Freitag, 16. Oktober 2009

Beginn der Woche + Cyangugu

Hallo,

jetzt haben wir schon wieder Freitag und noch zwei Tage bis zum Ende dieser Woche. Ich muss aufpassen, dass ich es nicht in jedem Post erwähne, aber die Zeit geht sehr schnell um. Würde echt gern wissen, ob es nur mir so geht oder ob generell auf der ganzen Welt die Zeit in den letzten Monaten schneller vergeht:-). Vielleicht ist es auch einfach nur die afrikanische Zeit.

Die Woche begann wie immer mit unserer wöchentlichen Mitarbeiterversammlung und dem Hauptthema der Delegation, die nun morgen endlich eintreffen wird. In "Unserem Dritten"(SWR daheim in RLP) gab es über die Delegation auch bereits einen kleinen Beitrag und dasselbe ist hier geschehen. Allerdings nicht über das Fernsehprogramm sondern dem am weiten verbreitesten Massenmedium, dem Radio. Und so weiß nun ganz Ruanda Bescheid, dass eine Delegation aus Rheinland-Pfalz kommen wird.

Dienstag und Mittwoch waren geprägt von meiner täglichen Arbeit und der zusätzlichen Arbeit für die Delegation. Ich habe Pressemappen vorbereitet, ausgedruckt und geheftet um diese dann ins Parlament und in den Senat zu bringen, für die Abgeordneten und Senatoren die in Gespräche mit der rheinland-pfälzischen Seite treten werden. So wie ich manchmal bin habe ich meinen Pass vergessen und deswegen durfte ich leider nicht ins Parlamentsgebäude. Ich hätte mich echt Ohrfeigen können, diese Chance nicht ausgenutzt zu haben:-(.

