, einen Projektbesuch und den Besuch zweier Verantstaltungen in Kigali geprägt.
Am Mittwoch war ich im Norden des Landes, um ein Zentrum für behinderte Kinder zu besuchen, dass an eine Gesundheitsstation angeschlossen ist. Da in Ruanda im Moment Ferien sind, waren kaum Kinder anwesend, sondern bei ihren jeweiligen Eltern und nur zur Schulzeit wohnen sie im Zentrum. Uns ging es darum die große Menge an angeschafften Materialien zu kontrollieren, die durch eine Spende aus Rheinland-Pfalz möglich war. Es wurden Matratzen mit speziellen abwaschbaren Bettbezügen, Plastikgeschirr und viele weitere Gebrauchsutensilien gekauft. Die Betten der Kinder waren leer, denn so wie ich lernte, nehmen die Kinder ihre Matratzen während der Ferien mit nach Hause, um daheim eine Schlafmöglichkeit zu haben. Doch diesmal müssen sie diese nicht wieder mit ins Zentrum bringen, da die neuen Matratzen bereits vor Ort gelagert werden. Desweiteren besichtigten wir die anderen Räume des Zentrums. Unter anderem einen Unterrichtsraum, den Essraum und die Küche, die alle ebenfalls mit Materialien neu bestückt wurden.
Alles war in Ordnung und wir machten uns auf den Weg die Pfarrei zu besuchen, die direkt an die Gebäudekomplexe des Zentrums und der Gesundheitsstation angrenzte. Zwischenzeitlich gesellte sich der Pastor zu uns und begleitete meine Kollegin, eine Ordensschwester und mich zu der Kirche und führte uns zudem über das gesamte Areal. Unter anderem auch an einem riesigen Baum vorbei, der normalerweise typisch für eine Savannenlandschaft wäre. Sein Blattwerk breitet sich wie ein riesiger Schrim über mindestens 30 qm² aus und ist übersäht mit Fanen, die in Symbiose mit den schweren Ästen des Baumes wachsen.. Eine Grundschule ist ebenfalls in direkter Nachbarschaft zu der Pfarrei und wird von dieser mitbetreut. Im Moment wird ein neues Gebäudeschiff mit etwa 5 Klassen errichtet, die für die neue Grundschule, quasi eine "Grundschule plus" :-) sind, um einigermaßen im rheinland-pfälzischen Sprachgebrauch zu bleiben ( in Rheinland-Pfalz wird im Moment die neue "Realschule plus" eingeführt ;-) ). Bei dieser neuen Art der ruandischen Grundbildung in der Grundschule werden die Kinder 9 Jahre unterrichtet und haben damit einen Grundsstock an Wissen mit dem sie sich auch nach der Grundschule, wenn sie nicht eine weiterführende Schule besuchen können, im Leben zurecht finden.
Dieser Schulbau wird vom Bildungsministerium finanziert und durch lokale Anwohner gegen Bezahlung errichtet. Leider liegt die Pfarrei und die Schule sehr abseits von der Teerstraße und die Ziegelanlieferung per LKW wäre zu aufwendig und teilweise unmöglich. Deswegen werden die Ziegel direkt neben der Schule gebrannt und man spart sich viele Mühen (siehe Bilder).
Nach dem Rundgang wurden wir vom Pastor zum Essen eingeladen, was mir sehr entgegenkam, denn in Pfarreiren gibt es immer gutes Essen und ich hatte großen Appetit. Nach dem leckeren Mahl besuchten wir kurz das Wohnhaus der Schwestern-Kongegration, die das Zentrum und die Gesundheitsstation betreiben. Und wer es glaubt oder nicht bzw. ich war baff, haben wir dort nochmal warmes Mittagessen bekommen. Ein Traum:-)!!!! Und vor allem richtig leckere Pommes. Und wie immer gab es eine Auswahl an Fanta, Sprite und Cola und um nicht unhöflich zu sein, habe ich auch hier wieder eine Flasche getrunken und stand beinahe vor einem Zuckerschock, durch an die vier Limogetränke, die ich bereits zu mir nehmen musste. Der Tag ging dann mit der Rückfahrt schnell zu Ende, jedoch mit vielen schönen Landschaftseindrücken. Atemberaubend!! Schaut es Euch an. Hoffe die Bilder transportieren es!
Am Donnerstag dann erhielten wir, wie schon erwähnt, Besuch von drei Freunden aus Kampala/Uganda, die bis heute blieben. Genaueres vom Wochenden werde ich im Laufe der Woche erzählen, da sonst dieser Eintrag wieder sehr lang werden würde.
Bis dann. Machts gut.
Michael
PS: Schöne Grüße an meinen gesamten Tennisverein, der heute seine Weihnachtsfeier in Form eines Nikolausbrunches abhält. Denk an Euch und guten Appetit.
Freitag, 27. November 2009
Die Woche vor dem ersten "afrikanischen" Advent
Hallo,
die Adventszeit steht vor der Tür und am Sonntag ist der 1. Advent. In Ruanda bezeichnet man ebenfalls die 4 letzten Sonntag vor Weihnachten, als Adventssonntage, aber die ganze Adventszeit hat nicht diesen vorweihnachtlichen Charakter wie in Deutschland.
Wir werden uns heute einen kleinen Adventskranz basteln, um wenigstens ein wenig die Atmosphäre wie in Deutschland nachzustellen und backen Plätzchen. Allerdings stimmt uns hier nichts Richtiges auf Weihnachten ein, denn zum Beispiel gibt es hier selbstverständlich keine Weihnachtsmärkte.
Dieser Woche verlief ziemlich normal. Ich habe drei Projekte besucht von denen ich zwei bereits kenne. Gestern waren wir in dem dritten Projekt, dass mir unbekannt war. Es geht um eine Milchkuh für ein Gesundheitszentrum, dem eine Einrichtung für "Mutter-Kind" Fürsorge angeschlossen ist. In der Region gibt es viele Kinder mit den Erscheinungen von Mangelernährung und dem dadurch verursachten langsamen Wachstum bzw. geistiger Entwicklung. Zu diesem Zweck gibt es dieses kleine Zentrum, um den Müttern zum Einen über dieses Problem aufzuklären und ernährungswissenschaftliche Grundkenntnisse zu vermitteln und Anleitung zu geben, wie man richtig für die Kinder kocht. Zusätzlich werden die Kinder mit Nahrung versorgt in Form von besonderst nahrhaften Gerichten und durch Milch. Für diesen Zweck wurde durch Spendengelder eine Kuh angeschafft, die die Milchknappheit des Centers verringert.
Als wir ankamen waren circa. 20 Mütter mit ihren Kindern anwesend. Es waren wirklich sehr süße Kinder, die teilweise rumliefen oder sich aus Angst vor mir lieber an den Körper der Mütter zwengten. Leider wurde auch wegen mir die ein oder andere Träne vergoßen. Aber ich nahm es mit Humor, obwohl manche Kinder denken "Weiße" würden kleine schwarze Kinder verspeisen. Aber einige Kinder klammerten sich direkt an meine Beine und es hat wirklich sehr viel Spass gemacht mit ihnen zu spielen oder ihnen die Tasse beim Milch trinken zu halten und zu helfen.
Das Projekt liegt nicht weit von Kigali entfernt und so mussten wir für den Besuch auch keinen ganzen Tag veranschlagen.
Am Montag erreichte Ruanda dann ein weiteres "Großereignis" die Hip-Hop Gruppe "Massive Töne" aus Deutschland weilte in Kigali und gab im Goethe-Institut ein Konzert. Die Gruppe ist seit längerem in Deutschland nicht mehr aktuell und dass kann ich auch verstehen, weil ich den Stil der Musik nicht mag, jedoch haben wir die Veranstaltung besucht und es war einige deutsche "Mitbürger" anwesend. Jedoch blieben wir nicht allzu lang, da auch die Band nur eine Stunde spielte (sogar als "out" bekommt man wohl noch genug Gage um nur eine Stunde zu spielen, naja !).
So das war es schon für dieses Mal. Aber ich denke nächste Woche wird es wieder ein bisschen mehr.
Wünsche euch allen einen schönen ersten Advent!
Bis dann
die Adventszeit steht vor der Tür und am Sonntag ist der 1. Advent. In Ruanda bezeichnet man ebenfalls die 4 letzten Sonntag vor Weihnachten, als Adventssonntage, aber die ganze Adventszeit hat nicht diesen vorweihnachtlichen Charakter wie in Deutschland.
Wir werden uns heute einen kleinen Adventskranz basteln, um wenigstens ein wenig die Atmosphäre wie in Deutschland nachzustellen und backen Plätzchen. Allerdings stimmt uns hier nichts Richtiges auf Weihnachten ein, denn zum Beispiel gibt es hier selbstverständlich keine Weihnachtsmärkte.
Dieser Woche verlief ziemlich normal. Ich habe drei Projekte besucht von denen ich zwei bereits kenne. Gestern waren wir in dem dritten Projekt, dass mir unbekannt war. Es geht um eine Milchkuh für ein Gesundheitszentrum, dem eine Einrichtung für "Mutter-Kind" Fürsorge angeschlossen ist. In der Region gibt es viele Kinder mit den Erscheinungen von Mangelernährung und dem dadurch verursachten langsamen Wachstum bzw. geistiger Entwicklung. Zu diesem Zweck gibt es dieses kleine Zentrum, um den Müttern zum Einen über dieses Problem aufzuklären und ernährungswissenschaftliche Grundkenntnisse zu vermitteln und Anleitung zu geben, wie man richtig für die Kinder kocht. Zusätzlich werden die Kinder mit Nahrung versorgt in Form von besonderst nahrhaften Gerichten und durch Milch. Für diesen Zweck wurde durch Spendengelder eine Kuh angeschafft, die die Milchknappheit des Centers verringert.
Als wir ankamen waren circa. 20 Mütter mit ihren Kindern anwesend. Es waren wirklich sehr süße Kinder, die teilweise rumliefen oder sich aus Angst vor mir lieber an den Körper der Mütter zwengten. Leider wurde auch wegen mir die ein oder andere Träne vergoßen. Aber ich nahm es mit Humor, obwohl manche Kinder denken "Weiße" würden kleine schwarze Kinder verspeisen. Aber einige Kinder klammerten sich direkt an meine Beine und es hat wirklich sehr viel Spass gemacht mit ihnen zu spielen oder ihnen die Tasse beim Milch trinken zu halten und zu helfen.
Das Projekt liegt nicht weit von Kigali entfernt und so mussten wir für den Besuch auch keinen ganzen Tag veranschlagen.
Am Montag erreichte Ruanda dann ein weiteres "Großereignis" die Hip-Hop Gruppe "Massive Töne" aus Deutschland weilte in Kigali und gab im Goethe-Institut ein Konzert. Die Gruppe ist seit längerem in Deutschland nicht mehr aktuell und dass kann ich auch verstehen, weil ich den Stil der Musik nicht mag, jedoch haben wir die Veranstaltung besucht und es war einige deutsche "Mitbürger" anwesend. Jedoch blieben wir nicht allzu lang, da auch die Band nur eine Stunde spielte (sogar als "out" bekommt man wohl noch genug Gage um nur eine Stunde zu spielen, naja !).
So das war es schon für dieses Mal. Aber ich denke nächste Woche wird es wieder ein bisschen mehr.
Wünsche euch allen einen schönen ersten Advent!
Bis dann
Donnerstag, 19. November 2009
Die neue Woche mit 3 Projektbesuchen!
Guten Abend,
die neue Woche ist endlich da und schon fast wieder vorbei. Diese Woche standen bei mir 3 Projektbesuche an. Einer im Bereich der Mikroprojekte und zwei im Bereich der Sozialprojekte.
Der Montag gestaltete sich wie immer durch unsere Mitarbeiterbesprechung und folgenden Bürokram. Dienstagsmorgens wird immer die Botschaftsport versandt, so dass montags alle Briefe und Dokumente für nach Mainz, fertig gemacht werden müssen.
Der erste Projektbesuch führte meine Kollegin und mich in den Norden des Landes. Wir haben insgesamt drei Projekte aus dem Bereich der Mikroprojekte, sprich einkommensschaffende Maßnahmen besucht. Zweimal haben wir dazu verschiedene Pfarreiren aufgesucht, da wir einige Projekte haben, die unter der Obhut von Pastoren stehen. Zum Einen besteht der Vorteil darin, dass ein Pastor immer per Handy zu erreichen ist und zweitens haben sie in ihren jeweiligen Pfarreien viel Einfluss und Respekt und haben eine gewisse Infarstruktur, wie Computer und ein Auto. Bei dem einen Projekt ging es um eine Schneiderwerkstatt, die in einem Haus am Rande einer kleinen Einkaufszeile angesiedelt ist. Zuerst suchten wir den Pastor auf, damit er uns den Weg erklärt und uns eine kurze persönliche Einschätzung über den Verlauf der Maßnahme abgibt. Nach dem wir die Werstatt erreicht hatten, überprüften wir die Vollständigkeit der Maschinen und ob auch dort wirklich Jugendliche ausgebildet werden. Ich habe ein paar Fotos von dieser kleinen Stadt mit der kleinen Einkauszeile gemacht, ansonsten gibt es zu diesem Projekt nicht viel zu erzählen, da es sich gerade im Aufbau befindet.
Auf dem Weg zu der zweiten Pfarrei kam uns dann eine Polizeieskorte entgegen, die die Straße für etwas wichtiges freiräumen sollte. Es dauerte dann einige Sekunden bis das Ereigniss um die Kurve bog. Zu meinem großen Erstaunen handelte es sich um ein Feld von Radrennfahrern, die von vielen Begleitfahrzeugen eskortiert wurden. Ich war wie perplex und schaffte es gerade noch meine Kamera einzuschalten. Fühlte mich wie bei der "Tour de France" bzw. "Tour de Ruanda". Ich hätte nie gedacht, dass es hier so etwas gibt, aber in dem Feld waren unter einigen Weißen Sportlern, überwiegend schwarze Fahrer. Aber wie mir meine Kollegen erzählten, gibt es dass wohl öfters in Ruanda. Sehr witzig, aber warum nicht:-). Bilder kommen!.
Nach Ankunft in der Pfarrei, wo es nicht direkt um einen lokalen Projektbesuch ging, sondern um die Besprechung eines Antrages, der an unser Büro bzw. die Partnerschaft, seitens dieser Pfarrei herangetragen wurde. Dort wohnt und arbeitet ein Priester, der in dieser Pfarrei ganz neu ist und deswegen kannte ihn meine streng gläubige, katholische Kollegin nicht. Und sie kennt sie eigentlich alle:-). Auf jedenfall wurden wir sehr freundlich begrüßt. Und diese Pfarreien sind quasi moderne Inseln in einem Meer von größter Einfachheit. Sie haben alle Strom und Wasseranschluss und es handelt sich immer um schöne Backsteingebäude mit sehr gepflegten Innenhöfen neben einer großen Kirche. Wir wurden ins Wohnzimmer gebeten, dass mit Fernseher und DVD-Player und SAT-Receiver ausgestattet war. Nach einem längeren Gespräch ging es dann zum gemütlichen Teil über und der Pastor öffnete eine Flasche Ananasschnaps und füllte großzügig die Gläser meiner Kollegin und meiner Person. Kaum hatte ich ausgetrunken füllte er auch schon wieder nach. Jaja, die Pastoren hier wissen wie man Alkohol trinkt und ich meine nicht nur den Messwein;-).
Nach dem Abschied und der Abfahrt steuerten wir unser drittes und letztes Projekt an, um eine weitere Schneiderwerkstatt zu besuchen und eine neue Maschine zu übergeben mit der man Pullis mechanisch stricken kann. Ich kannte bereits dieses Projekt und wurde mit strahlenden Augen empfangen und man freute sich, dass auch ich wieder dabei bin.
Nach einem langen Tag und vielen Kilometern trafen wir gegen 5 Uhr wieder in Kigali ein.
Am Mittwoch ging es dann mit meiner Kollegin aus dem Sozialbereich, mit der ich mir auch das Büro teile, wieder in Richtung Norden, nur diesmal ein Stück weiter als am Dienstag.
Als Erstes besuchten wir die Caritaszentrale der dortigen Diozöse, um mit dem Verantwortlichen des Büros für soziale Fürsorge eine Werkstatt zur Herstellung von orthopädischen Hilfsmitteln, wie Krücken, Prothesen und Gehstöcken zu besuchen. Leider ist er der Einzige der im Moment diese Werkstatt betreibt, obwohl sehr großer Bedarf für jene Hilfsmittel besteht. Wir haben für dieses Projekt eine weitere finanzielle Unterstützung aus Rheinland-Pfalz bekommen, die eingesetzt wird um Werkzeuge zu kaufen und eventuell einige Jugendliche in diesem Bereich anzulernen. Danach besuchten wir kurz ein Haus der Caritas für AIDS-Erkrankte, die keine Familien mehr haben und ansonsten alleine leben müssten. Wir musterten das Haus und es machte einen sehr sauberen und guten Eindruck. Allerdings fehlen Nahrungsmittel und Materialien für den Zeitvertreib, weil im Moment liegen die Patienten nur auf Matten im Garten und warten, dass der Tag zu Ende geht. Es ist sehr schade, denn alle sind geistig auf der Höhe und könnten lesen oder sich bilden. Wir werden versuchen einige finanzielle Mittel zu ergattern und vielleicht diese Einrichtung z unterstützen. Es war für mich das erste Mal, dass ich bewusst auf AIDS-Infizierte treffen sollte. Aber als ich aus dem Auto ausstieg verflogen die nachvollziehbaren Bedenken und ich ging wie selbstverständlich auf die Menschen zu und begrüßte sie. Und wie ich es mir im Vorfeld dachte und es sich auch bestätigt, sind es sehr nett und völlig normale Menschen, die ein schweres Schicksal tragen. Aber trotz ihrer Krankheit nicht abstoßend oder desgleichen sind und ich bin sehr froh diese Erfahrung gemacht zu haben und sie gleichzeitig so gut gemeistert zu haben. Habe einfach meine Kinayrwanda Kenntnisse augepackt und schon finden sie einen sympathisch und lachen und sind fröhlich, dass jemand kommt und ohne Distanz zu ihnen redet.
Nach etwa einer guten dreiviertel Stunde machten wir uns dann auf, zu unserem letzten Besuch für diesen Tag. Es ging zu einem bereits bestehenden Projekt, dass von einem Orden von Schwestern geführt wird. Es handelt sich um ein Zentrum für Patienten, die an Elefanthiasis leiden. Eine Krankheit die durch Malaria hervorgerufen wird und stark verdickte Körperteile nach sich zieht. Vor allem Obeschenkel und Füße sind betroffen und machen den Alltag sehr schwer. Die Patienten werden dort zweimal die Woche medizinisch versorgt und medikamentös eingestellt. Desweiteren gibt es auch eine Abteilung für psychisch behinderte Kinder, die mit Musik und Klängen bestimmte Gehirnregionen stimuliert bekommen sollen. Die Partnerschaft hat für dieses Zentrum bereits ein Küchenhaus errichtet, wofür auch noch Einrichtungsmaterialien angeschafft werden müssen.
Auf dem selben Gelände trafen wir zufälligerweise auch den Pastor an, der zuständig für die gesamte Jugendarbeit in der Diozöse ist. Meine Kollegin kennt ihn sehr gut und er war anwesend, um an einer Informationsveranstaltung für jungen Menschen teilzunehmen, die die Themen AIDS und Umweltschutz behandelte. Kurzfristig hat er mich gebten ein paar Worte vor der großen Gruppe zu sprechen. Aber ich glaube, dass habe ich ganz sehr gut gemeistert, aufjedenfall war er sehr froh was ich kurz vortrug. Dannach hat er uns dann noch zum Essen eingeladen. Im Anschluss brausten wir wieder Richtung Kigali.
Heute ging es mit der gleichen Kollegin, wie gestern, in den Osten des Landes, um Patenschüler zu besuchen. Der zuständige Sektor organisierte ein kleines Treffen, so dass wir die Gelegenheit hatten, um die neuesten Zeugnisse einzusammeln und mit den Schülern zu reden und mögliche Probleme auszuräumen. Gegen Ende hat mich meine Kollegin dann alleine gelassen, um mich den vielen Fragen der Jugendlichen an einen "Weißen" aus Europa zu überlassen. Mittlerweile habe ich schon Erfahrung mit solchen Runden und ich erzählten ihnen als Erstes etwas über die Ziele und den Sinn der Partnerschaft und allgemein über das schöne Rheinland-Pfalz und über Deutschland. Oft geht es darum viele Vorurteile auszuräumen, dass z.B. alle Weißen sehr reich sind. Selbstverständlich leben wir im Vergleich zu Ruanda im Wohlstand, aber d.h. nicht dass jeder unermesslich reich ist, sondern man muss viel für sein Geld arbeiten. Und die steuerliche ist ja eine ganz andere. Außerdem hat in Deutschland nicht jeder Arbeit und nicht jeder junge Mensch kann eine Ausbildung beginnen. Aber oft geht es auch um Familiengrößen in Deutschland. Da meine eine Seite der Familie schon allein 22 Leute umfasst, bin ich mich bei den Ruandern in guter Gesellschaft, bezüglich der Familiengröße.
Nach dem Ende des Gesprächs machten wir uns dann auf den Weg nach Kigali. Unterwegs stoppten wir noch einige Male, da meine Kollegin und unser Fahrer sich mit Kochbananenstauden eindeckten, die in dieser Region sehr gut wachsen und billiger sind, als in der Stadt. Ebenfalls waren wir noch zum Essen eingeladen. Und zwar bei der Familie unserer Haushälterin. Auf dem Hinweg hatten wir nämlich der ihre Tochter mitgenommen, die bei den Verwandten in Ferien bleiben wird. Es gab natürlich leckeren Kochbananeneintopf mit Fleichbrocken.
So, dass war es. Mein Gott wie lang wieder. Leider schaffe ich es einfach nicht alle Details einfließen zu lassen, trotzdem ist es glaube ich ziemlich genau.
Schönen Abend Euch allen, besonders meiner großen Familie;-)!!!
Bis dann
die neue Woche ist endlich da und schon fast wieder vorbei. Diese Woche standen bei mir 3 Projektbesuche an. Einer im Bereich der Mikroprojekte und zwei im Bereich der Sozialprojekte.
Der Montag gestaltete sich wie immer durch unsere Mitarbeiterbesprechung und folgenden Bürokram. Dienstagsmorgens wird immer die Botschaftsport versandt, so dass montags alle Briefe und Dokumente für nach Mainz, fertig gemacht werden müssen.
Der erste Projektbesuch führte meine Kollegin und mich in den Norden des Landes. Wir haben insgesamt drei Projekte aus dem Bereich der Mikroprojekte, sprich einkommensschaffende Maßnahmen besucht. Zweimal haben wir dazu verschiedene Pfarreiren aufgesucht, da wir einige Projekte haben, die unter der Obhut von Pastoren stehen. Zum Einen besteht der Vorteil darin, dass ein Pastor immer per Handy zu erreichen ist und zweitens haben sie in ihren jeweiligen Pfarreien viel Einfluss und Respekt und haben eine gewisse Infarstruktur, wie Computer und ein Auto. Bei dem einen Projekt ging es um eine Schneiderwerkstatt, die in einem Haus am Rande einer kleinen Einkaufszeile angesiedelt ist. Zuerst suchten wir den Pastor auf, damit er uns den Weg erklärt und uns eine kurze persönliche Einschätzung über den Verlauf der Maßnahme abgibt. Nach dem wir die Werstatt erreicht hatten, überprüften wir die Vollständigkeit der Maschinen und ob auch dort wirklich Jugendliche ausgebildet werden. Ich habe ein paar Fotos von dieser kleinen Stadt mit der kleinen Einkauszeile gemacht, ansonsten gibt es zu diesem Projekt nicht viel zu erzählen, da es sich gerade im Aufbau befindet.
