Freitag, 6. November 2009

Bürowoche

Hallo,

und schon ist eine weitere Woche vorbeigerauscht. Das Wetter hier in Ruanda besteht seit etwa zwei Wochen aus dem Wechsel von Sonne und Regen, denn vormittags scheint die Sonne und es wird angenehme 27 Grad warm bevor nachmittags dann die Gewitter über Kigali wegrollen. Gestern z.B. schüttete es etwa 4 Stunden am Stück. Deswegen ist heute auch unten im Tal, ein Teil des Busbahnhofes überschwemmt. Aber die Leute sehen es gelassen, weil irgendwann geht ja das Wasser auch wieder:-).

Am vergangenen Wochenende waren wir freitagabends auf der Präsentationsparty für ein neues Bier (dunkles starkes Bier). Es wurde in einer größeren Halle vorgestellt und das Rahmenprogramm bestand aus bekannten Künstlern. Und selbstverständlich gab es Freibier, um den Leuten das Neue auch schmackhaft zu machen. Franziska und ich sind ein wenig spät angekommen und die Biervorräte waren bereits stak geschmolzen, so dass wir schnellstens Hilfestellung geben mussten den Schmelzvorgang zu beschleunigen:-)!
Sonst war das Wochenende ruhig und wir waren wie üblich den Markt besuchen, um einzukaufen. Diesmal zu dritt, weil wir eine neue Mitbewohnerin haben, die am Freitag angekommen ist und ihr haben wir dann in Einem "unseren" Markt gezeigt.

Diese Woche habe ich wieder komplett im Büro verbracht und einige Listen entworfen. Im Moment ist ein Partner aus Deutschland anwesend, der mit einem Container Rollstühle, Krücken und viele weitere Hilfsmittel ins Land bringen lässt. Wir werden ihm bei der Verteilung der Mittel helfen und haben dafür einige Vorarbeit im erstellen von Listen geleistet, die uns die Verteilung erleichtern und in geordnete Bahnen lenken lässt.
Heute kam der Container dann endlich an, nachdem er einige Tage auf dem Geländer der Spedition festgehalten wurde, da vorher erst noch bürokratische Vorgänge getätigt werden mussten. Den Morgen über haben dann fast alle Mitarbeiter des Büros geholfen den Container "auszupacken" (so quasi wie ein Geschenk:-)!!) und die Materialien unter bereits aufgestellten Zelten aufzureihen. Ich habe dazu einige Fotos gemacht und werde sie umgehend hochladen.

Jetzt am kommenden Wochenende sind wir in den Norden des Landes auf einen Geburtstag eines Mitfreiwilligen eingeladen. Morgen früh gehts los und wir werden dort übernachten und am Sonntag wieder heimkehren. In den letzten Tagen verspüre ich erstmals ein wenig mehr Heimweh als sonst und man sagt nach drei Monaten wäre es an der Zeit, um in ein kleines Loche zu fallen. Dazu muss man erwähnen, dass ich gestern ein wenig krank war und dass hat die Sehnsucht nach zu Hause noch verstärkt. Doch Gott sei Dank hat mich meine Oma angerufen und so war die Heimat, doch nicht mehr so weit entfernt. Hört sich ein bisschen seltsam an, aber sowas hilft ungemein, auch einem 21 jährigen jungen Mann:-)! Danke Oma;-)!!!

Wünsche Euch ein schönes Wochenende. Machts gut. Bis die nächste Woche.