Hallo,
die Adventszeit steht vor der Tür und am Sonntag ist der 1. Advent. In Ruanda bezeichnet man ebenfalls die 4 letzten Sonntag vor Weihnachten, als Adventssonntage, aber die ganze Adventszeit hat nicht diesen vorweihnachtlichen Charakter wie in Deutschland.
Wir werden uns heute einen kleinen Adventskranz basteln, um wenigstens ein wenig die Atmosphäre wie in Deutschland nachzustellen und backen Plätzchen. Allerdings stimmt uns hier nichts Richtiges auf Weihnachten ein, denn zum Beispiel gibt es hier selbstverständlich keine Weihnachtsmärkte.
Dieser Woche verlief ziemlich normal. Ich habe drei Projekte besucht von denen ich zwei bereits kenne. Gestern waren wir in dem dritten Projekt, dass mir unbekannt war. Es geht um eine Milchkuh für ein Gesundheitszentrum, dem eine Einrichtung für "Mutter-Kind" Fürsorge angeschlossen ist. In der Region gibt es viele Kinder mit den Erscheinungen von Mangelernährung und dem dadurch verursachten langsamen Wachstum bzw. geistiger Entwicklung. Zu diesem Zweck gibt es dieses kleine Zentrum, um den Müttern zum Einen über dieses Problem aufzuklären und ernährungswissenschaftliche Grundkenntnisse zu vermitteln und Anleitung zu geben, wie man richtig für die Kinder kocht. Zusätzlich werden die Kinder mit Nahrung versorgt in Form von besonderst nahrhaften Gerichten und durch Milch. Für diesen Zweck wurde durch Spendengelder eine Kuh angeschafft, die die Milchknappheit des Centers verringert.
Als wir ankamen waren circa. 20 Mütter mit ihren Kindern anwesend. Es waren wirklich sehr süße Kinder, die teilweise rumliefen oder sich aus Angst vor mir lieber an den Körper der Mütter zwengten. Leider wurde auch wegen mir die ein oder andere Träne vergoßen. Aber ich nahm es mit Humor, obwohl manche Kinder denken "Weiße" würden kleine schwarze Kinder verspeisen. Aber einige Kinder klammerten sich direkt an meine Beine und es hat wirklich sehr viel Spass gemacht mit ihnen zu spielen oder ihnen die Tasse beim Milch trinken zu halten und zu helfen.
Das Projekt liegt nicht weit von Kigali entfernt und so mussten wir für den Besuch auch keinen ganzen Tag veranschlagen.
Am Montag erreichte Ruanda dann ein weiteres "Großereignis" die Hip-Hop Gruppe "Massive Töne" aus Deutschland weilte in Kigali und gab im Goethe-Institut ein Konzert. Die Gruppe ist seit längerem in Deutschland nicht mehr aktuell und dass kann ich auch verstehen, weil ich den Stil der Musik nicht mag, jedoch haben wir die Veranstaltung besucht und es war einige deutsche "Mitbürger" anwesend. Jedoch blieben wir nicht allzu lang, da auch die Band nur eine Stunde spielte (sogar als "out" bekommt man wohl noch genug Gage um nur eine Stunde zu spielen, naja !).
So das war es schon für dieses Mal. Aber ich denke nächste Woche wird es wieder ein bisschen mehr.
Wünsche euch allen einen schönen ersten Advent!
Bis dann
Freitag, 27. November 2009
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