Auf dem Weg zu der zweiten Pfarrei kam uns dann eine Polizeieskorte entgegen, die die Straße für etwas wichtiges freiräumen sollte. Es dauerte dann einige Sekunden bis das Ereigniss um die Kurve bog. Zu meinem großen Erstaunen handelte es sich um ein Feld von Radrennfahrern, die von vielen Begleitfahrzeugen eskortiert wurden. Ich war wie perplex und schaffte es gerade noch meine Kamera einzuschalten. Fühlte mich wie bei der "Tour de France" bzw. "Tour de Ruanda". Ich hätte nie gedacht, dass es hier so etwas gibt, aber in dem Feld waren unter einigen Weißen Sportlern, überwiegend schwarze Fahrer. Aber wie mir meine Kollegen erzählten, gibt es dass wohl öfters in Ruanda. Sehr witzig, aber warum nicht:-). Bilder kommen!.
Nach Ankunft in der Pfarrei, wo es nicht direkt um einen lokalen Projektbesuch ging, sondern um die Besprechung eines Antrages, der an unser Büro bzw. die Partnerschaft, seitens dieser Pfarrei herangetragen wurde. Dort wohnt und arbeitet ein Priester, der in dieser Pfarrei ganz neu ist und deswegen kannte ihn meine streng gläubige, katholische Kollegin nicht. Und sie kennt sie eigentlich alle:-). Auf jedenfall wurden wir sehr freundlich begrüßt. Und diese Pfarreien sind quasi moderne Inseln in einem Meer von größter Einfachheit. Sie haben alle Strom und Wasseranschluss und es handelt sich immer um schöne Backsteingebäude mit sehr gepflegten Innenhöfen neben einer großen Kirche. Wir wurden ins Wohnzimmer gebeten, dass mit Fernseher und DVD-Player und SAT-Receiver ausgestattet war. Nach einem längeren Gespräch ging es dann zum gemütlichen Teil über und der Pastor öffnete eine Flasche Ananasschnaps und füllte großzügig die Gläser meiner Kollegin und meiner Person. Kaum hatte ich ausgetrunken füllte er auch schon wieder nach. Jaja, die Pastoren hier wissen wie man Alkohol trinkt und ich meine nicht nur den Messwein;-).
Nach dem Abschied und der Abfahrt steuerten wir unser drittes und letztes Projekt an, um eine weitere Schneiderwerkstatt zu besuchen und eine neue Maschine zu übergeben mit der man Pullis mechanisch stricken kann. Ich kannte bereits dieses Projekt und wurde mit strahlenden Augen empfangen und man freute sich, dass auch ich wieder dabei bin.
Nach einem langen Tag und vielen Kilometern trafen wir gegen 5 Uhr wieder in Kigali ein.
Am Mittwoch ging es dann mit meiner Kollegin aus dem Sozialbereich, mit der ich mir auch das Büro teile, wieder in Richtung Norden, nur diesmal ein Stück weiter als am Dienstag.
Als Erstes besuchten wir die Caritaszentrale der dortigen Diozöse, um mit dem Verantwortlichen des Büros für soziale Fürsorge eine Werkstatt zur Herstellung von orthopädischen Hilfsmitteln, wie Krücken, Prothesen und Gehstöcken zu besuchen. Leider ist er der Einzige der im Moment diese Werkstatt betreibt, obwohl sehr großer Bedarf für jene Hilfsmittel besteht. Wir haben für dieses Projekt eine weitere finanzielle Unterstützung aus Rheinland-Pfalz bekommen, die eingesetzt wird um Werkzeuge zu kaufen und eventuell einige Jugendliche in diesem Bereich anzulernen. Danach besuchten wir kurz ein Haus der Caritas für AIDS-Erkrankte, die keine Familien mehr haben und ansonsten alleine leben müssten. Wir musterten das Haus und es machte einen sehr sauberen und guten Eindruck. Allerdings fehlen Nahrungsmittel und Materialien für den Zeitvertreib, weil im Moment liegen die Patienten nur auf Matten im Garten und warten, dass der Tag zu Ende geht. Es ist sehr schade, denn alle sind geistig auf der Höhe und könnten lesen oder sich bilden. Wir werden versuchen einige finanzielle Mittel zu ergattern und vielleicht diese Einrichtung z unterstützen. Es war für mich das erste Mal, dass ich bewusst auf AIDS-Infizierte treffen sollte. Aber als ich aus dem Auto ausstieg verflogen die nachvollziehbaren Bedenken und ich ging wie selbstverständlich auf die Menschen zu und begrüßte sie. Und wie ich es mir im Vorfeld dachte und es sich auch bestätigt, sind es sehr nett und völlig normale Menschen, die ein schweres Schicksal tragen. Aber trotz ihrer Krankheit nicht abstoßend oder desgleichen sind und ich bin sehr froh diese Erfahrung gemacht zu haben und sie gleichzeitig so gut gemeistert zu haben. Habe einfach meine Kinayrwanda Kenntnisse augepackt und schon finden sie einen sympathisch und lachen und sind fröhlich, dass jemand kommt und ohne Distanz zu ihnen redet.
Nach etwa einer guten dreiviertel Stunde machten wir uns dann auf, zu unserem letzten Besuch für diesen Tag. Es ging zu einem bereits bestehenden Projekt, dass von einem Orden von Schwestern geführt wird. Es handelt sich um ein Zentrum für Patienten, die an Elefanthiasis leiden. Eine Krankheit die durch Malaria hervorgerufen wird und stark verdickte Körperteile nach sich zieht. Vor allem Obeschenkel und Füße sind betroffen und machen den Alltag sehr schwer. Die Patienten werden dort zweimal die Woche medizinisch versorgt und medikamentös eingestellt. Desweiteren gibt es auch eine Abteilung für psychisch behinderte Kinder, die mit Musik und Klängen bestimmte Gehirnregionen stimuliert bekommen sollen. Die Partnerschaft hat für dieses Zentrum bereits ein Küchenhaus errichtet, wofür auch noch Einrichtungsmaterialien angeschafft werden müssen.
Auf dem selben Gelände trafen wir zufälligerweise auch den Pastor an, der zuständig für die gesamte Jugendarbeit in der Diozöse ist. Meine Kollegin kennt ihn sehr gut und er war anwesend, um an einer Informationsveranstaltung für jungen Menschen teilzunehmen, die die Themen AIDS und Umweltschutz behandelte. Kurzfristig hat er mich gebten ein paar Worte vor der großen Gruppe zu sprechen. Aber ich glaube, dass habe ich ganz sehr gut gemeistert, aufjedenfall war er sehr froh was ich kurz vortrug. Dannach hat er uns dann noch zum Essen eingeladen. Im Anschluss brausten wir wieder Richtung Kigali.
Heute ging es mit der gleichen Kollegin, wie gestern, in den Osten des Landes, um Patenschüler zu besuchen. Der zuständige Sektor organisierte ein kleines Treffen, so dass wir die Gelegenheit hatten, um die neuesten Zeugnisse einzusammeln und mit den Schülern zu reden und mögliche Probleme auszuräumen. Gegen Ende hat mich meine Kollegin dann alleine gelassen, um mich den vielen Fragen der Jugendlichen an einen "Weißen" aus Europa zu überlassen. Mittlerweile habe ich schon Erfahrung mit solchen Runden und ich erzählten ihnen als Erstes etwas über die Ziele und den Sinn der Partnerschaft und allgemein über das schöne Rheinland-Pfalz und über Deutschland. Oft geht es darum viele Vorurteile auszuräumen, dass z.B. alle Weißen sehr reich sind. Selbstverständlich leben wir im Vergleich zu Ruanda im Wohlstand, aber d.h. nicht dass jeder unermesslich reich ist, sondern man muss viel für sein Geld arbeiten. Und die steuerliche ist ja eine ganz andere. Außerdem hat in Deutschland nicht jeder Arbeit und nicht jeder junge Mensch kann eine Ausbildung beginnen. Aber oft geht es auch um Familiengrößen in Deutschland. Da meine eine Seite der Familie schon allein 22 Leute umfasst, bin ich mich bei den Ruandern in guter Gesellschaft, bezüglich der Familiengröße.
Nach dem Ende des Gesprächs machten wir uns dann auf den Weg nach Kigali. Unterwegs stoppten wir noch einige Male, da meine Kollegin und unser Fahrer sich mit Kochbananenstauden eindeckten, die in dieser Region sehr gut wachsen und billiger sind, als in der Stadt. Ebenfalls waren wir noch zum Essen eingeladen. Und zwar bei der Familie unserer Haushälterin. Auf dem Hinweg hatten wir nämlich der ihre Tochter mitgenommen, die bei den Verwandten in Ferien bleiben wird. Es gab natürlich leckeren Kochbananeneintopf mit Fleichbrocken.
So, dass war es. Mein Gott wie lang wieder. Leider schaffe ich es einfach nicht alle Details einfließen zu lassen, trotzdem ist es glaube ich ziemlich genau.
Schönen Abend Euch allen, besonders meiner großen Familie;-)!!!
Bis dann
Freitag, 13. November 2009
Und wieder eine Bürowoche...
Hallo,
ja genau "Und wieder eine Bürowoche". Es ist glaube ich schon die vierte Woche, die ich im Büro verweile und so langsam fällt mir hier die Decke auf den Kopf. Also die Arbeit macht weiterhin Spass und in dieser Woche hatte ich auch wieder mehr zu bearbeiten, aber irgendwie habe ich das Gefühl, gar nicht mehr in Ruanda zu sein, weil ich nur zum Einkaufen aus der Jumelage gehe. Denn die Stadt Kigali unterscheidet sich so sehr vom Rest des Landes. Und ich freue mich schon sehr, nächste Woche endlich wieder aufs Land zu fahren und die Landschaft zu genießen und die Menschen zu erleben. Aber immerhin hatte ich das Erfolgserlebniss eine eigene E-mail Adresse zu bekommen und so haben beide Freiwilligen jetzt einen eigenen Account und werden am Informationsfluss per Mail beteiligt.
Wir haben eine große Liste für zu besuchende Projekte, weil wir die Zusagen für den Start einiger neuer Projekte haben und bevor wir die ersten Tranchen an Geld ausgeben können, werden wir erst noch eine Begutachtung und ein Gespräch durchführen. Es wird zum Einen in den Norden des Landes gehen und zum Anderen in den Osten. Dass nur schon einmal als Ausblick für die nächsten Einträge.
Am vergangenen Wochenende waren wir bei einem Freund auf einer Feier eingeladen (hatte es kurz erwähnt), die im Norden des Landes, in seinem "Wohnort" stattgefunden hat. Die Fahrt dorthin dauerte etwa zwei Stunden und dann nochmal eine halbe Stunde, um schließlich in den kleinen Ort zu gelangen. Um das Endstück zu bewältigen haben wir uns dann Fahrradtaxis genommen, die dich für umgerechnet 20 Cent auf dem gepolsterten Gepäckträger zu deinem Zielort bringen. Wir waren mit 4 Leuten, alle Europäer und dass hat natürlich in dieser sehr sehr ländlichen Gegend für viel Aufsehen und freundliches Gelächter gesorgt. Dort angekommen wurden wir dann direkt in die Vorbereitungen für das Abendessen eingebunden, weil etwa 40 Leute erwartet wurden. Es wurden sogar extra zwei Ziegen geschlachtet, um die Bruschette-Versorgung (Ziegenfleischspieße) sicherzustellen. Es war ein schöner Abend und es kamen viele Freiwillige zusammen. Ebenso waren viele Ruander eingeladen, da der Gastgeber, Englisch an einer Schule unterrichtet und somit auch dasLehrerkollegium eingeladen war. Leider wurden wir auch hier von unserem Job verfolgt, da unheimlich viele Leute die Partnerschaft kennen und zufälligerweise war natürlich auch ein Vertreter des örtlichen "Partnerschaftsvereins" anwesend. Der Sektor hat eine Partnerschaft mit einer rheinland-pfälzischen Stadt. Dieser Vorsitzende löcherte mich mit tausenden Fragen. Aber auf der anderen Seite ist es auch erfreulich wenn man die Gelegenheit hat, die Leute ein wenig zu motivieren, wieder Kontakt zu der Partnergemeinde aufzunehmen.
Die Feier ging bis in die Nacht und wir hatten nur wenig Schlaf erfahren, als der nächste Morgen anbrach. Gegen Mittag sind wir, nach dem allgemeinen Aufräumen, dann wieder Richtung Kigali aufgebrochen und auf dem Weg von der Busbahnstation zu uns nach Hause, in einen monsunartigen Schauer geraten und richtig durchgeweicht worden.
Diese Woche habe ich einige Berichte für die Partner in Rheinland-Pfalz fertiggestellt und allgemeine Aktenpflege betrieben. Am Donnerstag hatten wir viele Besucher hier in der Jumelage, da wie bereits erwähnt ein älterer Herr anwesend ist, der Rollstühle verteilt. Und so bildete sich eine große Menschentraube im Hof des Büros und es gab eine Art Abfertigung. Und gleichzeitig wurden auch LKW's geladen, um auf dem auf dem Land Hilfsmittel zu verteilen. Ebenso trug sich zu, das im angrenzenden Hotel eine Konferenz von Jugendlichen stattfand, zu der auch der Präsident eingeladen war und so sah ich zum ersten Mal die Autokolonne des Präsidenten vorbeirauschen. Er spielt auch Tennis und ich hatte mir dann überlegt, bewaffnet mit meinem Tennissschläger auf die Straße zu gehen und zu winken, so dass er anhält und mit mir einen Termin für ein Tennismatch ausmacht:-). Sehr zu Belustigung meiner Kollegen. Die mir versicherten, dass er nicht anhalten würde. Aber versuchen hätte man es ja mal können, sagte ich trotzig zu meinen Kollegen. Habe es aber sein gelassen. War vielleicht auch besser so.
Mehr gibt es im Moment nicht zu berichten. Achso vielleicht noch zur Info. Bin heute auf den Tag genau bereits drei Monate hier! Hammer:-).
Euch allen ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße aus Ruanda.
ja genau "Und wieder eine Bürowoche". Es ist glaube ich schon die vierte Woche, die ich im Büro verweile und so langsam fällt mir hier die Decke auf den Kopf. Also die Arbeit macht weiterhin Spass und in dieser Woche hatte ich auch wieder mehr zu bearbeiten, aber irgendwie habe ich das Gefühl, gar nicht mehr in Ruanda zu sein, weil ich nur zum Einkaufen aus der Jumelage gehe. Denn die Stadt Kigali unterscheidet sich so sehr vom Rest des Landes. Und ich freue mich schon sehr, nächste Woche endlich wieder aufs Land zu fahren und die Landschaft zu genießen und die Menschen zu erleben. Aber immerhin hatte ich das Erfolgserlebniss eine eigene E-mail Adresse zu bekommen und so haben beide Freiwilligen jetzt einen eigenen Account und werden am Informationsfluss per Mail beteiligt.
Wir haben eine große Liste für zu besuchende Projekte, weil wir die Zusagen für den Start einiger neuer Projekte haben und bevor wir die ersten Tranchen an Geld ausgeben können, werden wir erst noch eine Begutachtung und ein Gespräch durchführen. Es wird zum Einen in den Norden des Landes gehen und zum Anderen in den Osten. Dass nur schon einmal als Ausblick für die nächsten Einträge.
Am vergangenen Wochenende waren wir bei einem Freund auf einer Feier eingeladen (hatte es kurz erwähnt), die im Norden des Landes, in seinem "Wohnort" stattgefunden hat. Die Fahrt dorthin dauerte etwa zwei Stunden und dann nochmal eine halbe Stunde, um schließlich in den kleinen Ort zu gelangen. Um das Endstück zu bewältigen haben wir uns dann Fahrradtaxis genommen, die dich für umgerechnet 20 Cent auf dem gepolsterten Gepäckträger zu deinem Zielort bringen. Wir waren mit 4 Leuten, alle Europäer und dass hat natürlich in dieser sehr sehr ländlichen Gegend für viel Aufsehen und freundliches Gelächter gesorgt. Dort angekommen wurden wir dann direkt in die Vorbereitungen für das Abendessen eingebunden, weil etwa 40 Leute erwartet wurden. Es wurden sogar extra zwei Ziegen geschlachtet, um die Bruschette-Versorgung (Ziegenfleischspieße) sicherzustellen. Es war ein schöner Abend und es kamen viele Freiwillige zusammen. Ebenso waren viele Ruander eingeladen, da der Gastgeber, Englisch an einer Schule unterrichtet und somit auch dasLehrerkollegium eingeladen war. Leider wurden wir auch hier von unserem Job verfolgt, da unheimlich viele Leute die Partnerschaft kennen und zufälligerweise war natürlich auch ein Vertreter des örtlichen "Partnerschaftsvereins" anwesend. Der Sektor hat eine Partnerschaft mit einer rheinland-pfälzischen Stadt. Dieser Vorsitzende löcherte mich mit tausenden Fragen. Aber auf der anderen Seite ist es auch erfreulich wenn man die Gelegenheit hat, die Leute ein wenig zu motivieren, wieder Kontakt zu der Partnergemeinde aufzunehmen.
Die Feier ging bis in die Nacht und wir hatten nur wenig Schlaf erfahren, als der nächste Morgen anbrach. Gegen Mittag sind wir, nach dem allgemeinen Aufräumen, dann wieder Richtung Kigali aufgebrochen und auf dem Weg von der Busbahnstation zu uns nach Hause, in einen monsunartigen Schauer geraten und richtig durchgeweicht worden.
Diese Woche habe ich einige Berichte für die Partner in Rheinland-Pfalz fertiggestellt und allgemeine Aktenpflege betrieben. Am Donnerstag hatten wir viele Besucher hier in der Jumelage, da wie bereits erwähnt ein älterer Herr anwesend ist, der Rollstühle verteilt. Und so bildete sich eine große Menschentraube im Hof des Büros und es gab eine Art Abfertigung. Und gleichzeitig wurden auch LKW's geladen, um auf dem auf dem Land Hilfsmittel zu verteilen. Ebenso trug sich zu, das im angrenzenden Hotel eine Konferenz von Jugendlichen stattfand, zu der auch der Präsident eingeladen war und so sah ich zum ersten Mal die Autokolonne des Präsidenten vorbeirauschen. Er spielt auch Tennis und ich hatte mir dann überlegt, bewaffnet mit meinem Tennissschläger auf die Straße zu gehen und zu winken, so dass er anhält und mit mir einen Termin für ein Tennismatch ausmacht:-). Sehr zu Belustigung meiner Kollegen. Die mir versicherten, dass er nicht anhalten würde. Aber versuchen hätte man es ja mal können, sagte ich trotzig zu meinen Kollegen. Habe es aber sein gelassen. War vielleicht auch besser so.
Mehr gibt es im Moment nicht zu berichten. Achso vielleicht noch zur Info. Bin heute auf den Tag genau bereits drei Monate hier! Hammer:-).
Euch allen ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße aus Ruanda.
Freitag, 6. November 2009
Bürowoche
Hallo,
und schon ist eine weitere Woche vorbeigerauscht. Das Wetter hier in Ruanda besteht seit etwa zwei Wochen aus dem Wechsel von Sonne und Regen, denn vormittags scheint die Sonne und es wird angenehme 27 Grad warm bevor nachmittags dann die Gewitter über Kigali wegrollen. Gestern z.B. schüttete es etwa 4 Stunden am Stück. Deswegen ist heute auch unten im Tal, ein Teil des Busbahnhofes überschwemmt. Aber die Leute sehen es gelassen, weil irgendwann geht ja das Wasser auch wieder:-).
Am vergangenen Wochenende waren wir freitagabends auf der Präsentationsparty für ein neues Bier (dunkles starkes Bier). Es wurde in einer größeren Halle vorgestellt und das Rahmenprogramm bestand aus bekannten Künstlern. Und selbstverständlich gab es Freibier, um den Leuten das Neue auch schmackhaft zu machen. Franziska und ich sind ein wenig spät angekommen und die Biervorräte waren bereits stak geschmolzen, so dass wir schnellstens Hilfestellung geben mussten den Schmelzvorgang zu beschleunigen:-)!
Sonst war das Wochenende ruhig und wir waren wie üblich den Markt besuchen, um einzukaufen. Diesmal zu dritt, weil wir eine neue Mitbewohnerin haben, die am Freitag angekommen ist und ihr haben wir dann in Einem "unseren" Markt gezeigt.
Diese Woche habe ich wieder komplett im Büro verbracht und einige Listen entworfen. Im Moment ist ein Partner aus Deutschland anwesend, der mit einem Container Rollstühle, Krücken und viele weitere Hilfsmittel ins Land bringen lässt. Wir werden ihm bei der Verteilung der Mittel helfen und haben dafür einige Vorarbeit im erstellen von Listen geleistet, die uns die Verteilung erleichtern und in geordnete Bahnen lenken lässt.
Heute kam der Container dann endlich an, nachdem er einige Tage auf dem Geländer der Spedition festgehalten wurde, da vorher erst noch bürokratische Vorgänge getätigt werden mussten. Den Morgen über haben dann fast alle Mitarbeiter des Büros geholfen den Container "auszupacken" (so quasi wie ein Geschenk:-)!!) und die Materialien unter bereits aufgestellten Zelten aufzureihen. Ich habe dazu einige Fotos gemacht und werde sie umgehend hochladen.
Jetzt am kommenden Wochenende sind wir in den Norden des Landes auf einen Geburtstag eines Mitfreiwilligen eingeladen. Morgen früh gehts los und wir werden dort übernachten und am Sonntag wieder heimkehren. In den letzten Tagen verspüre ich erstmals ein wenig mehr Heimweh als sonst und man sagt nach drei Monaten wäre es an der Zeit, um in ein kleines Loche zu fallen. Dazu muss man erwähnen, dass ich gestern ein wenig krank war und dass hat die Sehnsucht nach zu Hause noch verstärkt. Doch Gott sei Dank hat mich meine Oma angerufen und so war die Heimat, doch nicht mehr so weit entfernt. Hört sich ein bisschen seltsam an, aber sowas hilft ungemein, auch einem 21 jährigen jungen Mann:-)! Danke Oma;-)!!!
Wünsche Euch ein schönes Wochenende. Machts gut. Bis die nächste Woche.
und schon ist eine weitere Woche vorbeigerauscht. Das Wetter hier in Ruanda besteht seit etwa zwei Wochen aus dem Wechsel von Sonne und Regen, denn vormittags scheint die Sonne und es wird angenehme 27 Grad warm bevor nachmittags dann die Gewitter über Kigali wegrollen. Gestern z.B. schüttete es etwa 4 Stunden am Stück. Deswegen ist heute auch unten im Tal, ein Teil des Busbahnhofes überschwemmt. Aber die Leute sehen es gelassen, weil irgendwann geht ja das Wasser auch wieder:-).
Am vergangenen Wochenende waren wir freitagabends auf der Präsentationsparty für ein neues Bier (dunkles starkes Bier). Es wurde in einer größeren Halle vorgestellt und das Rahmenprogramm bestand aus bekannten Künstlern. Und selbstverständlich gab es Freibier, um den Leuten das Neue auch schmackhaft zu machen. Franziska und ich sind ein wenig spät angekommen und die Biervorräte waren bereits stak geschmolzen, so dass wir schnellstens Hilfestellung geben mussten den Schmelzvorgang zu beschleunigen:-)!
