Donnerstag, 22. Oktober 2009

Nebelwaldprojekt und weitere Ereignisse

Hallo,



jetzt haben wir Donnerstag Abend (Entschuldigt aber diesen Entwurf konnte ich erst heute wegen technischer Probleme online stellen)und morgen ist die Arbeitswoche schon schon wieder vorbei. Am Montag waren wir mit der ganzen Delegation eine Schule einweihen. Es war meine erste Begegnung mit der Delegation. Einige der Mitglieder der Delegation kannte ich bereits näher, durch mein Praktikum in der Spd-Landtagsfraktion und auch sie erkannten mich wieder. Was mich natürlich sehr freute! Die Beurkundung der neuen Partnerschaft zwischen dieser ruandischen Schule und einer Schule aus Rheinland/Pfalz wurde auf dem Schulhof abgehalten. Zu diesem Zweck haben Angestellte der Schule einen großen Pavillion aufgebaut unter dem die Ehrengäste sich hinsetzen konnten. Wir sind mit einigen Kollegen bereits früher losgefahren, um die Vorbereitung der kleinen Feier zu begutachten und gegebenfalls ein wenig zu beschleunigen. Die Delegation erreichte die Schule jedoch später als geplant, da sich die Gespräche mit Vertretern der ruandischen Regierung in die Länge gezogen haben. Als die Delegation dann mit dem Autotross bzw. dem Bus angerollt kam, waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und die Feier konnte begingen. Es wurden die üblichen Reden gehalten und die Urkunde übergeben. Der Höhepunkt für die Kinder war aber eindeutig die Verteilung von großen Fussbällen und kleinen Plastikbällchen. Es ergab sich die Situation, dass alle Kinder auf die Tüte mit den Bällen losgestürmt sind und dabei die verteilende Staatssekretärin umzingelten und sie beinahe zu Boden gerissen hätten. Aber es ging gerade nochmal gut und die Lehrer schritten ein und scheuchten die Kinder zurück. Nach dem obligatorischen Foto mit den Kindern und den Mitgliedern der Delegation ging es dann wieder in Richtung Kigali. Auf dem Weg dorthin haben wir noch ein Mittagessen eingenommen und den Weg nach Kigali fortgesetzt. Für den Nachmittag standen noch einige Gespräche mit Ministerien an, an den ich Teil nehem durfte und dass war für mich natürlich ein Höhepunkt. Am Dienstag und am Mittwoch habe ich dann wieder auschließlich im Büro gearbeitet. Gestern Nachmittag sind wir dann mit einigen Kollegen aus dem Büro, nach Butare aufgebrochen um dort wieder die Delegation zu treffen, die zwischenzeitlich im Nebelwald und am Kivu-See war. Wir haben dort mit der ganzen Delegation ein Hotel belegt, und nach dem Abendessen in einzelnen Gruppen zusammengesessen. Heute morgen ging es dann in verschiedene Projekte. Ich begleitete die Staatssekretärin in ein Agroforst Projekt, dass die Uni Koblenz-Landau in Zusammenarbeit mit der Uni in Butare betreibt und mittlerweile abgeschlossen hat. Auf einem Versuchshang haben die Wissenschaftler die Nutzung von Ackerbau gepaart mit der Bepflanzung von Bäumen erforscht. Die Sinnvolle Terrassierung, stand dabei im Vordergrund. Die vielen gute Ergebnisse und Studien werden nun in einem Nachfolgeprojekt genutzt, um einen Schutzring um den Nebelwald (Nyungwe Forest) zu legen, der dort den Menschen spezielle Anbaumethoden vermittelt, um der Abholzung des Waldes entgegenzuwirken. Es handelt sich um ein sehr interessantes Projekt, dass durch eine hohe Förderung aus RLP möglich ist.



Bin jetzt eben um 5 Uhr heimgekommen und ziemlich erledigt. Morgen Abend wird es noch einen großen Empfang mit der Delegation und dem Botschafter geben und am Samstag bricht die Delegation wieder nach Rheinland-Pfalz auf.



Also bis dann.


PS: Habe meine neue Kamera bekommen und werde jetzt wieder starten Fotos zu machen und online zu stellen.