Am Mittwoch bin ich dann mit meiner Kollegin aus dem Bereich der Mikroprojekte nach Cyangugu gefahren. Cyangugu ist eine Stadt am äußersten, süd-westlichen Zipfel von Ruanda, an der Grenze zum Kongo. Sie liegt unmittelbar am Kivusee. Auf dem Weg dorthin haben wir den Nyungwe-Wald passiert, ein Nationalpark, der noch ein Urwald ist. Durch den Wald führt eine einzige Straße. Leider haben wir kaum Tiere gesehen, da gleichzeitig mit uns etwa 70 Lkw's, beladen mit UN-Fahrzeugen und Containern ( für den Konflikt im Kongo ) über die Straße gebraust sind. Aber die typische Akkustik eines Urwaldes war deutlich zu hören. Viele Grillen haben gezirpt und andere undefinierbare Geräusche mischten sich. Es ist ein unbeschreibliches und einschüchternes Gefühl, wenn man durch einen so alten Wald fährt. Man hat teilweise das Gefühl, dass die Bäume miteinander reden. Ich habe dazu auch ein paar Fotos. Leider war das Wetter sehr diesig, deswegen ist die Qualität teilweise nicht gut. Werde sie morgen online stellen. Die Fahrt verlief nach dem Verlassen des Waldes entlang von riesigen Teeplantagen, die sich über mehrere Felder hingezogen haben. Und da im Moment gerade wieder Erntezeit ist, wuselten die Felder nur so von Menschen, die zwischen den Reihen arbeiteten.
Kurz vor Cyangugu bogen wir ab um eines unserer Projekte zu besuchen. Es handelt sich dabei um ein Seifenprojekt, dass eine einkommensschaffende Maßnahme ist. Das Projekt ist bei einer Pfarrgemeinde angesiedelt, die eine große neue Kirsche gebaut hat, weil die Letzte durch ein Erdbeben erhebliche Schäden davon getragen hat. Sie wurde unter anderem mit finanzieller Hilfe aus Rheinland-Pfalz wieder aufgebaut. Es war mittlerweile Nachmittag, da die Fahrt etwa 4 1/2 Stunden gedauert hat, so dass wir uns nach etwa 2 Stunden schon wieder auf den Weg gemacht haben, um unser Nachtquartier zu erreichen. Wir sind in einem pastoralen Zentrum unterkommen mit einem wunderbaren Blick auf den Kivusee und den angrenzenden Kongo. Wir bezogen kurz unsere Zimmer und machten uns dann auf den Weg zu einem Restaurant im Zentrum der Stadt. Es gab wie so oft Buffet. Mein absolutes Leibgerichte sind Bohnen. Ich liebe die roten Bohnen hier, die immer einen tollen rauchigen Geschmack haben und von der Konsistenz, als matschig angesehen werden können. Einfach gut. Und dazu die typischen Beilagen, wie Kochbananen, Reis, Kartoffeln und Maniok. Da der Tag sehr lang und anstrengend war, sind wir dann auch schsehr früh ins Bett geganegn. Am nächsten Morgen habe ich mir den Wecker bereits für halb 5 gestellt, da ich den Sonnenaufgang gepaart mit dem See, sehen wollte. Bedauerlichweise war alles trüb, als ich aus dem Fenster blickte und so ließ ich mich wieder in mein Bett plumpsen, um weiterzuschlafen. Jedoch wurde ich schnell wach, als ich die angepriesene warme Dusche nutzen wollte, die sich jedoch als bitterkalt herausstellte, so dass ich aufjedenfall hellwach war. Naja. Die zwei Monate haben die (meine) westlichen Gewohnheiten schon ein wenig reduziert und ich habein diesem Fall nur drüber geschmunzelt. Das Frühstück nahmen wir in dem selben Restaurant wie das Abendessen ein und starteten danach zu dem Anleger, um uns auf die einzige Insel Ruandas bringen zu lassen. Dort ist ein weiteres Projekt bzw. die Idee für Eines. Der See war sehr ruhig und wir setzten mit einem Boot über. Für alle Fälle trugen wir Schwimmwesten, da die Boote nur einen teilweise, vetrauensbildenden Eintrug machten. Auf der Insel angekommen, hieß es dann erstmal den Hüugel zu erklimmen um das Sektorbüro zu erreichen. Dort angekommen sprachen wir mit der Kooperative und beeilten uns ein wenig mit dem Tempo der Konversation, da dass Wetter nicht gut aussah und um so einem Wetterumschwung während der Ueberfahrt zu entgehen. Wir erreichten das Festland trocken und stiegen umgehend in dunser Auto, um nochmal an die Pfarrei vom Vortag zu fahren, um ein weiteres Gespräch mit einer anderen Gruppe zu führen. Wir waren froh, dass wir die Pfarrei heil erreicht haben, weil die Lenkstange unseres Jeeps abgebrochen ist. Es war echt nicht ungefährlich, aber der Fahrer hat es irgendwie geschaft, das Auto mit einem Rad zu lenken. Durch unsere Panne verlängerte sich unser Aufenthalt und beinahe sah es so aus, dort übernachten zu müssen. Aber unser Fahrer, unser Held für diesen Tag, hat auch dass geschafft und wir konnten am späten Nachmittag den Heimweg antreten und erreichten um neun Uhr Kigali. Der Trip war richtig spannend und schön. Und mit dieser Kollegin ist es immer sehr witzig, da sie zu jedem Spaß zu haben ist und viel Unsinn macht und auf der anderen Seite eine ungeheure Fachkompetenz hat. Einfach genial!

So genug für heute. Gehe jetzt mal was essen. Euch allen ein schönes Wochenende.
Bis dann

Sonntag, 11. Oktober 2009

Das Ende der Woche ist da...

Guten Abend,



wie bereits in meinem letzten Eintrag erwähnt, ist das Ende der Woche da. Es ist echt unglaublich wie schnell die Zeit seit Donnerstag umgegangen ist.

Aber es liegt zum Teil daran, dass ich die letzten Tage sehr viel auf Achse war und dadurch verliert man ein wenig den Bezug zur Zeit.

Am Freitag war ich mit meiner Kollegin, aus dem Bereich der Mikroprojekte ( also die Kollegin, die in dem Büro nebenan sitzt), im Norden des Landes, um eine Gruppe zu besuchen, die ein "Schneider-Projekt" betreibt. Die Fahrt dort hin dauerte nur eine Stunde und die Lage des Projekt ist richtig gut, da es direkt an der Hauptstraße lag. Und so ist uns der Weg über schlechte Pisten erspart geblieben.