Sonst war das Wochenende ruhig und wir waren wie üblich den Markt besuchen, um einzukaufen. Diesmal zu dritt, weil wir eine neue Mitbewohnerin haben, die am Freitag angekommen ist und ihr haben wir dann in Einem "unseren" Markt gezeigt.
Diese Woche habe ich wieder komplett im Büro verbracht und einige Listen entworfen. Im Moment ist ein Partner aus Deutschland anwesend, der mit einem Container Rollstühle, Krücken und viele weitere Hilfsmittel ins Land bringen lässt. Wir werden ihm bei der Verteilung der Mittel helfen und haben dafür einige Vorarbeit im erstellen von Listen geleistet, die uns die Verteilung erleichtern und in geordnete Bahnen lenken lässt.
Heute kam der Container dann endlich an, nachdem er einige Tage auf dem Geländer der Spedition festgehalten wurde, da vorher erst noch bürokratische Vorgänge getätigt werden mussten. Den Morgen über haben dann fast alle Mitarbeiter des Büros geholfen den Container "auszupacken" (so quasi wie ein Geschenk:-)!!) und die Materialien unter bereits aufgestellten Zelten aufzureihen. Ich habe dazu einige Fotos gemacht und werde sie umgehend hochladen.
Jetzt am kommenden Wochenende sind wir in den Norden des Landes auf einen Geburtstag eines Mitfreiwilligen eingeladen. Morgen früh gehts los und wir werden dort übernachten und am Sonntag wieder heimkehren. In den letzten Tagen verspüre ich erstmals ein wenig mehr Heimweh als sonst und man sagt nach drei Monaten wäre es an der Zeit, um in ein kleines Loche zu fallen. Dazu muss man erwähnen, dass ich gestern ein wenig krank war und dass hat die Sehnsucht nach zu Hause noch verstärkt. Doch Gott sei Dank hat mich meine Oma angerufen und so war die Heimat, doch nicht mehr so weit entfernt. Hört sich ein bisschen seltsam an, aber sowas hilft ungemein, auch einem 21 jährigen jungen Mann:-)! Danke Oma;-)!!!
Wünsche Euch ein schönes Wochenende. Machts gut. Bis die nächste Woche.
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Besuch einer Saftfabrik, Teefeldern, Teefabrik und einem Krankenhaus (Ruhengere)
Hallo,
wie Ihr sieht schiebe ich direkt einen weiteren Bericht nach, da ich heute, die in der Überschrift genannten Orte besucht habe und einige tolle neue Fotos gemacht habe.
Wir haben diese Orte besucht, da durch einen hier anwesenden Fotograf aus Rheinland-Pfalz, eine neue Ausstellung über Ruanda entwickelt werden soll. Sie wird dann in Rheinland-Pfalz, speziell in Schulen zu sehen sein. Es geht darum die Entwicklung Ruandas darzustellen und den Menschen daheim zu verdeutlichen, dass man mit Ruanda nicht nur Lehmhütten und Feuerstellen verbinden kann, sondern, dass Ruanda einen intensiven Wandel erfährt so z.B. Kigali, eine Stadt mit Bürotürmen und vielen neuen Baustellen. Aber auch die Modernität auf dem Land, wo es zum Beispiel diese Saftfabrik und Teefabrikationen gibt.
Wir starteten also heute morgen in Richtung Norden. Unser erster Anlaufpunkt war die Saftfabrik, die sich etwa 2 Stunden von Kigali entfernt, direkt an der ausgebauten Teerstraße, befindet. Wir trudelten so gegen elf Uhr dort ein und wurden zu Beginn leider verwiesen, da der Chef der Saftfabrik uns keine Besichtigung erlaubte und eine Menge Geld verlangte. Durch einen beherzten Anruf unserer Sekretärin, die wir zwischenzeitlich verständigt hatten, gelang es uns dann doch die Erlaubnis zu bekommen, denn unter anderem haben wir auch ein Erlaubnisschreiben eines Ministeriums, Fotos zu machen. Das hat dann nochmal den entscheidenden Nachdruck verlieren. Die Fabrik gehört einer Firma, der sich auch ein großes Restaurant, ein Konferenzzentrum und viele weiterer Geschäftsbereiche anschließt. Unter anderem auch eine Schule, die keine Schulgebühren verlangt. Die Anlage besteht aus einer großen Halle und einer modernen Entsaftungsmaschine, die aus Italien stammt. Mit dieser Maschine produziert die Fabrik Erdbeersaft, Ananassaft und Maracujasaft. Selbstverständlich aus frischen Früchten umliegende Felder und ganz ohne Konservierungsstoffe. Ich glaube fest, dass diese Produkte echte Verkaufsschlager in Deutschland sein könnten!!! (Also wenn ein Geschäftsmann diesen Bericht liest, BITTE melden!!! :-) ;-) ). Ebenso produziert die Fabrik BananenWEIN und flüssige Gewürze aus einer lokalen Art von Peperonischoten (Pilli Pilli). Nachdem uns der Besitzer noch eine kleine Auswahl vom Warensortiment geschenkt hat, sind wir weiter in Richtung der Teefelder und der Teefabrik gefahren.
Der Tee wird auf mehreren Hügeln angebaut und diese Felder haben eine atemberaubend schöne, intensiv grüne Farbe! Die Fabrik thront auf einem Hügel und man hat einen schönen Ausblick auf die Felder, in die die Fabrik eingebettet ist. Der Leiter der Fabrik, ein Ruander, der uns mit seinem Kollegen, einem Kenianer und einem weiteren Herren, einem Inder, durch die Anlage führt. Sie bilden das Teetrio. Alle Drei sind Experten auf diesem Gebiet und Kenia und Indien sind ebenfalls große Teeproduzenten. Bei dem Rundgang erklärten sie uns die einzelnen Herstellungsschritte. Zuerst wird der Tee ausgebreitet und wird mit warmer Luft getrocknet. Die warme Luft wird durch einen riesigen Ofen, der mit unglaublich großen Holzscheiten befeuert wird ( Ich muss dabei gerade an meine Onkels denken, die unheimlichen Spass am Holz machen und am verheizen im Kachelofen haben. An diesem Ofen hätten sie verdammt viel Spass:-) ). Er ist wie ein Kessel einer Dampflockomotive. Nach diesem Trocknungsschritt verliert der Tee 30 % seiner Feuchtigkeit. Danach wird er geschredert und läuft über Förderbänder in große Heizöfen, wo er nochmals 45 % seiner Feuchtigkeit verliert. Dann wird der fertige Tee in verschiedene Qualitäten gesiebt. Und fertig (dass war ein Schnelldurchlauf!). Der Tee wird in große 70 kg Säcke abgefüllt und erst in Kigali in Teebeutel verpackt oder in Säcken nach Mombasa (Tansania) zum Teemarkt gebracht und in die ganze Welt verschifft.
Nach dem Rundgang haben wir erstmal eine schöne Tasse Tee genoßen und danach eine Teeverkostung gemacht. Dort haben wir die verschiedenen Qualitäts- und Körnungsstufen getestet. Es ist schon erstaunlich wie unterschiedlich solche Körnungen schmecken. Der ruandische Tee gehört übrigens von der Qualität her, zu einer der besten Tees weltweit. Nur in der Quantität kommt Ruanda bei weitem nicht an die Elefanten der Produktion wie Sri Lanka oder Kenia ran. Aber lieber weniger und dafür erste Klasse. Auch bei dieser Bescihtigung sind wir nicht ohne einige kleine Geschenke aus dem Sortiment weggekommen und jetzt besitzt jeder zwei Packungen, vom wahrscheinlichen besten Tee der Welt:-)!!
Hier endete unsere Tour und auf dem Rückweg nach Kigali stoppten wir noch kurz an einem Landkrankenhaus, um uns die Einrichtung anzuschauen und auch hier einige Fotos zu machen. Ich habe jedoch keine gemacht. Der Standard ist bei weitem nicht mit einem deutschen Krankenhaus zu vergleichen, ist aber auf einem guten Weg sich zu verbessern. So hat die Intensivstation einige neue und moderne Monitoringgeräte, was ein guter Fortschritt ist. Hier ich heute wieder erfahren, wie gut eigentlich unsere Krankenhäuser sind und wenn wir über Krankenhäuser schimpfen sollten wir bedenken, dass wir es besser haben als viele viele andere Länder und dir dortigen Menschen!!!!! Aber auch hier ist Ruanda auf einem guten Weg, dass will ich hier nicht unerwähnt lassen.
Wir sind dann so gegen 19.30 Uhr Orstzeit (wir sind seit dem Wochenende Deutschland eine Stunde vorraus) hier angekommen. Und ich bin jetzt geschafft von der langen Fahrt, aber wieder mit vielen tollen Eindrücken zurückgekehrt, die ich hier , so hoffe ich, ein wenig nach Hause transportieren kann.
Schaut Euch die Fotos an!!
Bis dann
wie Ihr sieht schiebe ich direkt einen weiteren Bericht nach, da ich heute, die in der Überschrift genannten Orte besucht habe und einige tolle neue Fotos gemacht habe.
Wir haben diese Orte besucht, da durch einen hier anwesenden Fotograf aus Rheinland-Pfalz, eine neue Ausstellung über Ruanda entwickelt werden soll. Sie wird dann in Rheinland-Pfalz, speziell in Schulen zu sehen sein. Es geht darum die Entwicklung Ruandas darzustellen und den Menschen daheim zu verdeutlichen, dass man mit Ruanda nicht nur Lehmhütten und Feuerstellen verbinden kann, sondern, dass Ruanda einen intensiven Wandel erfährt so z.B. Kigali, eine Stadt mit Bürotürmen und vielen neuen Baustellen. Aber auch die Modernität auf dem Land, wo es zum Beispiel diese Saftfabrik und Teefabrikationen gibt.
Wir starteten also heute morgen in Richtung Norden. Unser erster Anlaufpunkt war die Saftfabrik, die sich etwa 2 Stunden von Kigali entfernt, direkt an der ausgebauten Teerstraße, befindet. Wir trudelten so gegen elf Uhr dort ein und wurden zu Beginn leider verwiesen, da der Chef der Saftfabrik uns keine Besichtigung erlaubte und eine Menge Geld verlangte. Durch einen beherzten Anruf unserer Sekretärin, die wir zwischenzeitlich verständigt hatten, gelang es uns dann doch die Erlaubnis zu bekommen, denn unter anderem haben wir auch ein Erlaubnisschreiben eines Ministeriums, Fotos zu machen. Das hat dann nochmal den entscheidenden Nachdruck verlieren. Die Fabrik gehört einer Firma, der sich auch ein großes Restaurant, ein Konferenzzentrum und viele weiterer Geschäftsbereiche anschließt. Unter anderem auch eine Schule, die keine Schulgebühren verlangt. Die Anlage besteht aus einer großen Halle und einer modernen Entsaftungsmaschine, die aus Italien stammt. Mit dieser Maschine produziert die Fabrik Erdbeersaft, Ananassaft und Maracujasaft. Selbstverständlich aus frischen Früchten umliegende Felder und ganz ohne Konservierungsstoffe. Ich glaube fest, dass diese Produkte echte Verkaufsschlager in Deutschland sein könnten!!! (Also wenn ein Geschäftsmann diesen Bericht liest, BITTE melden!!! :-) ;-) ). Ebenso produziert die Fabrik BananenWEIN und flüssige Gewürze aus einer lokalen Art von Peperonischoten (Pilli Pilli). Nachdem uns der Besitzer noch eine kleine Auswahl vom Warensortiment geschenkt hat, sind wir weiter in Richtung der Teefelder und der Teefabrik gefahren.
Der Tee wird auf mehreren Hügeln angebaut und diese Felder haben eine atemberaubend schöne, intensiv grüne Farbe! Die Fabrik thront auf einem Hügel und man hat einen schönen Ausblick auf die Felder, in die die Fabrik eingebettet ist. Der Leiter der Fabrik, ein Ruander, der uns mit seinem Kollegen, einem Kenianer und einem weiteren Herren, einem Inder, durch die Anlage führt. Sie bilden das Teetrio. Alle Drei sind Experten auf diesem Gebiet und Kenia und Indien sind ebenfalls große Teeproduzenten. Bei dem Rundgang erklärten sie uns die einzelnen Herstellungsschritte. Zuerst wird der Tee ausgebreitet und wird mit warmer Luft getrocknet. Die warme Luft wird durch einen riesigen Ofen, der mit unglaublich großen Holzscheiten befeuert wird ( Ich muss dabei gerade an meine Onkels denken, die unheimlichen Spass am Holz machen und am verheizen im Kachelofen haben. An diesem Ofen hätten sie verdammt viel Spass:-) ). Er ist wie ein Kessel einer Dampflockomotive. Nach diesem Trocknungsschritt verliert der Tee 30 % seiner Feuchtigkeit. Danach wird er geschredert und läuft über Förderbänder in große Heizöfen, wo er nochmals 45 % seiner Feuchtigkeit verliert. Dann wird der fertige Tee in verschiedene Qualitäten gesiebt. Und fertig (dass war ein Schnelldurchlauf!). Der Tee wird in große 70 kg Säcke abgefüllt und erst in Kigali in Teebeutel verpackt oder in Säcken nach Mombasa (Tansania) zum Teemarkt gebracht und in die ganze Welt verschifft.
Nach dem Rundgang haben wir erstmal eine schöne Tasse Tee genoßen und danach eine Teeverkostung gemacht. Dort haben wir die verschiedenen Qualitäts- und Körnungsstufen getestet. Es ist schon erstaunlich wie unterschiedlich solche Körnungen schmecken. Der ruandische Tee gehört übrigens von der Qualität her, zu einer der besten Tees weltweit. Nur in der Quantität kommt Ruanda bei weitem nicht an die Elefanten der Produktion wie Sri Lanka oder Kenia ran. Aber lieber weniger und dafür erste Klasse. Auch bei dieser Bescihtigung sind wir nicht ohne einige kleine Geschenke aus dem Sortiment weggekommen und jetzt besitzt jeder zwei Packungen, vom wahrscheinlichen besten Tee der Welt:-)!!
Hier endete unsere Tour und auf dem Rückweg nach Kigali stoppten wir noch kurz an einem Landkrankenhaus, um uns die Einrichtung anzuschauen und auch hier einige Fotos zu machen. Ich habe jedoch keine gemacht. Der Standard ist bei weitem nicht mit einem deutschen Krankenhaus zu vergleichen, ist aber auf einem guten Weg sich zu verbessern. So hat die Intensivstation einige neue und moderne Monitoringgeräte, was ein guter Fortschritt ist. Hier ich heute wieder erfahren, wie gut eigentlich unsere Krankenhäuser sind und wenn wir über Krankenhäuser schimpfen sollten wir bedenken, dass wir es besser haben als viele viele andere Länder und dir dortigen Menschen!!!!! Aber auch hier ist Ruanda auf einem guten Weg, dass will ich hier nicht unerwähnt lassen.
Wir sind dann so gegen 19.30 Uhr Orstzeit (wir sind seit dem Wochenende Deutschland eine Stunde vorraus) hier angekommen. Und ich bin jetzt geschafft von der langen Fahrt, aber wieder mit vielen tollen Eindrücken zurückgekehrt, die ich hier , so hoffe ich, ein wenig nach Hause transportieren kann.
Schaut Euch die Fotos an!!
Bis dann
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Abflug der Delegation und der Beginn der delegaionsfreien Woche :-)
Guten Abend,
Amakuru iki? ( "Wie gehts?" bzw. wörtlich "Wie sind die Nachrichten"). Ni meza ( "Sie sind Gut!"). Meine Nachrichten sind gut, denn: "Mir geht es gut":-)!!! Die neue Woche hat schon wieder begonnen und hat mit großen Schritten bereits wieder 3 Tage überquert. Die Delegation ist seit Samstagabend weg, nach dem es am Freitagabend einen großen Empfang gab und am Samstagmorgen einen Brunch, hier bei uns im Koordinationsbüro. Die Delegation war ein voller Erfolg und für nähere Infos einfach mal das Internet durchstöbern:-). (Tipp: Auf den Seiten unserer Landesregierung lässt sich vieles finden!). Hier muss ich noch anfügen, dass ich sehr froh bin eien Delegation miterlebt zu haben und ich werde lange davon zehren. Am vergangenen Sonntag waren wir wieder auf dem Markt, um unsere Einkäufe zu erledigen und unsere Marktfrauen zu besuchen. Unsere Rucksäcke sind auf dem Heimweg immer prall gefüllt, weil wir an keinem gemauerten Tisch vorbeikommen, wo keine leckere Sachen liegen und wir sind dann im regelrechten Kaufrausch. Und nach dem Einkauf haben wir trotzdem nur sieben oder acht Euro ausgegeben. Und dass für ökologisch angebautes Obst und Gemüse. Einfach genial!
Am Witzigsten auf dem Markt finde ich die "Kartoffelkönigin". Ich weiß nicht, ob ich nicht bereits über sie berichtet habe, aber sie thront immer auf einem Hocker umgeben von riesigen Kartoffelbergen. Sie ist sehr stämmig gebaut und ist immer knallhart und lässt nicht mit sich handeln. Und manchmal glaube ich, dass sie über uns lästert und sich witzig macht. Also ich habe deswegen eher eine Hassliebe zu ihr. Aber das Bild ist manchmal echt zum Schiessen. Muss unbedingt daran denken ein Bild davon zu machen.
Die vergangen Arbeitstage waren anstrengend. Ich habe jeden Abend bis sechs Uhr gearbeitet, weil wir Veränderungen in unserem Projektmanagement haben und wir neue Formulare entwickeln. Aber es macht Spass und dass ist die Hauptsache. Sonst gibt es nicht mehr viel neues zu erzählen.
Also bis dann:-)
Amakuru iki? ( "Wie gehts?" bzw. wörtlich "Wie sind die Nachrichten"). Ni meza ( "Sie sind Gut!"). Meine Nachrichten sind gut, denn: "Mir geht es gut":-)!!! Die neue Woche hat schon wieder begonnen und hat mit großen Schritten bereits wieder 3 Tage überquert. Die Delegation ist seit Samstagabend weg, nach dem es am Freitagabend einen großen Empfang gab und am Samstagmorgen einen Brunch, hier bei uns im Koordinationsbüro. Die Delegation war ein voller Erfolg und für nähere Infos einfach mal das Internet durchstöbern:-). (Tipp: Auf den Seiten unserer Landesregierung lässt sich vieles finden!). Hier muss ich noch anfügen, dass ich sehr froh bin eien Delegation miterlebt zu haben und ich werde lange davon zehren. Am vergangenen Sonntag waren wir wieder auf dem Markt, um unsere Einkäufe zu erledigen und unsere Marktfrauen zu besuchen. Unsere Rucksäcke sind auf dem Heimweg immer prall gefüllt, weil wir an keinem gemauerten Tisch vorbeikommen, wo keine leckere Sachen liegen und wir sind dann im regelrechten Kaufrausch. Und nach dem Einkauf haben wir trotzdem nur sieben oder acht Euro ausgegeben. Und dass für ökologisch angebautes Obst und Gemüse. Einfach genial!
Am Witzigsten auf dem Markt finde ich die "Kartoffelkönigin". Ich weiß nicht, ob ich nicht bereits über sie berichtet habe, aber sie thront immer auf einem Hocker umgeben von riesigen Kartoffelbergen. Sie ist sehr stämmig gebaut und ist immer knallhart und lässt nicht mit sich handeln. Und manchmal glaube ich, dass sie über uns lästert und sich witzig macht. Also ich habe deswegen eher eine Hassliebe zu ihr. Aber das Bild ist manchmal echt zum Schiessen. Muss unbedingt daran denken ein Bild davon zu machen.
Die vergangen Arbeitstage waren anstrengend. Ich habe jeden Abend bis sechs Uhr gearbeitet, weil wir Veränderungen in unserem Projektmanagement haben und wir neue Formulare entwickeln. Aber es macht Spass und dass ist die Hauptsache. Sonst gibt es nicht mehr viel neues zu erzählen.
Also bis dann:-)
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Nebelwaldprojekt und weitere Ereignisse
Hallo,
jetzt haben wir Donnerstag Abend (Entschuldigt aber diesen Entwurf konnte ich erst heute wegen technischer Probleme online stellen)und morgen ist die Arbeitswoche schon schon wieder vorbei. Am Montag waren wir mit der ganzen Delegation eine Schule einweihen. Es war meine erste Begegnung mit der Delegation. Einige der Mitglieder der Delegation kannte ich bereits näher, durch mein Praktikum in der Spd-Landtagsfraktion und auch sie erkannten mich wieder. Was mich natürlich sehr freute! Die Beurkundung der neuen Partnerschaft zwischen dieser ruandischen Schule und einer Schule aus Rheinland/Pfalz wurde auf dem Schulhof abgehalten. Zu diesem Zweck haben Angestellte der Schule einen großen Pavillion aufgebaut unter dem die Ehrengäste sich hinsetzen konnten. Wir sind mit einigen Kollegen bereits früher losgefahren, um die Vorbereitung der kleinen Feier zu begutachten und gegebenfalls ein wenig zu beschleunigen. Die Delegation erreichte die Schule jedoch später als geplant, da sich die Gespräche mit Vertretern der ruandischen Regierung in die Länge gezogen haben. Als die Delegation dann mit dem Autotross bzw. dem Bus angerollt kam, waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und die Feier konnte begingen. Es wurden die üblichen Reden gehalten und die Urkunde übergeben. Der Höhepunkt für die Kinder war aber eindeutig die Verteilung von großen Fussbällen und kleinen Plastikbällchen. Es ergab sich die Situation, dass alle Kinder auf die Tüte mit den Bällen losgestürmt sind und dabei die verteilende Staatssekretärin umzingelten und sie beinahe zu Boden gerissen hätten. Aber es ging gerade nochmal gut und die Lehrer schritten ein und scheuchten die Kinder zurück. Nach dem obligatorischen Foto mit den Kindern und den Mitgliedern der Delegation ging es dann wieder in Richtung Kigali. Auf dem Weg dorthin haben wir noch ein Mittagessen eingenommen und den Weg nach Kigali fortgesetzt. Für den Nachmittag standen noch einige Gespräche mit Ministerien an, an den ich Teil nehem durfte und dass war für mich natürlich ein Höhepunkt. Am Dienstag und am Mittwoch habe ich dann wieder auschließlich im Büro gearbeitet. Gestern Nachmittag sind wir dann mit einigen Kollegen aus dem Büro, nach Butare aufgebrochen um dort wieder die Delegation zu treffen, die zwischenzeitlich im Nebelwald und am Kivu-See war. Wir haben dort mit der ganzen Delegation ein Hotel belegt, und nach dem Abendessen in einzelnen Gruppen zusammengesessen. Heute morgen ging es dann in verschiedene Projekte. Ich begleitete die Staatssekretärin in ein Agroforst Projekt, dass die Uni Koblenz-Landau in Zusammenarbeit mit der Uni in Butare betreibt und mittlerweile abgeschlossen hat. Auf einem Versuchshang haben die Wissenschaftler die Nutzung von Ackerbau gepaart mit der Bepflanzung von Bäumen erforscht. Die Sinnvolle Terrassierung, stand dabei im Vordergrund. Die vielen gute Ergebnisse und Studien werden nun in einem Nachfolgeprojekt genutzt, um einen Schutzring um den Nebelwald (Nyungwe Forest) zu legen, der dort den Menschen spezielle Anbaumethoden vermittelt, um der Abholzung des Waldes entgegenzuwirken. Es handelt sich um ein sehr interessantes Projekt, dass durch eine hohe Förderung aus RLP möglich ist.
Bin jetzt eben um 5 Uhr heimgekommen und ziemlich erledigt. Morgen Abend wird es noch einen großen Empfang mit der Delegation und dem Botschafter geben und am Samstag bricht die Delegation wieder nach Rheinland-Pfalz auf.
Also bis dann.
PS: Habe meine neue Kamera bekommen und werde jetzt wieder starten Fotos zu machen und online zu stellen.
jetzt haben wir Donnerstag Abend (Entschuldigt aber diesen Entwurf konnte ich erst heute wegen technischer Probleme online stellen)und morgen ist die Arbeitswoche schon schon wieder vorbei. Am Montag waren wir mit der ganzen Delegation eine Schule einweihen. Es war meine erste Begegnung mit der Delegation. Einige der Mitglieder der Delegation kannte ich bereits näher, durch mein Praktikum in der Spd-Landtagsfraktion und auch sie erkannten mich wieder. Was mich natürlich sehr freute! Die Beurkundung der neuen Partnerschaft zwischen dieser ruandischen Schule und einer Schule aus Rheinland/Pfalz wurde auf dem Schulhof abgehalten. Zu diesem Zweck haben Angestellte der Schule einen großen Pavillion aufgebaut unter dem die Ehrengäste sich hinsetzen konnten. Wir sind mit einigen Kollegen bereits früher losgefahren, um die Vorbereitung der kleinen Feier zu begutachten und gegebenfalls ein wenig zu beschleunigen. Die Delegation erreichte die Schule jedoch später als geplant, da sich die Gespräche mit Vertretern der ruandischen Regierung in die Länge gezogen haben. Als die Delegation dann mit dem Autotross bzw. dem Bus angerollt kam, waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und die Feier konnte begingen. Es wurden die üblichen Reden gehalten und die Urkunde übergeben. Der Höhepunkt für die Kinder war aber eindeutig die Verteilung von großen Fussbällen und kleinen Plastikbällchen. Es ergab sich die Situation, dass alle Kinder auf die Tüte mit den Bällen losgestürmt sind und dabei die verteilende Staatssekretärin umzingelten und sie beinahe zu Boden gerissen hätten. Aber es ging gerade nochmal gut und die Lehrer schritten ein und scheuchten die Kinder zurück. Nach dem obligatorischen Foto mit den Kindern und den Mitgliedern der Delegation ging es dann wieder in Richtung Kigali. Auf dem Weg dorthin haben wir noch ein Mittagessen eingenommen und den Weg nach Kigali fortgesetzt. Für den Nachmittag standen noch einige Gespräche mit Ministerien an, an den ich Teil nehem durfte und dass war für mich natürlich ein Höhepunkt. Am Dienstag und am Mittwoch habe ich dann wieder auschließlich im Büro gearbeitet. Gestern Nachmittag sind wir dann mit einigen Kollegen aus dem Büro, nach Butare aufgebrochen um dort wieder die Delegation zu treffen, die zwischenzeitlich im Nebelwald und am Kivu-See war. Wir haben dort mit der ganzen Delegation ein Hotel belegt, und nach dem Abendessen in einzelnen Gruppen zusammengesessen. Heute morgen ging es dann in verschiedene Projekte. Ich begleitete die Staatssekretärin in ein Agroforst Projekt, dass die Uni Koblenz-Landau in Zusammenarbeit mit der Uni in Butare betreibt und mittlerweile abgeschlossen hat. Auf einem Versuchshang haben die Wissenschaftler die Nutzung von Ackerbau gepaart mit der Bepflanzung von Bäumen erforscht. Die Sinnvolle Terrassierung, stand dabei im Vordergrund. Die vielen gute Ergebnisse und Studien werden nun in einem Nachfolgeprojekt genutzt, um einen Schutzring um den Nebelwald (Nyungwe Forest) zu legen, der dort den Menschen spezielle Anbaumethoden vermittelt, um der Abholzung des Waldes entgegenzuwirken. Es handelt sich um ein sehr interessantes Projekt, dass durch eine hohe Förderung aus RLP möglich ist.
Bin jetzt eben um 5 Uhr heimgekommen und ziemlich erledigt. Morgen Abend wird es noch einen großen Empfang mit der Delegation und dem Botschafter geben und am Samstag bricht die Delegation wieder nach Rheinland-Pfalz auf.
Also bis dann.
PS: Habe meine neue Kamera bekommen und werde jetzt wieder starten Fotos zu machen und online zu stellen.
Freitag, 16. Oktober 2009
Beginn der Woche + Cyangugu
Hallo,
jetzt haben wir schon wieder Freitag und noch zwei Tage bis zum Ende dieser Woche. Ich muss aufpassen, dass ich es nicht in jedem Post erwähne, aber die Zeit geht sehr schnell um. Würde echt gern wissen, ob es nur mir so geht oder ob generell auf der ganzen Welt die Zeit in den letzten Monaten schneller vergeht:-). Vielleicht ist es auch einfach nur die afrikanische Zeit.
Die Woche begann wie immer mit unserer wöchentlichen Mitarbeiterversammlung und dem Hauptthema der Delegation, die nun morgen endlich eintreffen wird. In "Unserem Dritten"(SWR daheim in RLP) gab es über die Delegation auch bereits einen kleinen Beitrag und dasselbe ist hier geschehen. Allerdings nicht über das Fernsehprogramm sondern dem am weiten verbreitesten Massenmedium, dem Radio. Und so weiß nun ganz Ruanda Bescheid, dass eine Delegation aus Rheinland-Pfalz kommen wird.
Dienstag und Mittwoch waren geprägt von meiner täglichen Arbeit und der zusätzlichen Arbeit für die Delegation. Ich habe Pressemappen vorbereitet, ausgedruckt und geheftet um diese dann ins Parlament und in den Senat zu bringen, für die Abgeordneten und Senatoren die in Gespräche mit der rheinland-pfälzischen Seite treten werden. So wie ich manchmal bin habe ich meinen Pass vergessen und deswegen durfte ich leider nicht ins Parlamentsgebäude. Ich hätte mich echt Ohrfeigen können, diese Chance nicht ausgenutzt zu haben:-(.
Am Mittwoch bin ich dann mit meiner Kollegin aus dem Bereich der Mikroprojekte nach Cyangugu gefahren. Cyangugu ist eine Stadt am äußersten, süd-westlichen Zipfel von Ruanda, an der Grenze zum Kongo. Sie liegt unmittelbar am Kivusee. Auf dem Weg dorthin haben wir den Nyungwe-Wald passiert, ein Nationalpark, der noch ein Urwald ist. Durch den Wald führt eine einzige Straße. Leider haben wir kaum Tiere gesehen, da gleichzeitig mit uns etwa 70 Lkw's, beladen mit UN-Fahrzeugen und Containern ( für den Konflikt im Kongo ) über die Straße gebraust sind. Aber die typische Akkustik eines Urwaldes war deutlich zu hören. Viele Grillen haben gezirpt und andere undefinierbare Geräusche mischten sich. Es ist ein unbeschreibliches und einschüchternes Gefühl, wenn man durch einen so alten Wald fährt. Man hat teilweise das Gefühl, dass die Bäume miteinander reden. Ich habe dazu auch ein paar Fotos. Leider war das Wetter sehr diesig, deswegen ist die Qualität teilweise nicht gut. Werde sie morgen online stellen. Die Fahrt verlief nach dem Verlassen des Waldes entlang von riesigen Teeplantagen, die sich über mehrere Felder hingezogen haben. Und da im Moment gerade wieder Erntezeit ist, wuselten die Felder nur so von Menschen, die zwischen den Reihen arbeiteten.
Kurz vor Cyangugu bogen wir ab um eines unserer Projekte zu besuchen. Es handelt sich dabei um ein Seifenprojekt, dass eine einkommensschaffende Maßnahme ist. Das Projekt ist bei einer Pfarrgemeinde angesiedelt, die eine große neue Kirsche gebaut hat, weil die Letzte durch ein Erdbeben erhebliche Schäden davon getragen hat. Sie wurde unter anderem mit finanzieller Hilfe aus Rheinland-Pfalz wieder aufgebaut. Es war mittlerweile Nachmittag, da die Fahrt etwa 4 1/2 Stunden gedauert hat, so dass wir uns nach etwa 2 Stunden schon wieder auf den Weg gemacht haben, um unser Nachtquartier zu erreichen. Wir sind in einem pastoralen Zentrum unterkommen mit einem wunderbaren Blick auf den Kivusee und den angrenzenden Kongo. Wir bezogen kurz unsere Zimmer und machten uns dann auf den Weg zu einem Restaurant im Zentrum der Stadt. Es gab wie so oft Buffet. Mein absolutes Leibgerichte sind Bohnen. Ich liebe die roten Bohnen hier, die immer einen tollen rauchigen Geschmack haben und von der Konsistenz, als matschig angesehen werden können. Einfach gut. Und dazu die typischen Beilagen, wie Kochbananen, Reis, Kartoffeln und Maniok. Da der Tag sehr lang und anstrengend war, sind wir dann auch schsehr früh ins Bett geganegn. Am nächsten Morgen habe ich mir den Wecker bereits für halb 5 gestellt, da ich den Sonnenaufgang gepaart mit dem See, sehen wollte. Bedauerlichweise war alles trüb, als ich aus dem Fenster blickte und so ließ ich mich wieder in mein Bett plumpsen, um weiterzuschlafen. Jedoch wurde ich schnell wach, als ich die angepriesene warme Dusche nutzen wollte, die sich jedoch als bitterkalt herausstellte, so dass ich aufjedenfall hellwach war. Naja. Die zwei Monate haben die (meine) westlichen Gewohnheiten schon ein wenig reduziert und ich habein diesem Fall nur drüber geschmunzelt. Das Frühstück nahmen wir in dem selben Restaurant wie das Abendessen ein und starteten danach zu dem Anleger, um uns auf die einzige Insel Ruandas bringen zu lassen. Dort ist ein weiteres Projekt bzw. die Idee für Eines. Der See war sehr ruhig und wir setzten mit einem Boot über. Für alle Fälle trugen wir Schwimmwesten, da die Boote nur einen teilweise, vetrauensbildenden Eintrug machten. Auf der Insel angekommen, hieß es dann erstmal den Hüugel zu erklimmen um das Sektorbüro zu erreichen. Dort angekommen sprachen wir mit der Kooperative und beeilten uns ein wenig mit dem Tempo der Konversation, da dass Wetter nicht gut aussah und um so einem Wetterumschwung während der Ueberfahrt zu entgehen. Wir erreichten das Festland trocken und stiegen umgehend in dunser Auto, um nochmal an die Pfarrei vom Vortag zu fahren, um ein weiteres Gespräch mit einer anderen Gruppe zu führen. Wir waren froh, dass wir die Pfarrei heil erreicht haben, weil die Lenkstange unseres Jeeps abgebrochen ist. Es war echt nicht ungefährlich, aber der Fahrer hat es irgendwie geschaft, das Auto mit einem Rad zu lenken. Durch unsere Panne verlängerte sich unser Aufenthalt und beinahe sah es so aus, dort übernachten zu müssen. Aber unser Fahrer, unser Held für diesen Tag, hat auch dass geschafft und wir konnten am späten Nachmittag den Heimweg antreten und erreichten um neun Uhr Kigali. Der Trip war richtig spannend und schön. Und mit dieser Kollegin ist es immer sehr witzig, da sie zu jedem Spaß zu haben ist und viel Unsinn macht und auf der anderen Seite eine ungeheure Fachkompetenz hat. Einfach genial!
So genug für heute. Gehe jetzt mal was essen. Euch allen ein schönes Wochenende.
Bis dann
jetzt haben wir schon wieder Freitag und noch zwei Tage bis zum Ende dieser Woche. Ich muss aufpassen, dass ich es nicht in jedem Post erwähne, aber die Zeit geht sehr schnell um. Würde echt gern wissen, ob es nur mir so geht oder ob generell auf der ganzen Welt die Zeit in den letzten Monaten schneller vergeht:-). Vielleicht ist es auch einfach nur die afrikanische Zeit.
Die Woche begann wie immer mit unserer wöchentlichen Mitarbeiterversammlung und dem Hauptthema der Delegation, die nun morgen endlich eintreffen wird. In "Unserem Dritten"(SWR daheim in RLP) gab es über die Delegation auch bereits einen kleinen Beitrag und dasselbe ist hier geschehen. Allerdings nicht über das Fernsehprogramm sondern dem am weiten verbreitesten Massenmedium, dem Radio. Und so weiß nun ganz Ruanda Bescheid, dass eine Delegation aus Rheinland-Pfalz kommen wird.
Dienstag und Mittwoch waren geprägt von meiner täglichen Arbeit und der zusätzlichen Arbeit für die Delegation. Ich habe Pressemappen vorbereitet, ausgedruckt und geheftet um diese dann ins Parlament und in den Senat zu bringen, für die Abgeordneten und Senatoren die in Gespräche mit der rheinland-pfälzischen Seite treten werden. So wie ich manchmal bin habe ich meinen Pass vergessen und deswegen durfte ich leider nicht ins Parlamentsgebäude. Ich hätte mich echt Ohrfeigen können, diese Chance nicht ausgenutzt zu haben:-(.
Am Mittwoch bin ich dann mit meiner Kollegin aus dem Bereich der Mikroprojekte nach Cyangugu gefahren. Cyangugu ist eine Stadt am äußersten, süd-westlichen Zipfel von Ruanda, an der Grenze zum Kongo. Sie liegt unmittelbar am Kivusee. Auf dem Weg dorthin haben wir den Nyungwe-Wald passiert, ein Nationalpark, der noch ein Urwald ist. Durch den Wald führt eine einzige Straße. Leider haben wir kaum Tiere gesehen, da gleichzeitig mit uns etwa 70 Lkw's, beladen mit UN-Fahrzeugen und Containern ( für den Konflikt im Kongo ) über die Straße gebraust sind. Aber die typische Akkustik eines Urwaldes war deutlich zu hören. Viele Grillen haben gezirpt und andere undefinierbare Geräusche mischten sich. Es ist ein unbeschreibliches und einschüchternes Gefühl, wenn man durch einen so alten Wald fährt. Man hat teilweise das Gefühl, dass die Bäume miteinander reden. Ich habe dazu auch ein paar Fotos. Leider war das Wetter sehr diesig, deswegen ist die Qualität teilweise nicht gut. Werde sie morgen online stellen. Die Fahrt verlief nach dem Verlassen des Waldes entlang von riesigen Teeplantagen, die sich über mehrere Felder hingezogen haben. Und da im Moment gerade wieder Erntezeit ist, wuselten die Felder nur so von Menschen, die zwischen den Reihen arbeiteten.
Kurz vor Cyangugu bogen wir ab um eines unserer Projekte zu besuchen. Es handelt sich dabei um ein Seifenprojekt, dass eine einkommensschaffende Maßnahme ist. Das Projekt ist bei einer Pfarrgemeinde angesiedelt, die eine große neue Kirsche gebaut hat, weil die Letzte durch ein Erdbeben erhebliche Schäden davon getragen hat. Sie wurde unter anderem mit finanzieller Hilfe aus Rheinland-Pfalz wieder aufgebaut. Es war mittlerweile Nachmittag, da die Fahrt etwa 4 1/2 Stunden gedauert hat, so dass wir uns nach etwa 2 Stunden schon wieder auf den Weg gemacht haben, um unser Nachtquartier zu erreichen. Wir sind in einem pastoralen Zentrum unterkommen mit einem wunderbaren Blick auf den Kivusee und den angrenzenden Kongo. Wir bezogen kurz unsere Zimmer und machten uns dann auf den Weg zu einem Restaurant im Zentrum der Stadt. Es gab wie so oft Buffet. Mein absolutes Leibgerichte sind Bohnen. Ich liebe die roten Bohnen hier, die immer einen tollen rauchigen Geschmack haben und von der Konsistenz, als matschig angesehen werden können. Einfach gut. Und dazu die typischen Beilagen, wie Kochbananen, Reis, Kartoffeln und Maniok. Da der Tag sehr lang und anstrengend war, sind wir dann auch schsehr früh ins Bett geganegn. Am nächsten Morgen habe ich mir den Wecker bereits für halb 5 gestellt, da ich den Sonnenaufgang gepaart mit dem See, sehen wollte. Bedauerlichweise war alles trüb, als ich aus dem Fenster blickte und so ließ ich mich wieder in mein Bett plumpsen, um weiterzuschlafen. Jedoch wurde ich schnell wach, als ich die angepriesene warme Dusche nutzen wollte, die sich jedoch als bitterkalt herausstellte, so dass ich aufjedenfall hellwach war. Naja. Die zwei Monate haben die (meine) westlichen Gewohnheiten schon ein wenig reduziert und ich habein diesem Fall nur drüber geschmunzelt. Das Frühstück nahmen wir in dem selben Restaurant wie das Abendessen ein und starteten danach zu dem Anleger, um uns auf die einzige Insel Ruandas bringen zu lassen. Dort ist ein weiteres Projekt bzw. die Idee für Eines. Der See war sehr ruhig und wir setzten mit einem Boot über. Für alle Fälle trugen wir Schwimmwesten, da die Boote nur einen teilweise, vetrauensbildenden Eintrug machten. Auf der Insel angekommen, hieß es dann erstmal den Hüugel zu erklimmen um das Sektorbüro zu erreichen. Dort angekommen sprachen wir mit der Kooperative und beeilten uns ein wenig mit dem Tempo der Konversation, da dass Wetter nicht gut aussah und um so einem Wetterumschwung während der Ueberfahrt zu entgehen. Wir erreichten das Festland trocken und stiegen umgehend in dunser Auto, um nochmal an die Pfarrei vom Vortag zu fahren, um ein weiteres Gespräch mit einer anderen Gruppe zu führen. Wir waren froh, dass wir die Pfarrei heil erreicht haben, weil die Lenkstange unseres Jeeps abgebrochen ist. Es war echt nicht ungefährlich, aber der Fahrer hat es irgendwie geschaft, das Auto mit einem Rad zu lenken. Durch unsere Panne verlängerte sich unser Aufenthalt und beinahe sah es so aus, dort übernachten zu müssen. Aber unser Fahrer, unser Held für diesen Tag, hat auch dass geschafft und wir konnten am späten Nachmittag den Heimweg antreten und erreichten um neun Uhr Kigali. Der Trip war richtig spannend und schön. Und mit dieser Kollegin ist es immer sehr witzig, da sie zu jedem Spaß zu haben ist und viel Unsinn macht und auf der anderen Seite eine ungeheure Fachkompetenz hat. Einfach genial!
So genug für heute. Gehe jetzt mal was essen. Euch allen ein schönes Wochenende.
Bis dann
Sonntag, 11. Oktober 2009
Das Ende der Woche ist da...
Guten Abend,
wie bereits in meinem letzten Eintrag erwähnt, ist das Ende der Woche da. Es ist echt unglaublich wie schnell die Zeit seit Donnerstag umgegangen ist.
Aber es liegt zum Teil daran, dass ich die letzten Tage sehr viel auf Achse war und dadurch verliert man ein wenig den Bezug zur Zeit.
Am Freitag war ich mit meiner Kollegin, aus dem Bereich der Mikroprojekte ( also die Kollegin, die in dem Büro nebenan sitzt), im Norden des Landes, um eine Gruppe zu besuchen, die ein "Schneider-Projekt" betreibt. Die Fahrt dort hin dauerte nur eine Stunde und die Lage des Projekt ist richtig gut, da es direkt an der Hauptstraße lag. Und so ist uns der Weg über schlechte Pisten erspart geblieben.
Die Kooperative hat ein kleines Büro, in dem ihr Vorsitzende die Büroarbeit erledigt. Da die Gruppe zum großen Teil aus behinderten Menschen besteht, war es auch nicht verwunderlich, dass der Vorsitzende eine Behinderung hat. Er ist blind, spricht aber Englisch und Französich recht fließend. Mit ihm haben wir einen kleinen Rundgang unternommen und ich "durfte" ihn führen, da er bat an den Arm des Mzungu ( =Weißen ) zu können. Habe ich natürlich gern gemacht und damit war nicht mehr allein mir die Aufmerksamkeit sicher, sondern er hat sie auch erfahren :-). Naja, aber dass ist inzwischen alles Alltag für mich geworden.
Die Werkstatt der Gruppe war ein kleiner Raum, der mit Maschinen überfüllt war. Leider muss dieser Raum angemietet werden, was zusätzlich Kosten bereitet. Deswegen ist es uns ein Anliegen, ein Gebäude für diese Kopperative zu errichten, um geeignete Räumlichkeiten zu schaffen, die eine Art Expandtion ermöglichen. Denn die Gruppe besteht aus beinahe 1500 Menschen. Während unseres Aufenthaltes hat meine Kollegin ein wenig mit den Mitarbteiern diskutiert und öfters übersetzt sie dann für mich, was ich sehr lustig finde, weil ich dann immer aufschrecke. Da ich, wenn sie Kinayrwanda babelt, mich oft umsehe und nicht mehr auf sie achte, da ich eh nichts verstehe, außer ein paar einzelnen Wörtern.
Die Gelegenheit, dass ein großer Markt direkt vor den Räumlichkeiten der Gruppe liegt, habe ich genutzt, um eine große Menge Maracujas einzukaufen. Maracujas werden viele kennen, nur wie sie genau aussehen, war mir bis zu meiner Ankunft auch nicht so richtig bewusst. Es sind kleine, braune Früchte die eine starke, lederartige Haut besitzen und mit der Zeit regelrecht verschrumpeln. Wir brauchten viele von den Früchten um einen Saft bzw. ein Getränk aus Wasser, Zucker, zeriebenen Möhren und eben diesen Maracujas herzuerstellen. Erst wird alles vermischt und eine kurze Zeit ziehen gelassen, dann abgesiebt und fertig. Es schmeckt sehr gut und erinnert mich an ACE-Saft.
So zurück zum Freitag. Wir haben uns dann nicht mehr allzu lange aufgehalten und sind zügig heimgefahren. Zwischendurch haben wir noch kurz angehalten, um an einem Straßenrestaurant bzw. es ist mehr ein Grillstand, uns etwas zum Mittagessen zu kaufen. Es gibt dort recht leckere Bruchette ( Die Ziegenspieße :-), die auf einem Holzkohlegrill gegart werden) und große, halbe Kartoffeln, die frittiert werden und zum Erwärmen nochmal auf den Grill gelegt werden. Sehr lecker! Ich wünschte Ihr könntet es auch mal probieren.
Nach unserer Ankunft im Büro, habe ich noch kurz einen kleinen Artikel fertiggestellt und bin danach ins Wochenende gestartet.
Am Freitag Abend waren wir bei Freunden eingeladen und haben zusammen gesessen und was getrunken, um dann danach noch weiter zu ziehen. War ein ganz lustiger Abend. Meine Gedanken kreisten allerdings oft um eine meiner besten Freunde. Maddi hat an diesem Abend ihren Geburtstag nachgefeiert und es hat mir echt Leid getan, nicht dabei sein zu können. Habe die ganze Zeit an sie denken müssne und an Freunde, die auch anwesend war.