Die Kooperative hat ein kleines Büro, in dem ihr Vorsitzende die Büroarbeit erledigt. Da die Gruppe zum großen Teil aus behinderten Menschen besteht, war es auch nicht verwunderlich, dass der Vorsitzende eine Behinderung hat. Er ist blind, spricht aber Englisch und Französich recht fließend. Mit ihm haben wir einen kleinen Rundgang unternommen und ich "durfte" ihn führen, da er bat an den Arm des Mzungu ( =Weißen ) zu können. Habe ich natürlich gern gemacht und damit war nicht mehr allein mir die Aufmerksamkeit sicher, sondern er hat sie auch erfahren :-). Naja, aber dass ist inzwischen alles Alltag für mich geworden.
Die Werkstatt der Gruppe war ein kleiner Raum, der mit Maschinen überfüllt war. Leider muss dieser Raum angemietet werden, was zusätzlich Kosten bereitet. Deswegen ist es uns ein Anliegen, ein Gebäude für diese Kopperative zu errichten, um geeignete Räumlichkeiten zu schaffen, die eine Art Expandtion ermöglichen. Denn die Gruppe besteht aus beinahe 1500 Menschen. Während unseres Aufenthaltes hat meine Kollegin ein wenig mit den Mitarbteiern diskutiert und öfters übersetzt sie dann für mich, was ich sehr lustig finde, weil ich dann immer aufschrecke. Da ich, wenn sie Kinayrwanda babelt, mich oft umsehe und nicht mehr auf sie achte, da ich eh nichts verstehe, außer ein paar einzelnen Wörtern.

Die Gelegenheit, dass ein großer Markt direkt vor den Räumlichkeiten der Gruppe liegt, habe ich genutzt, um eine große Menge Maracujas einzukaufen. Maracujas werden viele kennen, nur wie sie genau aussehen, war mir bis zu meiner Ankunft auch nicht so richtig bewusst. Es sind kleine, braune Früchte die eine starke, lederartige Haut besitzen und mit der Zeit regelrecht verschrumpeln. Wir brauchten viele von den Früchten um einen Saft bzw. ein Getränk aus Wasser, Zucker, zeriebenen Möhren und eben diesen Maracujas herzuerstellen. Erst wird alles vermischt und eine kurze Zeit ziehen gelassen, dann abgesiebt und fertig. Es schmeckt sehr gut und erinnert mich an ACE-Saft.
So zurück zum Freitag. Wir haben uns dann nicht mehr allzu lange aufgehalten und sind zügig heimgefahren. Zwischendurch haben wir noch kurz angehalten, um an einem Straßenrestaurant bzw. es ist mehr ein Grillstand, uns etwas zum Mittagessen zu kaufen. Es gibt dort recht leckere Bruchette ( Die Ziegenspieße :-), die auf einem Holzkohlegrill gegart werden) und große, halbe Kartoffeln, die frittiert werden und zum Erwärmen nochmal auf den Grill gelegt werden. Sehr lecker! Ich wünschte Ihr könntet es auch mal probieren.

Nach unserer Ankunft im Büro, habe ich noch kurz einen kleinen Artikel fertiggestellt und bin danach ins Wochenende gestartet.
Am Freitag Abend waren wir bei Freunden eingeladen und haben zusammen gesessen und was getrunken, um dann danach noch weiter zu ziehen. War ein ganz lustiger Abend. Meine Gedanken kreisten allerdings oft um eine meiner besten Freunde. Maddi hat an diesem Abend ihren Geburtstag nachgefeiert und es hat mir echt Leid getan, nicht dabei sein zu können. Habe die ganze Zeit an sie denken müssne und an Freunde, die auch anwesend war.

Der Samstag war ein echt toller Tag. Ich war auf einer ruandischen Hochzeit eingeladen. Und zwar hat der Neffe meiner Kollegin geheiratet und sie hat mich eingeladen, weil sie unter anderem die Organisatorin war. Bin so gegen vier in den Ort gefahren, er liegt ein wenig aushalb von Kigali, aber ist mit dem Bus gut zu erreichen. So saß ich dann im Bus mit meinem Anzug und meiner Krawatte, umgeben von Ruandern, die mich lachend begutachtet haben und sich wahrscheinlich gedacht haben " Endlich mal ein Weißer der auch gut bekleidet mit dem Bus fährt" :-). Bin dann so gegen fünf angekommen und kurze Zeit später traf auch das Brautpaar ein, da die kirchliche Hochzeit im Osten des Landes stattgefunden hat. Hier in Kigali wurde nochmal eine Art Zeremonie abgehalten und mit drei Stunden, ist dass ja schon ziemlich stattlich. Die Feier war in einem großen Raum, der mit vielen Tüchern und Blumen geschmückt war und nach dem feierlichen Einzug des Brautpaares, dass von Tänzerinnen begleitet wurde, gab es viele "Rituale". So zum Beispiel hat das Oberhaupt der Familie des Bräutigam dem Oberhaupt der Familie der Braut, das Getränk serviert und sich mit langen Reden bedankt. Die Torte wurde angeschnitten, Geschenke übergeben. Das Brautpaar hat vier Kühe bekommen und auch eine Reise nach Tansania. Es gab außerdem viele ruandische Tänze und Einlagen. Und eine extra organisierter Kameramann hat seine Arbeit gemacht und hat alles auf Video festgehalten. Es warrund um wirklich eine tolle Feier, die einige Parallelen zu einer deutsche Hochzeit hat, wenn auch nur ein paar!!