Der Samstag war ein echt toller Tag. Ich war auf einer ruandischen Hochzeit eingeladen. Und zwar hat der Neffe meiner Kollegin geheiratet und sie hat mich eingeladen, weil sie unter anderem die Organisatorin war. Bin so gegen vier in den Ort gefahren, er liegt ein wenig aushalb von Kigali, aber ist mit dem Bus gut zu erreichen. So saß ich dann im Bus mit meinem Anzug und meiner Krawatte, umgeben von Ruandern, die mich lachend begutachtet haben und sich wahrscheinlich gedacht haben " Endlich mal ein Weißer der auch gut bekleidet mit dem Bus fährt" :-). Bin dann so gegen fünf angekommen und kurze Zeit später traf auch das Brautpaar ein, da die kirchliche Hochzeit im Osten des Landes stattgefunden hat. Hier in Kigali wurde nochmal eine Art Zeremonie abgehalten und mit drei Stunden, ist dass ja schon ziemlich stattlich. Die Feier war in einem großen Raum, der mit vielen Tüchern und Blumen geschmückt war und nach dem feierlichen Einzug des Brautpaares, dass von Tänzerinnen begleitet wurde, gab es viele "Rituale". So zum Beispiel hat das Oberhaupt der Familie des Bräutigam dem Oberhaupt der Familie der Braut, das Getränk serviert und sich mit langen Reden bedankt. Die Torte wurde angeschnitten, Geschenke übergeben. Das Brautpaar hat vier Kühe bekommen und auch eine Reise nach Tansania. Es gab außerdem viele ruandische Tänze und Einlagen. Und eine extra organisierter Kameramann hat seine Arbeit gemacht und hat alles auf Video festgehalten. Es warrund um wirklich eine tolle Feier, die einige Parallelen zu einer deutsche Hochzeit hat, wenn auch nur ein paar!!
Heute waren wir wieder Volleyball gucken und zwar diesmal ein Männerspiel, die eine ungeheure Kraft in die Schläge legen können. So gegen fünf war ich dann zum Tennis verabredet. Die Plätze bestanden aus Beton und war nur ein wenig mit dem typischen roten Sand bestreut, weswegen mir auch die ganzen Gelenke und die Hüften schmerzen (durch den Beton federt der Bodne nicht). Und richtig rutschen bzw. laufen ging auch nicht so gut. Also es waren wirklich viele Umstellungen und das Beste war mein lautes Schnaufen. Denn Ruanda liegt so hoch und dementsprechend ist auch die Luft dünner und ich habe ganz schön kämpfen müssen. Aber ich denke an die Leistungssportler, die auch Höhentraining machen und das wird, wenn ich wieder zurück nach Deutschland komme, helfen :-).
So das wars. Melde mich in der kommenden Woche wieder. Schönen Abend Euch allen.
Murahbeho
wie bereits in meinem letzten Eintrag erwähnt, ist das Ende der Woche da. Es ist echt unglaublich wie schnell die Zeit seit Donnerstag umgegangen ist.
Aber es liegt zum Teil daran, dass ich die letzten Tage sehr viel auf Achse war und dadurch verliert man ein wenig den Bezug zur Zeit.
Am Freitag war ich mit meiner Kollegin, aus dem Bereich der Mikroprojekte ( also die Kollegin, die in dem Büro nebenan sitzt), im Norden des Landes, um eine Gruppe zu besuchen, die ein "Schneider-Projekt" betreibt. Die Fahrt dort hin dauerte nur eine Stunde und die Lage des Projekt ist richtig gut, da es direkt an der Hauptstraße lag. Und so ist uns der Weg über schlechte Pisten erspart geblieben.
Die Kooperative hat ein kleines Büro, in dem ihr Vorsitzende die Büroarbeit erledigt. Da die Gruppe zum großen Teil aus behinderten Menschen besteht, war es auch nicht verwunderlich, dass der Vorsitzende eine Behinderung hat. Er ist blind, spricht aber Englisch und Französich recht fließend. Mit ihm haben wir einen kleinen Rundgang unternommen und ich "durfte" ihn führen, da er bat an den Arm des Mzungu ( =Weißen ) zu können. Habe ich natürlich gern gemacht und damit war nicht mehr allein mir die Aufmerksamkeit sicher, sondern er hat sie auch erfahren :-). Naja, aber dass ist inzwischen alles Alltag für mich geworden.
Die Werkstatt der Gruppe war ein kleiner Raum, der mit Maschinen überfüllt war. Leider muss dieser Raum angemietet werden, was zusätzlich Kosten bereitet. Deswegen ist es uns ein Anliegen, ein Gebäude für diese Kopperative zu errichten, um geeignete Räumlichkeiten zu schaffen, die eine Art Expandtion ermöglichen. Denn die Gruppe besteht aus beinahe 1500 Menschen. Während unseres Aufenthaltes hat meine Kollegin ein wenig mit den Mitarbteiern diskutiert und öfters übersetzt sie dann für mich, was ich sehr lustig finde, weil ich dann immer aufschrecke. Da ich, wenn sie Kinayrwanda babelt, mich oft umsehe und nicht mehr auf sie achte, da ich eh nichts verstehe, außer ein paar einzelnen Wörtern.
Die Gelegenheit, dass ein großer Markt direkt vor den Räumlichkeiten der Gruppe liegt, habe ich genutzt, um eine große Menge Maracujas einzukaufen. Maracujas werden viele kennen, nur wie sie genau aussehen, war mir bis zu meiner Ankunft auch nicht so richtig bewusst. Es sind kleine, braune Früchte die eine starke, lederartige Haut besitzen und mit der Zeit regelrecht verschrumpeln. Wir brauchten viele von den Früchten um einen Saft bzw. ein Getränk aus Wasser, Zucker, zeriebenen Möhren und eben diesen Maracujas herzuerstellen. Erst wird alles vermischt und eine kurze Zeit ziehen gelassen, dann abgesiebt und fertig. Es schmeckt sehr gut und erinnert mich an ACE-Saft.
So zurück zum Freitag. Wir haben uns dann nicht mehr allzu lange aufgehalten und sind zügig heimgefahren. Zwischendurch haben wir noch kurz angehalten, um an einem Straßenrestaurant bzw. es ist mehr ein Grillstand, uns etwas zum Mittagessen zu kaufen. Es gibt dort recht leckere Bruchette ( Die Ziegenspieße :-), die auf einem Holzkohlegrill gegart werden) und große, halbe Kartoffeln, die frittiert werden und zum Erwärmen nochmal auf den Grill gelegt werden. Sehr lecker! Ich wünschte Ihr könntet es auch mal probieren.
Nach unserer Ankunft im Büro, habe ich noch kurz einen kleinen Artikel fertiggestellt und bin danach ins Wochenende gestartet.
Am Freitag Abend waren wir bei Freunden eingeladen und haben zusammen gesessen und was getrunken, um dann danach noch weiter zu ziehen. War ein ganz lustiger Abend. Meine Gedanken kreisten allerdings oft um eine meiner besten Freunde. Maddi hat an diesem Abend ihren Geburtstag nachgefeiert und es hat mir echt Leid getan, nicht dabei sein zu können. Habe die ganze Zeit an sie denken müssne und an Freunde, die auch anwesend war.
Der Samstag war ein echt toller Tag. Ich war auf einer ruandischen Hochzeit eingeladen. Und zwar hat der Neffe meiner Kollegin geheiratet und sie hat mich eingeladen, weil sie unter anderem die Organisatorin war. Bin so gegen vier in den Ort gefahren, er liegt ein wenig aushalb von Kigali, aber ist mit dem Bus gut zu erreichen. So saß ich dann im Bus mit meinem Anzug und meiner Krawatte, umgeben von Ruandern, die mich lachend begutachtet haben und sich wahrscheinlich gedacht haben " Endlich mal ein Weißer der auch gut bekleidet mit dem Bus fährt" :-). Bin dann so gegen fünf angekommen und kurze Zeit später traf auch das Brautpaar ein, da die kirchliche Hochzeit im Osten des Landes stattgefunden hat. Hier in Kigali wurde nochmal eine Art Zeremonie abgehalten und mit drei Stunden, ist dass ja schon ziemlich stattlich. Die Feier war in einem großen Raum, der mit vielen Tüchern und Blumen geschmückt war und nach dem feierlichen Einzug des Brautpaares, dass von Tänzerinnen begleitet wurde, gab es viele "Rituale". So zum Beispiel hat das Oberhaupt der Familie des Bräutigam dem Oberhaupt der Familie der Braut, das Getränk serviert und sich mit langen Reden bedankt. Die Torte wurde angeschnitten, Geschenke übergeben. Das Brautpaar hat vier Kühe bekommen und auch eine Reise nach Tansania. Es gab außerdem viele ruandische Tänze und Einlagen. Und eine extra organisierter Kameramann hat seine Arbeit gemacht und hat alles auf Video festgehalten. Es warrund um wirklich eine tolle Feier, die einige Parallelen zu einer deutsche Hochzeit hat, wenn auch nur ein paar!!
Heute waren wir wieder Volleyball gucken und zwar diesmal ein Männerspiel, die eine ungeheure Kraft in die Schläge legen können. So gegen fünf war ich dann zum Tennis verabredet. Die Plätze bestanden aus Beton und war nur ein wenig mit dem typischen roten Sand bestreut, weswegen mir auch die ganzen Gelenke und die Hüften schmerzen (durch den Beton federt der Bodne nicht). Und richtig rutschen bzw. laufen ging auch nicht so gut. Also es waren wirklich viele Umstellungen und das Beste war mein lautes Schnaufen. Denn Ruanda liegt so hoch und dementsprechend ist auch die Luft dünner und ich habe ganz schön kämpfen müssen. Aber ich denke an die Leistungssportler, die auch Höhentraining machen und das wird, wenn ich wieder zurück nach Deutschland komme, helfen :-).
So das wars. Melde mich in der kommenden Woche wieder. Schönen Abend Euch allen.
Murahbeho
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Die Woche geht schon wieder zu Ende....
Hallo Ihr Lieben,
wie die Überschrift schon wiedergibt, rast die Zeit immer weiter und das Ende dieser Woche, zumindest der "Arbeitswoche" steht schon wieder bevor. Mit der Zeit arbeitet sich wirklich eine gewisse Routine ein. Mittlerweile weiß ich genau welche Aufgaben ich zu erledigen habe und gewöhne mich immer mehr an die Denkweise meine Kollegen und bekomme so langsam ein Gefühl, wann welche Sache ansteht und wie damit umgegangen werden muss. Ich fühle mich als Teil des Büros und habe, so ist mein Gefühl, einen festen Platz in der Gruppe gefunden. Meine zwei Kolleginnen binden mich unheimlich in die Arbeit ein und dass im wahrsten Sinne des Wortes. Aber es macht wirklich Spass und das Tolle ist, ich kann eigene Ideen und Vorhaben einbringen und erfahre Zuspruch durch meine beiden Damen. Echt super. Wie bereits erwähnt kommt der Besuch der Delegation immer näher und damit die Arbeit, denn bestimmte Bereiche müssen bis dahin fertig sein und selbstverständlich wollen wir einen guten Eindruck machen und zeigen, dass wir wirklich eine gute Truppe sind, die den Partnerschaftsgedanken versucht so weit es geht zu unterstützen und möglich zu machen.
Am vergangenen Dienstag stand ein Besuch im Westen des Landes an und zwar in der Nähe von Giseny. Diese Stadt, immerhin die zweitgrößte in Ruanda, liegt unmittelbar am Kivu-See und nur wenige Kilometer zu der Grenze zum Kongo. Dort haben meine Chefin, meine Kollegin, angereiste Journalisten aus Deutschland und ich, eine Kooperative und eine Sportmannschaft von behinderten Menschen besucht. Viele der Mitglieder dieser Kooperative haben körperliche wie auch geistige Behinderungen, darunter befinden sich auch viele Kinder. Die Journalisten haben einen größeren Betrag an Spenden gesammelt und wollten sich nun den Bestimmungsort dafür ansehen. Deswegen hatte uns die Sportmannschaft eingeladen ein Volleyballspiel anzuschauen, dass natürlich von behinderten Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen ausgetragen wurde. Die Regeln bei diesem Volleyballspiel sind ein wenig abgewandelt und zwar darf der Ball immer einmal auf den Boden aufkommen und muss dann erst, einem Spieler der eigenen Mannschaft zugespielt werden, der ihn auch wieder aufkommen lassen kann. Zu dem sitzen die Spieler auf dem Boden und rutschen und robben über die Spielfläche und es ist wirklich atemberaubend und fantastisch wie flink und wie schnell sie reagieren. Es kamen viele Leute um den Spiel beizuwohnen und dementsprechend war auch die Stimmung sehr gut. Nach dem Spiel setzten sich alle Leute zusammen und es wurde ein wenig diskutiert. Für meine Kollegin bedeutet dass immer Schwerstarbeit, weil sie in Kinayrwanda übersetzen muss, da die Landbevölkerung nur diese Sprache spricht. Aber es klappt immer sehr gut. Ganz besonderst irritierend, wobei dass nicht negativ gemeint ist, waren die Albinokinder, die dieser Kooperative angehören. Es ist einfach seltsam weiße Kinder unter schwarzen Kindern zu sehen und man kann sich vorstellen wie schwer es einerseits für die Kinder ist, unter schwarzen Verwandten aufzuwachsen. Auf der anderen Seite auch schwer für die Eltern, denn solche "Behinderungen" sind in der Gesellschaft ungewöhnlich und daher teilweise problematisch. Aber die Kinder und Eltern in dieser Kooperative sind gut integriert. Allerdings kämpfen die Kinder mit vielen Gefahren, die hauptsächlich von der starken Sonne ausgehen und so hatte ein Kind zum Beispiel richtig verbrannte, rote Hände, weil Sonnenmilch in Afrika wenig verbreitet und sehr teuer ist. Aber dass muss man auch erstmal wissen oder sich nochmal ins Gedächtnis rufen, dass solche einfachen Dinge hier unten einfach nicht gebraucht werden, weil die Menschnen ihren natürlichen Sonnenschutz haben. Und manche werden sagen, dass es doch logisch sei, dass die keine Sonnenmilch brauchen, aber keiner denkt dabei zum Beispiel an Albinokinder. Es sind manchmal einfach kleinste Probleme mit denen hier gekämpft werden muss und es gibt so viele Faktoren, die in eine Lösung einfließen müssen und ich schätze es sehr, diese kleinen und kleinsten Mosaiksteine, nun vor Ort erfahren zu dürfen. Ich merke wie facettenreich Enticklungzusammenarbeit einfach sein muss und dass es nicht nur darauf ankommt Geld in große, allgemeine Porjekte hineinzupumpen, sondern dass man auf die Probleme der einzelnen Menschen eingehen muss und sie fragen muss, wie sie ihre eigene Lage sehen und was Ihnen helfen würde. Und erst daraus können die richtigen Schlüsse und Ansätze erarbeitet werden.
Für diese Kooperative gibt es den Ansatz, dass ein Gebäude benötigt wird in dem sie ihre Arbeit, nämlich die handwerkliche Produktion von verschiedensten Produkten erweitern können. Ebenfalls ist angedacht in diesem Gebäude einen Raum für Physiotherapie zu intergrieren, um den behinderten Menschen eine Chance zu geben eine verbesserte körperliche Mobilität zu erlangen und damit Verbesserung zu schaffen. Desweiteren ist ein Büro von Nöten, um die große Anzahl von Mitgliedern zu verwalten. Alle diese Ansätze wurde mit den Menschen diskutiert. Wie ihr seht, ist es ein grösseres Vorhaben, aber wir glauben daran, dass wir die nötigen Mittel zusammen bekommen werden. Nach dem Besuch des Projektes haben wir etwas am Sandstrand des Kivusees gegessen und den Schatten von Palmen genossen.
Die beiden letzten Tag habe ich im Büro verbracht und meinen Berg von Arbeit gut abgearbeitet. Ihr merkt ich gebe Gas, weil ich jetzt hinüber ins Haus gehen möchte um etwas zu Essen. Habe großen Hunger. Schönen Abend Euch allen. Bis dann
Bis dann
wie die Überschrift schon wiedergibt, rast die Zeit immer weiter und das Ende dieser Woche, zumindest der "Arbeitswoche" steht schon wieder bevor. Mit der Zeit arbeitet sich wirklich eine gewisse Routine ein. Mittlerweile weiß ich genau welche Aufgaben ich zu erledigen habe und gewöhne mich immer mehr an die Denkweise meine Kollegen und bekomme so langsam ein Gefühl, wann welche Sache ansteht und wie damit umgegangen werden muss. Ich fühle mich als Teil des Büros und habe, so ist mein Gefühl, einen festen Platz in der Gruppe gefunden. Meine zwei Kolleginnen binden mich unheimlich in die Arbeit ein und dass im wahrsten Sinne des Wortes. Aber es macht wirklich Spass und das Tolle ist, ich kann eigene Ideen und Vorhaben einbringen und erfahre Zuspruch durch meine beiden Damen. Echt super. Wie bereits erwähnt kommt der Besuch der Delegation immer näher und damit die Arbeit, denn bestimmte Bereiche müssen bis dahin fertig sein und selbstverständlich wollen wir einen guten Eindruck machen und zeigen, dass wir wirklich eine gute Truppe sind, die den Partnerschaftsgedanken versucht so weit es geht zu unterstützen und möglich zu machen.
Am vergangenen Dienstag stand ein Besuch im Westen des Landes an und zwar in der Nähe von Giseny. Diese Stadt, immerhin die zweitgrößte in Ruanda, liegt unmittelbar am Kivu-See und nur wenige Kilometer zu der Grenze zum Kongo. Dort haben meine Chefin, meine Kollegin, angereiste Journalisten aus Deutschland und ich, eine Kooperative und eine Sportmannschaft von behinderten Menschen besucht. Viele der Mitglieder dieser Kooperative haben körperliche wie auch geistige Behinderungen, darunter befinden sich auch viele Kinder. Die Journalisten haben einen größeren Betrag an Spenden gesammelt und wollten sich nun den Bestimmungsort dafür ansehen. Deswegen hatte uns die Sportmannschaft eingeladen ein Volleyballspiel anzuschauen, dass natürlich von behinderten Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen ausgetragen wurde. Die Regeln bei diesem Volleyballspiel sind ein wenig abgewandelt und zwar darf der Ball immer einmal auf den Boden aufkommen und muss dann erst, einem Spieler der eigenen Mannschaft zugespielt werden, der ihn auch wieder aufkommen lassen kann. Zu dem sitzen die Spieler auf dem Boden und rutschen und robben über die Spielfläche und es ist wirklich atemberaubend und fantastisch wie flink und wie schnell sie reagieren. Es kamen viele Leute um den Spiel beizuwohnen und dementsprechend war auch die Stimmung sehr gut. Nach dem Spiel setzten sich alle Leute zusammen und es wurde ein wenig diskutiert. Für meine Kollegin bedeutet dass immer Schwerstarbeit, weil sie in Kinayrwanda übersetzen muss, da die Landbevölkerung nur diese Sprache spricht. Aber es klappt immer sehr gut. Ganz besonderst irritierend, wobei dass nicht negativ gemeint ist, waren die Albinokinder, die dieser Kooperative angehören. Es ist einfach seltsam weiße Kinder unter schwarzen Kindern zu sehen und man kann sich vorstellen wie schwer es einerseits für die Kinder ist, unter schwarzen Verwandten aufzuwachsen. Auf der anderen Seite auch schwer für die Eltern, denn solche "Behinderungen" sind in der Gesellschaft ungewöhnlich und daher teilweise problematisch. Aber die Kinder und Eltern in dieser Kooperative sind gut integriert. Allerdings kämpfen die Kinder mit vielen Gefahren, die hauptsächlich von der starken Sonne ausgehen und so hatte ein Kind zum Beispiel richtig verbrannte, rote Hände, weil Sonnenmilch in Afrika wenig verbreitet und sehr teuer ist. Aber dass muss man auch erstmal wissen oder sich nochmal ins Gedächtnis rufen, dass solche einfachen Dinge hier unten einfach nicht gebraucht werden, weil die Menschnen ihren natürlichen Sonnenschutz haben. Und manche werden sagen, dass es doch logisch sei, dass die keine Sonnenmilch brauchen, aber keiner denkt dabei zum Beispiel an Albinokinder. Es sind manchmal einfach kleinste Probleme mit denen hier gekämpft werden muss und es gibt so viele Faktoren, die in eine Lösung einfließen müssen und ich schätze es sehr, diese kleinen und kleinsten Mosaiksteine, nun vor Ort erfahren zu dürfen. Ich merke wie facettenreich Enticklungzusammenarbeit einfach sein muss und dass es nicht nur darauf ankommt Geld in große, allgemeine Porjekte hineinzupumpen, sondern dass man auf die Probleme der einzelnen Menschen eingehen muss und sie fragen muss, wie sie ihre eigene Lage sehen und was Ihnen helfen würde. Und erst daraus können die richtigen Schlüsse und Ansätze erarbeitet werden.
Für diese Kooperative gibt es den Ansatz, dass ein Gebäude benötigt wird in dem sie ihre Arbeit, nämlich die handwerkliche Produktion von verschiedensten Produkten erweitern können. Ebenfalls ist angedacht in diesem Gebäude einen Raum für Physiotherapie zu intergrieren, um den behinderten Menschen eine Chance zu geben eine verbesserte körperliche Mobilität zu erlangen und damit Verbesserung zu schaffen. Desweiteren ist ein Büro von Nöten, um die große Anzahl von Mitgliedern zu verwalten. Alle diese Ansätze wurde mit den Menschen diskutiert. Wie ihr seht, ist es ein grösseres Vorhaben, aber wir glauben daran, dass wir die nötigen Mittel zusammen bekommen werden. Nach dem Besuch des Projektes haben wir etwas am Sandstrand des Kivusees gegessen und den Schatten von Palmen genossen.
Die beiden letzten Tag habe ich im Büro verbracht und meinen Berg von Arbeit gut abgearbeitet. Ihr merkt ich gebe Gas, weil ich jetzt hinüber ins Haus gehen möchte um etwas zu Essen. Habe großen Hunger. Schönen Abend Euch allen. Bis dann
Bis dann
Sonntag, 4. Oktober 2009
Dienstag (Komera), Mittwoch (Byumba), Donnerstag+Freitag (Matimba)
Muraho (Guten Tag),
Amakuru (Wie gehts?). Das sind die beiden Wörter, die man bereits in den ersten Tagen seines Aufenthaltes lernt. Mittlerweile sind sie mir richtig vertraut geworden und ich benutze sie jeden Tag. So, der nächste Post steht an und ich werde über meine vergangene Woche berichten. Es war eine sehr aufregende und schöne Woche und ich war nur am Montag im Büro und die anderen Tage, in drei verschiedenen Himmelsrichtungen unterwegs. Am Dienstag sind meine Kollegin, meine Chefin und eine andere Freiwillige (die in einem unserer Projekte arbeitet und sich ein wenig andere Projekte anschaut) und ich, in den Westen des Landes gefahren. Unser Ziel liegt in unmittelbarer Sichtweite des Kivu-Sees und wir fanden eine tolle Aussicht vor. Bei dem Projekt handelt es sich um ein Zentrum für geistig- und körperliche behinderte Kinder und Jugendliche. Die Vielzahl der Jugendlichen kommen den Tag über in das Zentrum, gehen aber gegen Abend heim bzw. werden abgeholt und verbringen die Nacht im Haus der Eltern. Ein Großteil der Jugendlichen kann nicht sprechen und so haben wir direkt am Beginn unseres Besuches erfahren, dass sich selbstverständlich auch, ruandische Kinder in Gebärdensprache unterhalten. Zu dem haben die Kinder eine unglaubliche Beobachtungsgabe und mustern ihren Gegenüber, präzise. Direkt wurden uns "Neuen", verschiedenen Namen gegeb
en, die die Kindern in Absprache untereinander und der besagten Musterung ausdiskutieren und in meinem Fall, wen wunderts, wurde natürlich meine Körpergröße direkt in ein Zeichen transferiert (um meinen "Namen" zu zeigen, nehme man den Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand und streiche zweimal schnell hintereinander vom Kehllkopf aufwärts bis zum Ansatz des Kinns). Sehr witzig:-). Die Kinder sind dort, gemäß ihren körperlichen bzw. geistlichen Einschränkungen verschiedenen Häusern, auf dem Gelände, zugeteilt. Zum Beispiel gibt es ein Haus für traumatisierte Kinder. In den Häusern gibt es jeweils einen großen, sehr gut ausgestatteten Klassenraum, teilweise mit Fernseher und DVD-Player. An den Wänden hängen viele verschiedene Karten und Poster auf denen bestimmte Begriffe, mit den entsprechenden Zeichen der Gebärdesprache visualisiert sind. Die Schüler werden betreut von einem Lehrer und einem Hilfslehrer ( der auch stumm ist und in Gebärdensprache ausgebildet wurde) die sich mit vollem Einsatz um die Kinder kümmern und alle Fächer, unter anderem Mathe und Englisch, vermitteln. Die andere Freiwillige und ich saßen mit aufgerissenen Augen im Klassenraum und haben am Unterricht teilgenommen und waren einfach nur platt, wie toll die Kinder gefördert werden und wie sie ihre Intelligenz ( die ohne Zeifel jeder von ihnen hat) einsetzen und entwicklen können. Einfach toll!
Die Jugendlichen werden versorgt und bekommen Frühstück, Mittagessen und Abendessen und haben viel Zeit zum Spielen und Lernen. Im Verlauf des Besuches haben wir zwei Freiwillige, die ganze Zeit mit den Kindern gespielt und uns riesig gefreut wie fröhlich und aufgeschlossen die Kinder sind. Einfach umwerfend! Nach dem Mittagessen haben wir noch kurz, ein weiteres Zentrum besucht, weil im Moment zwei deutsche Partner aus RLP vor Ort sind und sich das andere Zentrum, auch anschauen wollten. Es war ein sehr schöner Tag, auch wenn die Wegstrecke sehr anstrengend war, hat es sich gelohnt, diese auf sich zu nehmen um so diese Einrichtung zu erkunden und vielleicht auch zu begreifen, dass manche deutsche Einrichtungen, sich einiges Abschauen könnten.
Am Mittwoch sind meine Kollegin und ich wieder auf Tour gegangen. Nach einer kleinen Kaffeepause und einer Torte, die eine weitere Kollegin anlässlich ihres Geburtstag gekauft hatte, fuhren wir in den Norden des Landes. Eine Autostunde entfernt von Kigali lag unser Ziel, in dem wir eine kleiner Feier beiwohnten, die zum Start eines neuen Projektes organisiert wurde. Es handelt sich um ein Projekt für junge Frauen, die das Handwerk der Schneiderei erlernen und so eine Zukunftsmöglichkeit erhalten. Das Projekt wird von einer Kooperative durchgeführt, die von Schwestern geleitet wird. Dementsprechend war auch der Bischof der Diozöse anwesend und bereicherte die Feier mit seiner Anwesentheit. Sonst gibt es nichts weiter von diesem Tag zu erzählen. Außer das wir auf dem Rückweg nach Kigali an der Straße gehalten haben, da es dort wohl die besten Bruchette rundum Kigali gibt. Zur Erklärung: Bruchette sind Fleischspieße, die aus Ziegenfleisch gemacht werden und auf einem Holzkohlegrill mit ständigem Gebrauch, einer speziellen Gewürzmarinade gebraten werden. Und diese Bruchetten waren wirklich der Hammer, dazu gab es noch gegrillte Kochbananen, die auch himmlich waren. Wir sind dann im Lauf des Nachmittags daheim angekommen und haben noch ein paar wenige Büroarbeiten erledigt. Unter anderem bekommt das Büro meiner Mitfreiwilligen, Franzi, eine neue, riesige Schrankwand für Ordner, die auch dringend gebraucht wird, da wir ein sehr schlechtes System für die Akten haben. Und so sind wir ständig dabei, die alten Akten in neue Ordner "umzupacken".
Am Donnerstag und am Freitag sind meine Kollegin und auch die andere Mitfreiwillige und ich in den Nordwesten von Ruanda gefahren, ganz in die Nähe der ugandischen Grenzen, um Patenschaftskindern zu besuchen, die zufälligerweise von Priestern aus Vallendar/Schönstatt gefördert werden. Ein weiterer Freiwilliger, den wir schon länger kennen, arbeitet dort in einer Pfarrgemeinde und betreut die Patenschüler vor Ort, für uns. Daher konnten wir ihn auch in einem Besuchen und hatten zwei tolle Tage zusammen. Am Donnerstag besuchten wir einige Schulen um mit den jeweiligen Patenschülern zu reden und nach Problemen zu fragen. Gegen Abend sind wir dann, an die Grenze zu Uganda gefahren und haben dort in einer Bar etwas getrunken und etwas kleines gegessen (wieder Bruchette, lecker!!). Für die Nacht von Donerstag auf Freitag sind wir bei Schwestern untergekommen, deren Gebäude in direkter Nachbarschaft zu dem Gebäude der Priester liegt, in dem der andere Freiwillige wohnt. Wir wurden dann von den Priestern zum Essen eingeladen. Unter anderem gab es den berühmten Bananenschnaps, der wirklich unheimlich reinhaut. Es war ein sehr fröhlicher Abend :-). Am Freitag morgen sind wir bereits um 5 Uhr aufgestanden und haben uns auf Fahrräder geschwungen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Man muss dazu sagen, das Gebiet wo Matimba liegt, war vor einigen Jahren ein geschützter Nationalpark, der aber durch das immense Bevölkerungswachstum zu einem Siedlungsgebiet umfunktioniert wurde. Aber weite Teile der Landschaft sind noch als Savanne erkenntlich und dementsprechend atemberaubend war auch der Sonnenaufgang!! Nach der Rückker vom morgendlichen Ausdauersport, denn auch dort gibt es Hügel mit ordentlichen Anstiegen und da die Fahrräder keinen Gänge haben, waren wir ordentlich geschafft, als wir bei den Schwestern zum Frühstück eintrafen. Es gab süßes Brot mit Honig und Marmelade. Nach Beendigung der Mahlzeit haben wir die letzte Schule auf unserer Liste besucht und sind danach Richtung Kigali aufgebrchen, um aber, vorher nochmal abzubiegen um eine weitere Freiwillige zu besuchen. Diese Freiwillige kommt von der Mosel und war in Koblenz auf der Schule. Über unser Büro haben wir ihr geholfen, ihr Visum zu beantragen, dass wir ihr bei dieser Gelegenheit vorbei gebracht haben. Und wieder wurden wir zum Essen eingeladen, weil auch diese Freiwillige bei Priestern wohnt. An Essen hat es uns an den beiden Tagen nicht gemangelt. Wir sind so gegen 6 Uhr in Kigali angekommen. Leider, denn am Freitag hatten alle gemeldeten Deutschen in Ruanda, eine Einladung in die Residenz des Botschafters zum Anlass des "Tags der Deutsche Einheit". Die Einladung war für halb sieben ausgestellt und meine Mitfreiwillige und meine Chefin waren bereits losgefahren, so dass ich in unser Haus gestürzt bin, mich kurz frisch gemacht habe und meinen Anzug angezogen habe. Da meine Verspätung erkennbar war, habe ich schon im Vorfeld mit unserem Fahrer abgeklärt, dass er mich zur Feier fährt. Da ich wirklich spät war, hat er dies auch Ernst genommen und ist mit einem zügigen Tempo losgerauscht ,während ich auf dem Beifahrersitz meine Krawatte anzog. Auf der anderen Seite, war meine Verspätung dann doch nicht so schlimm, da ich alleine mit einem riesengroßen, weißen Jeep vor dem Tor der Residenz abgesetzt wurde, was natürlich ein tolles Gefühl und ich bin umso aufrechter in die Residenz gegangen :-):-). Die Feier war sehr schön, weil man viele neue Leute kennengelernt hat und auch viele weitere Freiwillige. Natürlich gab es auch etwas zu Essen und auch zwei kleine Reden, seitens des Botschafters und der Ministerin für öffentliche Angelegenheiten und in Beiden wurde die Partnerschaft (RLP/Ruanda), explizit erwähnt, worüber wir deutschen Mitarbeiter aus dem Büro, uns sehr gefreut haben. Nach der Feier sind wir mit vielen Freiwilligen noch weiter gezogen, um ein wenig weiterzufeiern.
Also wie Ihr seht war es eine interessante, aber auch anstrengende Woche. Ich wünsche euch eine schöne, kommende Woche. Bis dann!
Amakuru (Wie gehts?). Das sind die beiden Wörter, die man bereits in den ersten Tagen seines Aufenthaltes lernt. Mittlerweile sind sie mir richtig vertraut geworden und ich benutze sie jeden Tag. So, der nächste Post steht an und ich werde über meine vergangene Woche berichten. Es war eine sehr aufregende und schöne Woche und ich war nur am Montag im Büro und die anderen Tage, in drei verschiedenen Himmelsrichtungen unterwegs. Am Dienstag sind meine Kollegin, meine Chefin und eine andere Freiwillige (die in einem unserer Projekte arbeitet und sich ein wenig andere Projekte anschaut) und ich, in den Westen des Landes gefahren. Unser Ziel liegt in unmittelbarer Sichtweite des Kivu-Sees und wir fanden eine tolle Aussicht vor. Bei dem Projekt handelt es sich um ein Zentrum für geistig- und körperliche behinderte Kinder und Jugendliche. Die Vielzahl der Jugendlichen kommen den Tag über in das Zentrum, gehen aber gegen Abend heim bzw. werden abgeholt und verbringen die Nacht im Haus der Eltern. Ein Großteil der Jugendlichen kann nicht sprechen und so haben wir direkt am Beginn unseres Besuches erfahren, dass sich selbstverständlich auch, ruandische Kinder in Gebärdensprache unterhalten. Zu dem haben die Kinder eine unglaubliche Beobachtungsgabe und mustern ihren Gegenüber, präzise. Direkt wurden uns "Neuen", verschiedenen Namen gegeb
en, die die Kindern in Absprache untereinander und der besagten Musterung ausdiskutieren und in meinem Fall, wen wunderts, wurde natürlich meine Körpergröße direkt in ein Zeichen transferiert (um meinen "Namen" zu zeigen, nehme man den Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand und streiche zweimal schnell hintereinander vom Kehllkopf aufwärts bis zum Ansatz des Kinns). Sehr witzig:-). Die Kinder sind dort, gemäß ihren körperlichen bzw. geistlichen Einschränkungen verschiedenen Häusern, auf dem Gelände, zugeteilt. Zum Beispiel gibt es ein Haus für traumatisierte Kinder. In den Häusern gibt es jeweils einen großen, sehr gut ausgestatteten Klassenraum, teilweise mit Fernseher und DVD-Player. An den Wänden hängen viele verschiedene Karten und Poster auf denen bestimmte Begriffe, mit den entsprechenden Zeichen der Gebärdesprache visualisiert sind. Die Schüler werden betreut von einem Lehrer und einem Hilfslehrer ( der auch stumm ist und in Gebärdensprache ausgebildet wurde) die sich mit vollem Einsatz um die Kinder kümmern und alle Fächer, unter anderem Mathe und Englisch, vermitteln. Die andere Freiwillige und ich saßen mit aufgerissenen Augen im Klassenraum und haben am Unterricht teilgenommen und waren einfach nur platt, wie toll die Kinder gefördert werden und wie sie ihre Intelligenz ( die ohne Zeifel jeder von ihnen hat) einsetzen und entwicklen können. Einfach toll!
Die Jugendlichen werden versorgt und bekommen Frühstück, Mittagessen und Abendessen und haben viel Zeit zum Spielen und Lernen. Im Verlauf des Besuches haben wir zwei Freiwillige, die ganze Zeit mit den Kindern gespielt und uns riesig gefreut wie fröhlich und aufgeschlossen die Kinder sind. Einfach umwerfend! Nach dem Mittagessen haben wir noch kurz, ein weiteres Zentrum besucht, weil im Moment zwei deutsche Partner aus RLP vor Ort sind und sich das andere Zentrum, auch anschauen wollten. Es war ein sehr schöner Tag, auch wenn die Wegstrecke sehr anstrengend war, hat es sich gelohnt, diese auf sich zu nehmen um so diese Einrichtung zu erkunden und vielleicht auch zu begreifen, dass manche deutsche Einrichtungen, sich einiges Abschauen könnten.
Am Mittwoch sind meine Kollegin und ich wieder auf Tour gegangen. Nach einer kleinen Kaffeepause und einer Torte, die eine weitere Kollegin anlässlich ihres Geburtstag gekauft hatte, fuhren wir in den Norden des Landes. Eine Autostunde entfernt von Kigali lag unser Ziel, in dem wir eine kleiner Feier beiwohnten, die zum Start eines neuen Projektes organisiert wurde. Es handelt sich um ein Projekt für junge Frauen, die das Handwerk der Schneiderei erlernen und so eine Zukunftsmöglichkeit erhalten. Das Projekt wird von einer Kooperative durchgeführt, die von Schwestern geleitet wird. Dementsprechend war auch der Bischof der Diozöse anwesend und bereicherte die Feier mit seiner Anwesentheit. Sonst gibt es nichts weiter von diesem Tag zu erzählen. Außer das wir auf dem Rückweg nach Kigali an der Straße gehalten haben, da es dort wohl die besten Bruchette rundum Kigali gibt. Zur Erklärung: Bruchette sind Fleischspieße, die aus Ziegenfleisch gemacht werden und auf einem Holzkohlegrill mit ständigem Gebrauch, einer speziellen Gewürzmarinade gebraten werden. Und diese Bruchetten waren wirklich der Hammer, dazu gab es noch gegrillte Kochbananen, die auch himmlich waren. Wir sind dann im Lauf des Nachmittags daheim angekommen und haben noch ein paar wenige Büroarbeiten erledigt. Unter anderem bekommt das Büro meiner Mitfreiwilligen, Franzi, eine neue, riesige Schrankwand für Ordner, die auch dringend gebraucht wird, da wir ein sehr schlechtes System für die Akten haben. Und so sind wir ständig dabei, die alten Akten in neue Ordner "umzupacken".
Am Donnerstag und am Freitag sind meine Kollegin und auch die andere Mitfreiwillige und ich in den Nordwesten von Ruanda gefahren, ganz in die Nähe der ugandischen Grenzen, um Patenschaftskindern zu besuchen, die zufälligerweise von Priestern aus Vallendar/Schönstatt gefördert werden. Ein weiterer Freiwilliger, den wir schon länger kennen, arbeitet dort in einer Pfarrgemeinde und betreut die Patenschüler vor Ort, für uns. Daher konnten wir ihn auch in einem Besuchen und hatten zwei tolle Tage zusammen. Am Donnerstag besuchten wir einige Schulen um mit den jeweiligen Patenschülern zu reden und nach Problemen zu fragen. Gegen Abend sind wir dann, an die Grenze zu Uganda gefahren und haben dort in einer Bar etwas getrunken und etwas kleines gegessen (wieder Bruchette, lecker!!). Für die Nacht von Donerstag auf Freitag sind wir bei Schwestern untergekommen, deren Gebäude in direkter Nachbarschaft zu dem Gebäude der Priester liegt, in dem der andere Freiwillige wohnt. Wir wurden dann von den Priestern zum Essen eingeladen. Unter anderem gab es den berühmten Bananenschnaps, der wirklich unheimlich reinhaut. Es war ein sehr fröhlicher Abend :-). Am Freitag morgen sind wir bereits um 5 Uhr aufgestanden und haben uns auf Fahrräder geschwungen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Man muss dazu sagen, das Gebiet wo Matimba liegt, war vor einigen Jahren ein geschützter Nationalpark, der aber durch das immense Bevölkerungswachstum zu einem Siedlungsgebiet umfunktioniert wurde. Aber weite Teile der Landschaft sind noch als Savanne erkenntlich und dementsprechend atemberaubend war auch der Sonnenaufgang!! Nach der Rückker vom morgendlichen Ausdauersport, denn auch dort gibt es Hügel mit ordentlichen Anstiegen und da die Fahrräder keinen Gänge haben, waren wir ordentlich geschafft, als wir bei den Schwestern zum Frühstück eintrafen. Es gab süßes Brot mit Honig und Marmelade. Nach Beendigung der Mahlzeit haben wir die letzte Schule auf unserer Liste besucht und sind danach Richtung Kigali aufgebrchen, um aber, vorher nochmal abzubiegen um eine weitere Freiwillige zu besuchen. Diese Freiwillige kommt von der Mosel und war in Koblenz auf der Schule. Über unser Büro haben wir ihr geholfen, ihr Visum zu beantragen, dass wir ihr bei dieser Gelegenheit vorbei gebracht haben. Und wieder wurden wir zum Essen eingeladen, weil auch diese Freiwillige bei Priestern wohnt. An Essen hat es uns an den beiden Tagen nicht gemangelt. Wir sind so gegen 6 Uhr in Kigali angekommen. Leider, denn am Freitag hatten alle gemeldeten Deutschen in Ruanda, eine Einladung in die Residenz des Botschafters zum Anlass des "Tags der Deutsche Einheit". Die Einladung war für halb sieben ausgestellt und meine Mitfreiwillige und meine Chefin waren bereits losgefahren, so dass ich in unser Haus gestürzt bin, mich kurz frisch gemacht habe und meinen Anzug angezogen habe. Da meine Verspätung erkennbar war, habe ich schon im Vorfeld mit unserem Fahrer abgeklärt, dass er mich zur Feier fährt. Da ich wirklich spät war, hat er dies auch Ernst genommen und ist mit einem zügigen Tempo losgerauscht ,während ich auf dem Beifahrersitz meine Krawatte anzog. Auf der anderen Seite, war meine Verspätung dann doch nicht so schlimm, da ich alleine mit einem riesengroßen, weißen Jeep vor dem Tor der Residenz abgesetzt wurde, was natürlich ein tolles Gefühl und ich bin umso aufrechter in die Residenz gegangen :-):-). Die Feier war sehr schön, weil man viele neue Leute kennengelernt hat und auch viele weitere Freiwillige. Natürlich gab es auch etwas zu Essen und auch zwei kleine Reden, seitens des Botschafters und der Ministerin für öffentliche Angelegenheiten und in Beiden wurde die Partnerschaft (RLP/Ruanda), explizit erwähnt, worüber wir deutschen Mitarbeiter aus dem Büro, uns sehr gefreut haben. Nach der Feier sind wir mit vielen Freiwilligen noch weiter gezogen, um ein wenig weiterzufeiern.
Also wie Ihr seht war es eine interessante, aber auch anstrengende Woche. Ich wünsche euch eine schöne, kommende Woche. Bis dann!
Sonntag, 27. September 2009
Montag (Butare) und den Rest der Woche
Hallo,
in meinem letzten Post habe ich angekündigt, dass sich jetzt die Regelmäßigkeit meiner Einträge wieder erhöht, aber beinahe ist wieder eine Woche vergangen, als ich meinen letzten Post online gestellt habe. Es macht Spaß die Erlebnisse niederzuschreiben und deswegen ist es oft einfach nur ein Zeitproblem. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass diese Woche nicht berauschend für mich war. Der Ausflug am Montag war zwar schön, aber die böse Überraschung erreichte mich am Diesntag morgen, als mich meine Kollegin darum bat, doch meine Digitalkamera zu holen und ein Foto von einem anwesenden Gast zu machen, um die Akten zu vervollständigen (es geht darum Fotos von Schülern und Personen zu haben, um sie wiederzuerkennen, besonderst für uns Ausländer ist das eine große Hilfe!). Ich bin dann kurz zu meiner Unterkunft gesprintet, aber habe ich sie dort nicht vorgefunden. Nach flüchtigem suchen dachte ich, gemäß dem Sprichwort "Das Haus verliert nichts", dass ich sie nur verlegt habe, aber sie tauchte einfach nicht mehr auf und ich muss mich mit dem Gedanken vertraut machen, sie gestohlen bekommen zu haben. Ihr könnt Euch alle vorstellen wie mir zu Mute ist. Das Schlimme an der Situation ist, dass ich nicht weiß wo sie mir einer geklaut haben könnte, weil ich meinen Rucksack immer bei mir hatte und auch meine Mitfreiwillige versicherte, dass es eigentlich unmöglich war mir den Rucksack zu durchwühlen. Die einzige Möglichkeit, wo jemand die Gelegenheit hatte meinen Rucksack zu durchsuchen war, als wir nach unserer Ankunft in Kigali (gegen Abend) noch im nahegelegenen Supermarkt einkaufen waren. Und dort ist es nötig den Rucksack am Eingang, bei einem Mann abzugeben, der diesen dann für einen kurzen Moment lang "beaufsichtig". Mein Geld habe ich noch vorher aus dem Rucksack genommen, aber in dem Augenblick habe ich nicht an meine Kamera gedacht und sie im Rucksack zurueck gelassen. Der Mann, der zuständig ist für die Aufbewahrung ist ein nette, junger Mann mit dem ich mich oft unterhalte und in dem Moment vertraut habe. Aber wie es aussieht, zählen solche Vetrauensgeschichten hier unten nicht viel und die Versuchung war wohl zu groß. Ich bin dann am vergangenen Dienstag direkt in den Supermarkt, um mit der Hilfe von einem unserer Fahrer (der Kinyarwanda spricht) , dem Mann klarzumachen, dass ich viel Geld bezahlen würde, wenn die Kamera wieder auftauchen würde (und ich nicht die Polizei informieren würde). Es war meine einzige Chance, solch ein Angebot zu machen, aber auf der anderen Seite wusste ich auch nicht sicher, ob er wirklich die Kamera genommen hat bzw. er jemand Anderem die Möglichkeit gegeben hat. Ich habe mich regelrecht in einer Zwickmühle befunden, da ich keinen Menschen falsch beschuldigen wollte. Es hat alles nichts geholfen, sie ist verschwunden und es geht mir nah, weil ich noch Bilder von meiner Familie und von Cindy auf der Kamera hatte und der Gedanke, dass irgendwelche Leute meine persönlichen Bilder sehen schmerzt und es fühlt sich unangenehm an. Ich denke, so doof sich dass anhört, in den letzten Tagen oft daran, wer sie wohl gerade in den Händen hält und meine Kamera benutzt. War so eine tolle Kamera. Man:-(. Der Verlust der Kamera, war dann auch so der erste kleine Tiefpunkt in meiner Zeit hier und ich fühlte mich zum ersten Mal unwohl und sehnte mich umso mehr nach "zu Hause". Gott sei Dank, hatte ich eine Menge Arbeit die Woche und konnte mich voll und ganz reinstürzen und so das bisschen Heimweh vertreiben. Der Besuch der Delegation aus Rheinland-Pfalz rückt näher und bis dahin müssen die Akten und alle Listen aktualisiert werden, dementsprechend bin ich dabei eine Menge Akten zu wälzen. Desweiteren ist eine Vielzahl von neuen Projektvorschlägen eingegangen, die übersetzt werden mussten und zur Weiterleitung nach Mainz bearbeitet wurden. In der vergangenen Woche war ich deswegen auch nicht auf einem Landtrip. Dafür werde ich in der kommenden Woche vier Tage unterwegs sein und freue mich wieder sehr darauf ins Land zu fahren. Besonderst da es diesmal ganz in den Norden, an die Grenze zu Uganda geht und so wie meine Kollegin mir sagte, in den "tiefsten Busch". Der einzige Wehmutstropfen ist, dass ich keine Bilder mit meiner eigenen Kamera machen kann und auf die Kameras des Büros angewiesen bin. Naja, wird schon klappen.
Heute Nachmittag haben wir uns ein Volleyballfinale hier in Kigali angeschaut. Es handelte sich um ein Endspiel zweier Frauenmannschaften und ich vermute es war das Finale einer Landesmeisterschaft. Neben der Volleyballhalle befinden sich auch einige Tennisplätze,die ich umgehend erkundigt habe und einen netten, jugen Mann gefunden habe, der mir die Preise und sogar direkt einen Partner vermittelt hat, so dass ich in den nächsten Tagen endlich Tennis spielen kann!!!
So ich werde jetzt wieder gespannt auf die Wahlergebnisse, sprich die neusten Hochrechnungen schauen. Wünsche Euch allen einen schönen Abend.
PS: Fotos von Butare und dem Volleyballspiel werde ich gleich hochladen.
Bis dann
in meinem letzten Post habe ich angekündigt, dass sich jetzt die Regelmäßigkeit meiner Einträge wieder erhöht, aber beinahe ist wieder eine Woche vergangen, als ich meinen letzten Post online gestellt habe. Es macht Spaß die Erlebnisse niederzuschreiben und deswegen ist es oft einfach nur ein Zeitproblem. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass diese Woche nicht berauschend für mich war. Der Ausflug am Montag war zwar schön, aber die böse Überraschung erreichte mich am Diesntag morgen, als mich meine Kollegin darum bat, doch meine Digitalkamera zu holen und ein Foto von einem anwesenden Gast zu machen, um die Akten zu vervollständigen (es geht darum Fotos von Schülern und Personen zu haben, um sie wiederzuerkennen, besonderst für uns Ausländer ist das eine große Hilfe!). Ich bin dann kurz zu meiner Unterkunft gesprintet, aber habe ich sie dort nicht vorgefunden. Nach flüchtigem suchen dachte ich, gemäß dem Sprichwort "Das Haus verliert nichts", dass ich sie nur verlegt habe, aber sie tauchte einfach nicht mehr auf und ich muss mich mit dem Gedanken vertraut machen, sie gestohlen bekommen zu haben. Ihr könnt Euch alle vorstellen wie mir zu Mute ist. Das Schlimme an der Situation ist, dass ich nicht weiß wo sie mir einer geklaut haben könnte, weil ich meinen Rucksack immer bei mir hatte und auch meine Mitfreiwillige versicherte, dass es eigentlich unmöglich war mir den Rucksack zu durchwühlen. Die einzige Möglichkeit, wo jemand die Gelegenheit hatte meinen Rucksack zu durchsuchen war, als wir nach unserer Ankunft in Kigali (gegen Abend) noch im nahegelegenen Supermarkt einkaufen waren. Und dort ist es nötig den Rucksack am Eingang, bei einem Mann abzugeben, der diesen dann für einen kurzen Moment lang "beaufsichtig". Mein Geld habe ich noch vorher aus dem Rucksack genommen, aber in dem Augenblick habe ich nicht an meine Kamera gedacht und sie im Rucksack zurueck gelassen. Der Mann, der zuständig ist für die Aufbewahrung ist ein nette, junger Mann mit dem ich mich oft unterhalte und in dem Moment vertraut habe. Aber wie es aussieht, zählen solche Vetrauensgeschichten hier unten nicht viel und die Versuchung war wohl zu groß. Ich bin dann am vergangenen Dienstag direkt in den Supermarkt, um mit der Hilfe von einem unserer Fahrer (der Kinyarwanda spricht) , dem Mann klarzumachen, dass ich viel Geld bezahlen würde, wenn die Kamera wieder auftauchen würde (und ich nicht die Polizei informieren würde). Es war meine einzige Chance, solch ein Angebot zu machen, aber auf der anderen Seite wusste ich auch nicht sicher, ob er wirklich die Kamera genommen hat bzw. er jemand Anderem die Möglichkeit gegeben hat. Ich habe mich regelrecht in einer Zwickmühle befunden, da ich keinen Menschen falsch beschuldigen wollte. Es hat alles nichts geholfen, sie ist verschwunden und es geht mir nah, weil ich noch Bilder von meiner Familie und von Cindy auf der Kamera hatte und der Gedanke, dass irgendwelche Leute meine persönlichen Bilder sehen schmerzt und es fühlt sich unangenehm an. Ich denke, so doof sich dass anhört, in den letzten Tagen oft daran, wer sie wohl gerade in den Händen hält und meine Kamera benutzt. War so eine tolle Kamera. Man:-(. Der Verlust der Kamera, war dann auch so der erste kleine Tiefpunkt in meiner Zeit hier und ich fühlte mich zum ersten Mal unwohl und sehnte mich umso mehr nach "zu Hause". Gott sei Dank, hatte ich eine Menge Arbeit die Woche und konnte mich voll und ganz reinstürzen und so das bisschen Heimweh vertreiben. Der Besuch der Delegation aus Rheinland-Pfalz rückt näher und bis dahin müssen die Akten und alle Listen aktualisiert werden, dementsprechend bin ich dabei eine Menge Akten zu wälzen. Desweiteren ist eine Vielzahl von neuen Projektvorschlägen eingegangen, die übersetzt werden mussten und zur Weiterleitung nach Mainz bearbeitet wurden. In der vergangenen Woche war ich deswegen auch nicht auf einem Landtrip. Dafür werde ich in der kommenden Woche vier Tage unterwegs sein und freue mich wieder sehr darauf ins Land zu fahren. Besonderst da es diesmal ganz in den Norden, an die Grenze zu Uganda geht und so wie meine Kollegin mir sagte, in den "tiefsten Busch". Der einzige Wehmutstropfen ist, dass ich keine Bilder mit meiner eigenen Kamera machen kann und auf die Kameras des Büros angewiesen bin. Naja, wird schon klappen.
Heute Nachmittag haben wir uns ein Volleyballfinale hier in Kigali angeschaut. Es handelte sich um ein Endspiel zweier Frauenmannschaften und ich vermute es war das Finale einer Landesmeisterschaft. Neben der Volleyballhalle befinden sich auch einige Tennisplätze,die ich umgehend erkundigt habe und einen netten, jugen Mann gefunden habe, der mir die Preise und sogar direkt einen Partner vermittelt hat, so dass ich in den nächsten Tagen endlich Tennis spielen kann!!!
So ich werde jetzt wieder gespannt auf die Wahlergebnisse, sprich die neusten Hochrechnungen schauen. Wünsche Euch allen einen schönen Abend.
PS: Fotos von Butare und dem Volleyballspiel werde ich gleich hochladen.
Bis dann
Montag, 21. September 2009
Klinik Ndare (Freitag) + Wochenende + Butare (Montag)
Hi,
die Regelmäßigkeit meiner Einträge nimmt so langsam wieder zu:-). Seit Donnerstag sind wieder einige interessante Tage vergangen, von denen ich Euch jetzt berichte. Am Donnerstag Abend bin ich wirklich richtig erschöpft ins Bett gefallen, da sich zu dem anstrengenden Projektbesuch auch meine Erkältung noch ein wenig bemerkbar machte. Meine Knochen waren richtig schwer und schlapp. Aber am Freitagmorgen waren die meißten Beschwerden schon wieder vergangen, nur mein Kopf rumorrte noch leicht. Im Lauf des Tages hatten meine Kollegin (Die mit der ich mir das Büro teile) und ich eine Einladung zum Anlass einer Einweihungsfeier, eines neuen Gebäudekomplexes an einer auf Psychologie und Neurologie spezialisierten Klinik, die vor den Toren von Kigali liegt. Das Krankenhaus hat ein neues Gebäude für die Neurologie bekommen, dass hauptsächlich durch Belgien bezahlt wurde. Aus diesem Grund war auch "Seine Exzellenz der Botschafter des Königsreichs Belgien" ( so die Schreibweise auf dem Programmheft)anwesend. Desweiteren, die Gesundheitsstaatssekretärin von Ruanda und der Ordensoberer der Barmherzigen Brüder (er war ein Niederländer, weiß aber leider nicht, ob dass jetzt der Oberer des weltweiten Bundes war), die das Krankenhaus führen.
Nach der kleinen Feiern, die unter reichlich geschmückten Zelten stattfand und musikalisch durch eine Gruppe von herrausragenden Trommlern aus Burundi unterlegt wurde, gab es ein lockeres Snackbuffet im Garten und auch der Herr Botschafter sprach uns an und schüttelte uns die Hand, um mit uns Small-Talk zu führen und dass in sehr gutem Deutsch!!! Wir waren über seine Deutchkenntnisse sehr erstaunt und es hat uns Freude bereitet mit ihm Deutsch zu reden. Auf der anderen Seite sind Botschafter ja Herren von Welt;-). Nachdem plaudern sind dann meine Kollegin und ich noch die neuen Gebäude besichtigen gegangen, die alle einen tollen Eindruck machten und sicher gut gebraucht werden, denn: Man muss sich einmal vorstellen, dass für die ca. 10 Millionen Ruander nur 2 Psychologen und 1 Neurologe vorhanden sind. Als ich dass hörte bin ich wirklich beinahe umgefallen, unglaublich!!! (Weitere 3 junge, ruandische Allgemeinärzte befinden sich gerade in der Weiterbildung zum Neurologen in der Schweiz und werden sehnlichst erwartet!). Die Patienten für diese Spezialisten müssen aus dem ganzen Land in diese Klinik kommen ( Sorry, aber wie viele in Deutschland beschwerren sich schon darüber, wenn sie nicht direkt für folgende Woche einen Termin bekommen, man muss dass echt einmal in Realtion sehen, wie gut es uns geht!! Musste mal raus;-) ). So, ging dann auch Mittag zu Ende und wir fuhren zurück ins Büro. Der Samstag gestaltete sich durch den Regen etwas langweilig, nur zwischendurch nutzten wir die Regenpause für einige kleine Einkäufe. Gestern ging das Wetter dann mit einigen sonnigen Unterbrechungen weiter. Ein ruandischer Freund, den wir über unsere Vorgängerin kennengelernt haben und mit dem sie zusammen ist, ist gestern nach Deutschland geflogen. Ihn haben wir zum Flughafen begleitet und er war sehr nervös, da er noch nie geflogen ist und er war sehr gespannt auf Deutschland und freute sich riesig. Zum Abschied haben wir ihm ein kleinen Sprachführer erstellt ( Deutsch-Englisch-Kinyarwanda), u.a. mit einer Liste einiger Biersorten und viele weitere Erklärungen. Nach dem Abschied wollten wir eigentlich noch ein Volleyspiel anschauen, dass aber leider abgesagt wurde, obwohl wir uns echt drauf gefreut hatten. Naja nächstes mal! Heute hatten wir einen freien Tag, da in Ruanda ein Feiertag anstand und zwar wegen dem Ende des Fastenmonats Rahmadan und so beschlossen wir einen kleinen Tagesausflug nach Butare, der drittgrößten Stadt in Ruanda zu unternehmen. Unser Bus ging schon um sechs Uhr, so dass an unserem freien Tag kein Auschlafen möglich war. Dort angekommen besuchten wir als erstes das Nationalmuseum, dann die Kathedrale (Hillscheid hat annähernd eine in der selben Größe;-) ) und die Universität.Auf dem Campus merkte man direkt die bessere Kleidung der Menschen und auch die Rufe nach den "Weißen" war nicht vmehr zu hören und wir waren endlich einfach normale Menschen, die eine Runde über das Gelände gedreht haben. Die Rückfahrt führste uns wieder durch mehrer Gewitterwolken und wir fahrne forh als wir daheim im Trockenen waren, haben eben was gegessen und nun sitze ich hier und tippe. Jetzt qualmen mir so langsam die Finger und ich beende den Post für heute. Wünsche Euch allen einen schönen Abend und eine angenehme Woche. Bis die Tage und liebe Grüße aus Ruanda.
die Regelmäßigkeit meiner Einträge nimmt so langsam wieder zu:-). Seit Donnerstag sind wieder einige interessante Tage vergangen, von denen ich Euch jetzt berichte. Am Donnerstag Abend bin ich wirklich richtig erschöpft ins Bett gefallen, da sich zu dem anstrengenden Projektbesuch auch meine Erkältung noch ein wenig bemerkbar machte. Meine Knochen waren richtig schwer und schlapp. Aber am Freitagmorgen waren die meißten Beschwerden schon wieder vergangen, nur mein Kopf rumorrte noch leicht. Im Lauf des Tages hatten meine Kollegin (Die mit der ich mir das Büro teile) und ich eine Einladung zum Anlass einer Einweihungsfeier, eines neuen Gebäudekomplexes an einer auf Psychologie und Neurologie spezialisierten Klinik, die vor den Toren von Kigali liegt. Das Krankenhaus hat ein neues Gebäude für die Neurologie bekommen, dass hauptsächlich durch Belgien bezahlt wurde. Aus diesem Grund war auch "Seine Exzellenz der Botschafter des Königsreichs Belgien" ( so die Schreibweise auf dem Programmheft)anwesend. Desweiteren, die Gesundheitsstaatssekretärin von Ruanda und der Ordensoberer der Barmherzigen Brüder (er war ein Niederländer, weiß aber leider nicht, ob dass jetzt der Oberer des weltweiten Bundes war), die das Krankenhaus führen.
Nach der kleinen Feiern, die unter reichlich geschmückten Zelten stattfand und musikalisch durch eine Gruppe von herrausragenden Trommlern aus Burundi unterlegt wurde, gab es ein lockeres Snackbuffet im Garten und auch der Herr Botschafter sprach uns an und schüttelte uns die Hand, um mit uns Small-Talk zu führen und dass in sehr gutem Deutsch!!! Wir waren über seine Deutchkenntnisse sehr erstaunt und es hat uns Freude bereitet mit ihm Deutsch zu reden. Auf der anderen Seite sind Botschafter ja Herren von Welt;-). Nachdem plaudern sind dann meine Kollegin und ich noch die neuen Gebäude besichtigen gegangen, die alle einen tollen Eindruck machten und sicher gut gebraucht werden, denn: Man muss sich einmal vorstellen, dass für die ca. 10 Millionen Ruander nur 2 Psychologen und 1 Neurologe vorhanden sind. Als ich dass hörte bin ich wirklich beinahe umgefallen, unglaublich!!! (Weitere 3 junge, ruandische Allgemeinärzte befinden sich gerade in der Weiterbildung zum Neurologen in der Schweiz und werden sehnlichst erwartet!). Die Patienten für diese Spezialisten müssen aus dem ganzen Land in diese Klinik kommen ( Sorry, aber wie viele in Deutschland beschwerren sich schon darüber, wenn sie nicht direkt für folgende Woche einen Termin bekommen, man muss dass echt einmal in Realtion sehen, wie gut es uns geht!! Musste mal raus;-) ). So, ging dann auch Mittag zu Ende und wir fuhren zurück ins Büro. Der Samstag gestaltete sich durch den Regen etwas langweilig, nur zwischendurch nutzten wir die Regenpause für einige kleine Einkäufe. Gestern ging das Wetter dann mit einigen sonnigen Unterbrechungen weiter. Ein ruandischer Freund, den wir über unsere Vorgängerin kennengelernt haben und mit dem sie zusammen ist, ist gestern nach Deutschland geflogen. Ihn haben wir zum Flughafen begleitet und er war sehr nervös, da er noch nie geflogen ist und er war sehr gespannt auf Deutschland und freute sich riesig. Zum Abschied haben wir ihm ein kleinen Sprachführer erstellt ( Deutsch-Englisch-Kinyarwanda), u.a. mit einer Liste einiger Biersorten und viele weitere Erklärungen. Nach dem Abschied wollten wir eigentlich noch ein Volleyspiel anschauen, dass aber leider abgesagt wurde, obwohl wir uns echt drauf gefreut hatten. Naja nächstes mal! Heute hatten wir einen freien Tag, da in Ruanda ein Feiertag anstand und zwar wegen dem Ende des Fastenmonats Rahmadan und so beschlossen wir einen kleinen Tagesausflug nach Butare, der drittgrößten Stadt in Ruanda zu unternehmen. Unser Bus ging schon um sechs Uhr, so dass an unserem freien Tag kein Auschlafen möglich war. Dort angekommen besuchten wir als erstes das Nationalmuseum, dann die Kathedrale (Hillscheid hat annähernd eine in der selben Größe;-) ) und die Universität.Auf dem Campus merkte man direkt die bessere Kleidung der Menschen und auch die Rufe nach den "Weißen" war nicht vmehr zu hören und wir waren endlich einfach normale Menschen, die eine Runde über das Gelände gedreht haben. Die Rückfahrt führste uns wieder durch mehrer Gewitterwolken und wir fahrne forh als wir daheim im Trockenen waren, haben eben was gegessen und nun sitze ich hier und tippe. Jetzt qualmen mir so langsam die Finger und ich beende den Post für heute. Wünsche Euch allen einen schönen Abend und eine angenehme Woche. Bis die Tage und liebe Grüße aus Ruanda.
Donnerstag, 17. September 2009
Die Zeit seit dem letzten Eintrag...
Hallo,
jetzt ist eine Woche seit meinem letzten Eintrag vergangen. Eigentlich versuche ich zweimal die Woche einen Eintrag zu verfassen, doch diesmal fehlte mir ein wenig die Zeit und irgendwie auch das "Material". Ich musste erst ein wenig sammeln, denn das letzte Wochenende war sehr ruhig und es passierte nichts Besonderes. So auch die letzten Arbeitstage in der letzten Woche. Ich habe im Büro gearbeitet und meine Aufgaben erledigt. Es ging um Übersetzungen und Berichte. Diese Woche ist ein wenig hektischer. Montag war Büroarbeit angesagt, jedoch schon am Dienstag sind meine Kollegin aus den Mikroprojekten und ich, in die Umgebung von Kigali gefahren um Ziegen zu begutachten. Besser gesagt waren 140 Ziegen zu begutachten, die dann einen Tag später, also gestern, in ein Projekt gebracht werden sollten um dort einkommensschaffende Effekte für arme Familien mit behinderten Kindern zu erzielen. Als wir eintrafen waren die Ziegen jedoch nicht anwesend und wir haben nur das verwaiste Gehege vorgefunden. Wir schauten uns nur "verdattert" an um dann aber gesagt zu bekommen, dass die Herde auf der Weide sei, um zu fressen. Wir gingen den Tieren dann ein Stück entgegen, wie immer begleitet von vielen Kindern, die zum einen den großen "Weißen" super interessant finden, vor allem dann, wenn er auch noch PROBIERT (obwohl es schon gut geklappt!) in Kinayrwanda zu reden. Aber auch die schick gekleidete Afrikanerin ( meine Kollegin) aus dem großen, weißen Jeep ist begutachtenswert. Die Tiere machten alle einen guten Eindruck, dass uns auch der beauftragte Veterinär bestätigte. Gestern dann fuhren wir in das besagte Projekt um die Ziegen zu übergeben. Morgens früh hatten wir schon die Nachricht erhalten, das der LKW eine Panne hatte und Ersatz besorgt werden musste (Hm, ich dachte schon: "Typisch Afrika, als würde hier etwas glatt gehen" vor allem rechnete ich damit dass der LKW die kleinen Holperwege nicht passieren konnte, aber es klappte irgendwie alles!). Gegen Mittag erreichten wir dann endlich die kleine Ansammlung von Häusern, welche in einer Talsohle liegen. "Endlich", da wir bereits um sieben Uhr in Kigali gestartet sind und ich zu dem noch ein wenig erkältet bin und auch Fieber habe und mir die schrecklichen Wege beinahe meinen Kopf zum platzen gebracht haben. Die Verteilung der Ziegen verlief im üblichen Chaos, wo ich einfach nur lache und mich nicht drüber aufrege, weil es dann doch irgendwie klappt. Die Leute waren alle sehr froh und danach folgte eine kleine Sensibilisierung der Leute(wie schon bei unserm letzten Besuch vor 2 Wochen), um Ihnen klar zu machen, dass sie die Ziegen züchten sollen und nicht am ersten Abend aufessen. Das klingt für uns plausibel und auf der anderen Seite lächerlich es Ihnen überhaupt sagen zu müssen, aber es handelt sich um richtig arme Menschen, die nicht oft Fleisch haben und so ein Geschenk natürlich willkommen ist. Ehrlich gesagt wer mag es Ihnen verdenken? Ich nicht, ich bewundere Sie wirklich was für ein hartes und armes Leben sie führen und bestimm den Gedanken hatten lieber die Tiere zu essen. Aber ich glaube wir haben es geschafft (auch dank der lokalen Administration) die Leute nochmals einzuschwören. Und das Projekt hat einen guten Ansatz und wir hoffen sehr, dass es sich so positiv auswirkt wie wir hoffen. Da der Weg nach Kigali sehr weit ist und wir bis in den Abend die Verteilung vornahmen, haben wir uns bereits im Vorfeld entschlossen eine Zwischenübernachtung in Butare ( der drittgrößten Stadt in Ruanda) einzulegen. Es war ein gutes Zimmer und das Essen in der Stadt in einem Restraunt war auch lecker und für mich als Ausländer noch viel wichtiger: verträglich. Und der Preis war super! Heute Morgen dann haben wir uns im Supermarkt kurz verpflegt und einem weiteren Projekt in der Umgebung von Butare einen Besuch abgestattet, um danach dann "Heim" nach Kigali zu brausen. Es war ein anstrengender Trip, aber er war super interessant und ein paar Fotos werde ich spätestens morgen hochladen. So mache jetzt pünktlich um fünf Feierabend. Heute Abend gönnen wir uns leckere Pizza aus einem Restaurant und machen dabei DVD-Abend mit paar Leuten. Euch allen einen schönen Abend, bis die Tage.
PS: Seit Montag bin ich schon einen Monat hier!!! Und die Zeit rast davon.
jetzt ist eine Woche seit meinem letzten Eintrag vergangen. Eigentlich versuche ich zweimal die Woche einen Eintrag zu verfassen, doch diesmal fehlte mir ein wenig die Zeit und irgendwie auch das "Material". Ich musste erst ein wenig sammeln, denn das letzte Wochenende war sehr ruhig und es passierte nichts Besonderes. So auch die letzten Arbeitstage in der letzten Woche. Ich habe im Büro gearbeitet und meine Aufgaben erledigt. Es ging um Übersetzungen und Berichte. Diese Woche ist ein wenig hektischer. Montag war Büroarbeit angesagt, jedoch schon am Dienstag sind meine Kollegin aus den Mikroprojekten und ich, in die Umgebung von Kigali gefahren um Ziegen zu begutachten. Besser gesagt waren 140 Ziegen zu begutachten, die dann einen Tag später, also gestern, in ein Projekt gebracht werden sollten um dort einkommensschaffende Effekte für arme Familien mit behinderten Kindern zu erzielen. Als wir eintrafen waren die Ziegen jedoch nicht anwesend und wir haben nur das verwaiste Gehege vorgefunden. Wir schauten uns nur "verdattert" an um dann aber gesagt zu bekommen, dass die Herde auf der Weide sei, um zu fressen. Wir gingen den Tieren dann ein Stück entgegen, wie immer begleitet von vielen Kindern, die zum einen den großen "Weißen" super interessant finden, vor allem dann, wenn er auch noch PROBIERT (obwohl es schon gut geklappt!) in Kinayrwanda zu reden. Aber auch die schick gekleidete Afrikanerin ( meine Kollegin) aus dem großen, weißen Jeep ist begutachtenswert. Die Tiere machten alle einen guten Eindruck, dass uns auch der beauftragte Veterinär bestätigte. Gestern dann fuhren wir in das besagte Projekt um die Ziegen zu übergeben. Morgens früh hatten wir schon die Nachricht erhalten, das der LKW eine Panne hatte und Ersatz besorgt werden musste (Hm, ich dachte schon: "Typisch Afrika, als würde hier etwas glatt gehen" vor allem rechnete ich damit dass der LKW die kleinen Holperwege nicht passieren konnte, aber es klappte irgendwie alles!). Gegen Mittag erreichten wir dann endlich die kleine Ansammlung von Häusern, welche in einer Talsohle liegen. "Endlich", da wir bereits um sieben Uhr in Kigali gestartet sind und ich zu dem noch ein wenig erkältet bin und auch Fieber habe und mir die schrecklichen Wege beinahe meinen Kopf zum platzen gebracht haben. Die Verteilung der Ziegen verlief im üblichen Chaos, wo ich einfach nur lache und mich nicht drüber aufrege, weil es dann doch irgendwie klappt. Die Leute waren alle sehr froh und danach folgte eine kleine Sensibilisierung der Leute(wie schon bei unserm letzten Besuch vor 2 Wochen), um Ihnen klar zu machen, dass sie die Ziegen züchten sollen und nicht am ersten Abend aufessen. Das klingt für uns plausibel und auf der anderen Seite lächerlich es Ihnen überhaupt sagen zu müssen, aber es handelt sich um richtig arme Menschen, die nicht oft Fleisch haben und so ein Geschenk natürlich willkommen ist. Ehrlich gesagt wer mag es Ihnen verdenken? Ich nicht, ich bewundere Sie wirklich was für ein hartes und armes Leben sie führen und bestimm den Gedanken hatten lieber die Tiere zu essen. Aber ich glaube wir haben es geschafft (auch dank der lokalen Administration) die Leute nochmals einzuschwören. Und das Projekt hat einen guten Ansatz und wir hoffen sehr, dass es sich so positiv auswirkt wie wir hoffen. Da der Weg nach Kigali sehr weit ist und wir bis in den Abend die Verteilung vornahmen, haben wir uns bereits im Vorfeld entschlossen eine Zwischenübernachtung in Butare ( der drittgrößten Stadt in Ruanda) einzulegen. Es war ein gutes Zimmer und das Essen in der Stadt in einem Restraunt war auch lecker und für mich als Ausländer noch viel wichtiger: verträglich. Und der Preis war super! Heute Morgen dann haben wir uns im Supermarkt kurz verpflegt und einem weiteren Projekt in der Umgebung von Butare einen Besuch abgestattet, um danach dann "Heim" nach Kigali zu brausen. Es war ein anstrengender Trip, aber er war super interessant und ein paar Fotos werde ich spätestens morgen hochladen. So mache jetzt pünktlich um fünf Feierabend. Heute Abend gönnen wir uns leckere Pizza aus einem Restaurant und machen dabei DVD-Abend mit paar Leuten. Euch allen einen schönen Abend, bis die Tage.
PS: Seit Montag bin ich schon einen Monat hier!!! Und die Zeit rast davon.
Mittwoch, 9. September 2009
Bueroalltag etc.
Hallo,
die Mitte der 4. Woche ist erreicht. Die letzten drei Tage, den heutigen eingeschlossen, habe ich ausschließlich im Büro verbracht und brav meine Arbeit erledigt. Die Menge der Übersetzungen hat abgenommen, aber die Vorbereitung für Besuche auf dem Land haben das Ausgeglichen. In einigen der Projekte läuft es nicht ganz so rund, wie wir uns es wünschen und natürlich auch die Partner aus Deutschland. Aber es liegt auch einfach im Lauf der Dinge, das Projekte und seien sie auch noch so gut geplant, durch alltägliche Veränderungen gestört werden und auch die Projektbeteiligten unterliegen bestimmten Schwankungen z.B. der Motivation:-). Aber es sind alles Problemchen, die nicht allzu schwer aus der Welt zu schaffen wären. Gestern Abend war ich mit meinen zwei Mitbewohnerinnen und einem weiteren Besucher unseres Gästehauses, in der amerikanischen Botschaft, wo jeden Dienstag eine kleine Party stattfindet und zwar sozusagen im Poolhaus der militärischen Beschützer der Botschaft. Ein top ausgestattetes Haus mit allen Annehmlichkeiten versehen findet man vor, da ist z.B. die Küche zu erwähnen die ohne Schwierigkeiten 100 Leute versorgen könnte, obwohl nur vier Menschen dort leben! Dementsprechend ist auch der Kühlschrank dimensioniert, bei dem ich 4 Riesen-Schritte brauche, um von einem Ende an das Andere zu gelangen. Alles Klischeepflege die dort betrieben wird:-). Aber alles super nette Leute die dort wohnen. Und auf der Party bzw. eher ist es eine lockere Atmosphäre wie in einer Bar, trifft man viele Deutsche, Europäer und die junge Upper Class von Kigali und lernt viele kennen. Jetzt habe ich noch zwei Wochentage vor mir und schon wieder steht das Wochenende vor der Tür und damit auch das Ende des ersten Monats in Ruanda. Wie die Zeit vergeht. So, meine Mitbewohner kochen heute und haben gerade signalisiert, dass wir essen können. Es gibt Chili con Carne (richtig geschrieben?). Schönen Abend Euch allen. Bis am Wochenende
Gruß Michael
die Mitte der 4. Woche ist erreicht. Die letzten drei Tage, den heutigen eingeschlossen, habe ich ausschließlich im Büro verbracht und brav meine Arbeit erledigt. Die Menge der Übersetzungen hat abgenommen, aber die Vorbereitung für Besuche auf dem Land haben das Ausgeglichen. In einigen der Projekte läuft es nicht ganz so rund, wie wir uns es wünschen und natürlich auch die Partner aus Deutschland. Aber es liegt auch einfach im Lauf der Dinge, das Projekte und seien sie auch noch so gut geplant, durch alltägliche Veränderungen gestört werden und auch die Projektbeteiligten unterliegen bestimmten Schwankungen z.B. der Motivation:-). Aber es sind alles Problemchen, die nicht allzu schwer aus der Welt zu schaffen wären. Gestern Abend war ich mit meinen zwei Mitbewohnerinnen und einem weiteren Besucher unseres Gästehauses, in der amerikanischen Botschaft, wo jeden Dienstag eine kleine Party stattfindet und zwar sozusagen im Poolhaus der militärischen Beschützer der Botschaft. Ein top ausgestattetes Haus mit allen Annehmlichkeiten versehen findet man vor, da ist z.B. die Küche zu erwähnen die ohne Schwierigkeiten 100 Leute versorgen könnte, obwohl nur vier Menschen dort leben! Dementsprechend ist auch der Kühlschrank dimensioniert, bei dem ich 4 Riesen-Schritte brauche, um von einem Ende an das Andere zu gelangen. Alles Klischeepflege die dort betrieben wird:-). Aber alles super nette Leute die dort wohnen. Und auf der Party bzw. eher ist es eine lockere Atmosphäre wie in einer Bar, trifft man viele Deutsche, Europäer und die junge Upper Class von Kigali und lernt viele kennen. Jetzt habe ich noch zwei Wochentage vor mir und schon wieder steht das Wochenende vor der Tür und damit auch das Ende des ersten Monats in Ruanda. Wie die Zeit vergeht. So, meine Mitbewohner kochen heute und haben gerade signalisiert, dass wir essen können. Es gibt Chili con Carne (richtig geschrieben?). Schönen Abend Euch allen. Bis am Wochenende
Gruß Michael
Sonntag, 6. September 2009
Ende der 3. Woche
Hi,
das Ende der 3. Woche ist schon da. Die Tage seit meinem letzten Post sind schnell vergangen. Am Donnerstag hatte ich wieder einen ziemlich normalen Bürotag. Zwischendurch ergab sich, dass ich und meine Kollegin zu einem Projekt nicht weit von Kigali wollten, da es dort einige Probleme gibt und uns die Leiterin, eine Schwester, schon die Tage davor den letzten Nerv gekostet hat. Das ganze wurde dann doch auf Freitag verschoben. Trotzdem war dadurch wieder ein wenig Stress entstanden:-). Am Freitag war ich dann mit einer anderen Kollegin, sie betreut die Mikroprojekte (also vor allem einkommensschaffende Projekte) im Süden des Landes, um mit einer Gruppe von Leuten den Start des Projektes zu klären und einige Probleme aus der Welt zu schaffen. Dort habe ich kaum Fotos gemacht, weil es einfach nicht so interessant war, deswegen von da leider keine Eindrücke per foto. Gestern, am Samstag war ich mit ein paar Freunden das Länderspiel zwischen Ruanda und Ägypten gucken. Es war eine Qualifikations-Spiel für die WM. Ruanda hat leider 0:1 verloren, trotz unser Anfeuerungen, die die Blicke und die Freude aller Ruander auf uns gezogen hat. Heute der Tag ist eher wieder ruhig und es steht für mich ein wenig Hausputz in meinem Zimmer an und auch endlich mal die Säuberung meiner Schuhe die durch den ganzen Staub extrem verdreckt waren. Aber jetzt strahlen sie wieder, genau wie mein Zimmer.
So, wünsche Euch allen einen schönen Sonntag und bis die Tage.
Gruß Michael
das Ende der 3. Woche ist schon da. Die Tage seit meinem letzten Post sind schnell vergangen. Am Donnerstag hatte ich wieder einen ziemlich normalen Bürotag. Zwischendurch ergab sich, dass ich und meine Kollegin zu einem Projekt nicht weit von Kigali wollten, da es dort einige Probleme gibt und uns die Leiterin, eine Schwester, schon die Tage davor den letzten Nerv gekostet hat. Das ganze wurde dann doch auf Freitag verschoben. Trotzdem war dadurch wieder ein wenig Stress entstanden:-). Am Freitag war ich dann mit einer anderen Kollegin, sie betreut die Mikroprojekte (also vor allem einkommensschaffende Projekte) im Süden des Landes, um mit einer Gruppe von Leuten den Start des Projektes zu klären und einige Probleme aus der Welt zu schaffen. Dort habe ich kaum Fotos gemacht, weil es einfach nicht so interessant war, deswegen von da leider keine Eindrücke per foto. Gestern, am Samstag war ich mit ein paar Freunden das Länderspiel zwischen Ruanda und Ägypten gucken. Es war eine Qualifikations-Spiel für die WM. Ruanda hat leider 0:1 verloren, trotz unser Anfeuerungen, die die Blicke und die Freude aller Ruander auf uns gezogen hat. Heute der Tag ist eher wieder ruhig und es steht für mich ein wenig Hausputz in meinem Zimmer an und auch endlich mal die Säuberung meiner Schuhe die durch den ganzen Staub extrem verdreckt waren. Aber jetzt strahlen sie wieder, genau wie mein Zimmer.
So, wünsche Euch allen einen schönen Sonntag und bis die Tage.
Gruß Michael
Mittwoch, 2. September 2009
3. Woche, 1. Haelfte
Hallo,
so, die erste Hälfte der dritten Wochen ist nun auch schon wieder vorbei. Das Wochenende war sehr ruhig. Wir waren auf dem Markt einkaufen und haben uns das ganze Wochenende ausgeruht, aber wir denken uns, dass es werden noch viele Wochenende geben wird um etwas zu unternehmen. Am Montag und Dienstag habe ich viel Büroarbeit getätigt und die Tage gingen schnell um. Es wird hier leider schon um sechs - halb sieben Uhr dunkel und wenn ich dann um Fuenf aus dem Büro gehe, ist der Tag auch schon fast wieder um. Was eigentlich richtig schade ist. Die Woche machen wir dann abends auch nicht viel, weil wir einfach zu müde sind und die Dunkelheit das Seine dazu beiträgt. Heute war ich wieder im Land unterwegs. Ich und meine Kollegin sind heute in den Westen des Landes gefahren, an den Kivusee, um ein Waisenhaus zu besuchen, dass durch die Partnerschaft unterstüzt wird. Genauer wird dort ein "Baby-Projekt" gefördert. Das ist eine Art kleiner Kindergarten in dem die Kleinsten der Waisen, schlafen und spielen. Es war echt richtig toll mit den Kindern zu spielen und sie kamen am Anfang alle direkt auf mich zugestürmt und haben sich an meine Beine geklammert und alle Kinder wollten von mir hochgehoben werden und auf meinen Beinen sitzen und Hoppe-Hoppe Reiter spielen (also zumindest die Bewegung der Beine). Es war herzerwärmend, dass sie so fröhlich waren, dabei haben die Kinder keine Elternteile mehr und trotzdem koennen sie in einer schönen, kinderfreundlichen und behüteten Umgebung aufwachsen und haben es teilweise besser, als Kinder die noch Eltern haben (werde ein paar Fotos von heute hochladen). Die Kinder verbleiben in dem Waisendorf bis zum 18.-19. Lebensjahr und erhalten währendessen auch eine Ausbildung z.B. zur Schneiderin oder können eine Landwirtschaftsschule besuchen. Wir haben einen tollen Eindruck mit nach Kigali genommen und waren nach der Abfahrt noch ganz kurz am Kivusee, dessen "Arme", also kleine Buchten, inmitten von hohen Hügeln liegen und ich fühlte mich irgendwie an Fjorde in Norwegen erinnert.
Jetzt ist der Tag auch schon fast wieder rum, gleich werde ich wieder mit Cindy telefonieren, worauf ich mich jeden Tag sehr freue und dann schlafen gehen und morgen gehts wieder von vorne los. Morgen werde ich im Büro sein und am Freitag wieder ins Land fahren und ein weiteres Porjekt besuchen. Es geht um Ziegenzucht, aber davon mehr am Wochenende. Bericht folgt:-)
Bis dann
so, die erste Hälfte der dritten Wochen ist nun auch schon wieder vorbei. Das Wochenende war sehr ruhig. Wir waren auf dem Markt einkaufen und haben uns das ganze Wochenende ausgeruht, aber wir denken uns, dass es werden noch viele Wochenende geben wird um etwas zu unternehmen. Am Montag und Dienstag habe ich viel Büroarbeit getätigt und die Tage gingen schnell um. Es wird hier leider schon um sechs - halb sieben Uhr dunkel und wenn ich dann um Fuenf aus dem Büro gehe, ist der Tag auch schon fast wieder um. Was eigentlich richtig schade ist. Die Woche machen wir dann abends auch nicht viel, weil wir einfach zu müde sind und die Dunkelheit das Seine dazu beiträgt. Heute war ich wieder im Land unterwegs. Ich und meine Kollegin sind heute in den Westen des Landes gefahren, an den Kivusee, um ein Waisenhaus zu besuchen, dass durch die Partnerschaft unterstüzt wird. Genauer wird dort ein "Baby-Projekt" gefördert. Das ist eine Art kleiner Kindergarten in dem die Kleinsten der Waisen, schlafen und spielen. Es war echt richtig toll mit den Kindern zu spielen und sie kamen am Anfang alle direkt auf mich zugestürmt und haben sich an meine Beine geklammert und alle Kinder wollten von mir hochgehoben werden und auf meinen Beinen sitzen und Hoppe-Hoppe Reiter spielen (also zumindest die Bewegung der Beine). Es war herzerwärmend, dass sie so fröhlich waren, dabei haben die Kinder keine Elternteile mehr und trotzdem koennen sie in einer schönen, kinderfreundlichen und behüteten Umgebung aufwachsen und haben es teilweise besser, als Kinder die noch Eltern haben (werde ein paar Fotos von heute hochladen). Die Kinder verbleiben in dem Waisendorf bis zum 18.-19. Lebensjahr und erhalten währendessen auch eine Ausbildung z.B. zur Schneiderin oder können eine Landwirtschaftsschule besuchen. Wir haben einen tollen Eindruck mit nach Kigali genommen und waren nach der Abfahrt noch ganz kurz am Kivusee, dessen "Arme", also kleine Buchten, inmitten von hohen Hügeln liegen und ich fühlte mich irgendwie an Fjorde in Norwegen erinnert.
Jetzt ist der Tag auch schon fast wieder rum, gleich werde ich wieder mit Cindy telefonieren, worauf ich mich jeden Tag sehr freue und dann schlafen gehen und morgen gehts wieder von vorne los. Morgen werde ich im Büro sein und am Freitag wieder ins Land fahren und ein weiteres Porjekt besuchen. Es geht um Ziegenzucht, aber davon mehr am Wochenende. Bericht folgt:-)
Bis dann
Samstag, 29. August 2009
2 neue Landtrips
Hallo,
schon wieder ist es Wochenende. Die Woche ging schnell rum. Die ersten drei Tage der Woche habe ich im Büro verbracht und viele neue Dinge gezeigt bekommen und so langsam stellt sich eine gewisse Eigenständigkeit ein. Der ganze Mittwoch war zum Beispiel geprägt von den Vorbereitungen für Donnerstag. Es mussten Anschreiben an einige Schule erstellt werden, weil wir bestimmte Betätigungen von ihnen benötigen. Am Donnerstag dann fuhren wir in den Osten des Landes in mehrere Distrikte, um einige Patenschaftsschüler zu besuchen und Angelegenheiten mit ihnen zu klären. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und haben mehrere Schulen besucht und wieder viel vom Land gesehen. Der Osten des Landes ist die Region, wo besonderst viele Bananenbäume (Kochbananen) wachsen, dementsprechend ist alles übersäht von Feldern ( Felder in Tälern und an den Berghängen ) mit Bananenbäumen. Auf dem Rückweg haben wir dann ganze Bananenstauden für die Mitarbeiter des Büros am Straßenrand eingekauft, da Kochbananen bei jedem zur Grundversorgung gehören, so wie bei uns Kartoffeln. Jedoch gibt es am Straßenrand auch frisch vom Baum geschlagenen Ananas, Papaya und Avocados und um einiges billiger, als in der Stadt. Wir machten auch noch einen kleinen Schlenker an die Grenze zu Tansania (der Hauptgrenzübergang nach Tansania) , die wir dann auch zu Fuß überquerten, weil es dort einen großen Wasserfall zu sehen gibt (siehe Fotos). Es war wunderschön, echt Hammer und somit war ich auch schon in Tansania (leider ohne Stempel im Pass). Der Rückweg nach Kigali zog sich dann ein wenig und wir waren gegen Abend wieder hier. Ingesamt war es ein toller Tag und ich freu mich auf die nächste Fahrt in Richtung Osten!!!
Gestern dann, am Freitag, war ich mit unserem Direktor und zwei Ruanderinnen zu eine Schuleinweihungsfeier einer Grundschule in den Westen des Landes an der Grenze zum Kongo aufgebrochen. Die Fahrt dorthin dauerte allein drei Stunden, aber die Landschaft ist einfach nur toll und im Norden ( man fährt erst Richtung Norden --> Uganda und dann Richtung Westen--> Kongo) des Landes stehen einige 4000m Berge und Vulkane die noch aktiv sind. Unter anderem durften wir auch eine neue Straße testen, die von der bekannten Firma Strabag gebaut wurde und von der EU finanziert wurde, denn diese Straße ist die Transitstraße von Tansania zum Kongo und somit sehr wichtig für Ruanda, als Transitland. Außerdem befahren diese Straße die Touristen, die die Gorillas besuchen wollen.
So gegen 12 Uhr trudelten wir dann bei der Schule ein, nach 5 km bergauf über einen Waldweg mit riesigen Löchern ( Video anbei ). Die Schule liegt hoch oben auf einem Berg umgeben von noch höheren Bergen und einer tollen Aussicht in ein weites Tal (leider war es ein wenig diesig) und man kommt sich wirklich vor wie in der Schweiz/Österreich im Sommer. Die Feier zur Einweihung begann, nachdem wir die neuen Schulgebäude besichtigt hatten. Es wurde viel getanzt und gesungen und dies daurte etwa zwei Stunden. Danach wurden wir unten im Tal vom Bürgermeister zum Essen mit dem Schulleiter und allen Lehrern eingeladen und fuhren danach wieder heim und kamen erst so gegen 7 Uhr hier an. Auch dieser Tag war wieder toll und habe wieder viele neue Eindrücke bekommen.
So jetzt ist es nach eins und wir können einkaufen, denn heute morgen war in Kigali allgemeines Aufräumen und in der Zeit sollte man nicht auf die Straße.
Bis dann.
Gruß Michael
schon wieder ist es Wochenende. Die Woche ging schnell rum. Die ersten drei Tage der Woche habe ich im Büro verbracht und viele neue Dinge gezeigt bekommen und so langsam stellt sich eine gewisse Eigenständigkeit ein. Der ganze Mittwoch war zum Beispiel geprägt von den Vorbereitungen für Donnerstag. Es mussten Anschreiben an einige Schule erstellt werden, weil wir bestimmte Betätigungen von ihnen benötigen. Am Donnerstag dann fuhren wir in den Osten des Landes in mehrere Distrikte, um einige Patenschaftsschüler zu besuchen und Angelegenheiten mit ihnen zu klären. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und haben mehrere Schulen besucht und wieder viel vom Land gesehen. Der Osten des Landes ist die Region, wo besonderst viele Bananenbäume (Kochbananen) wachsen, dementsprechend ist alles übersäht von Feldern ( Felder in Tälern und an den Berghängen ) mit Bananenbäumen. Auf dem Rückweg haben wir dann ganze Bananenstauden für die Mitarbeiter des Büros am Straßenrand eingekauft, da Kochbananen bei jedem zur Grundversorgung gehören, so wie bei uns Kartoffeln. Jedoch gibt es am Straßenrand auch frisch vom Baum geschlagenen Ananas, Papaya und Avocados und um einiges billiger, als in der Stadt. Wir machten auch noch einen kleinen Schlenker an die Grenze zu Tansania (der Hauptgrenzübergang nach Tansania) , die wir dann auch zu Fuß überquerten, weil es dort einen großen Wasserfall zu sehen gibt (siehe Fotos). Es war wunderschön, echt Hammer und somit war ich auch schon in Tansania (leider ohne Stempel im Pass). Der Rückweg nach Kigali zog sich dann ein wenig und wir waren gegen Abend wieder hier. Ingesamt war es ein toller Tag und ich freu mich auf die nächste Fahrt in Richtung Osten!!!
Gestern dann, am Freitag, war ich mit unserem Direktor und zwei Ruanderinnen zu eine Schuleinweihungsfeier einer Grundschule in den Westen des Landes an der Grenze zum Kongo aufgebrochen. Die Fahrt dorthin dauerte allein drei Stunden, aber die Landschaft ist einfach nur toll und im Norden ( man fährt erst Richtung Norden --> Uganda und dann Richtung Westen--> Kongo) des Landes stehen einige 4000m Berge und Vulkane die noch aktiv sind. Unter anderem durften wir auch eine neue Straße testen, die von der bekannten Firma Strabag gebaut wurde und von der EU finanziert wurde, denn diese Straße ist die Transitstraße von Tansania zum Kongo und somit sehr wichtig für Ruanda, als Transitland. Außerdem befahren diese Straße die Touristen, die die Gorillas besuchen wollen.
So gegen 12 Uhr trudelten wir dann bei der Schule ein, nach 5 km bergauf über einen Waldweg mit riesigen Löchern ( Video anbei ). Die Schule liegt hoch oben auf einem Berg umgeben von noch höheren Bergen und einer tollen Aussicht in ein weites Tal (leider war es ein wenig diesig) und man kommt sich wirklich vor wie in der Schweiz/Österreich im Sommer. Die Feier zur Einweihung begann, nachdem wir die neuen Schulgebäude besichtigt hatten. Es wurde viel getanzt und gesungen und dies daurte etwa zwei Stunden. Danach wurden wir unten im Tal vom Bürgermeister zum Essen mit dem Schulleiter und allen Lehrern eingeladen und fuhren danach wieder heim und kamen erst so gegen 7 Uhr hier an. Auch dieser Tag war wieder toll und habe wieder viele neue Eindrücke bekommen.
So jetzt ist es nach eins und wir können einkaufen, denn heute morgen war in Kigali allgemeines Aufräumen und in der Zeit sollte man nicht auf die Straße.
Bis dann.
Gruß Michael
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