Heute waren wir wieder Volleyball gucken und zwar diesmal ein Männerspiel, die eine ungeheure Kraft in die Schläge legen können. So gegen fünf war ich dann zum Tennis verabredet. Die Plätze bestanden aus Beton und war nur ein wenig mit dem typischen roten Sand bestreut, weswegen mir auch die ganzen Gelenke und die Hüften schmerzen (durch den Beton federt der Bodne nicht). Und richtig rutschen bzw. laufen ging auch nicht so gut. Also es waren wirklich viele Umstellungen und das Beste war mein lautes Schnaufen. Denn Ruanda liegt so hoch und dementsprechend ist auch die Luft dünner und ich habe ganz schön kämpfen müssen. Aber ich denke an die Leistungssportler, die auch Höhentraining machen und das wird, wenn ich wieder zurück nach Deutschland komme, helfen :-).

So das wars. Melde mich in der kommenden Woche wieder. Schönen Abend Euch allen.
Murahbeho

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Die Woche geht schon wieder zu Ende....

Hallo Ihr Lieben,


wie die Überschrift schon wiedergibt, rast die Zeit immer weiter und das Ende dieser Woche, zumindest der "Arbeitswoche" steht schon wieder bevor. Mit der Zeit arbeitet sich wirklich eine gewisse Routine ein. Mittlerweile weiß ich genau welche Aufgaben ich zu erledigen habe und gewöhne mich immer mehr an die Denkweise meine Kollegen und bekomme so langsam ein Gefühl, wann welche Sache ansteht und wie damit umgegangen werden muss. Ich fühle mich als Teil des Büros und habe, so ist mein Gefühl, einen festen Platz in der Gruppe gefunden. Meine zwei Kolleginnen binden mich unheimlich in die Arbeit ein und dass im wahrsten Sinne des Wortes. Aber es macht wirklich Spass und das Tolle ist, ich kann eigene Ideen und Vorhaben einbringen und erfahre Zuspruch durch meine beiden Damen. Echt super. Wie bereits erwähnt kommt der Besuch der Delegation immer näher und damit die Arbeit, denn bestimmte Bereiche müssen bis dahin fertig sein und selbstverständlich wollen wir einen guten Eindruck machen und zeigen, dass wir wirklich eine gute Truppe sind, die den Partnerschaftsgedanken versucht so weit es geht zu unterstützen und möglich zu machen.
Am vergangenen Dienstag stand ein Besuch im Westen des Landes an und zwar in der Nähe von Giseny. Diese Stadt, immerhin die zweitgrößte in Ruanda, liegt unmittelbar am Kivu-See und nur wenige Kilometer zu der Grenze zum Kongo. Dort haben meine Chefin, meine Kollegin, angereiste Journalisten aus Deutschland und ich, eine Kooperative und eine Sportmannschaft von behinderten Menschen besucht. Viele der Mitglieder dieser Kooperative haben körperliche wie auch geistige Behinderungen, darunter befinden sich auch viele Kinder. Die Journalisten haben einen größeren Betrag an Spenden gesammelt und wollten sich nun den Bestimmungsort dafür ansehen. Deswegen hatte uns die Sportmannschaft eingeladen ein Volleyballspiel anzuschauen, dass natürlich von behinderten Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen ausgetragen wurde. Die Regeln bei diesem Volleyballspiel sind ein wenig abgewandelt und zwar darf der Ball immer einmal auf den Boden aufkommen und muss dann erst, einem Spieler der eigenen Mannschaft zugespielt werden, der ihn auch wieder aufkommen lassen kann. Zu dem sitzen die Spieler auf dem Boden und rutschen und robben über die Spielfläche und es ist wirklich atemberaubend und fantastisch wie flink und wie schnell sie reagieren. Es kamen viele Leute um den Spiel beizuwohnen und dementsprechend war auch die Stimmung sehr gut. Nach dem Spiel setzten sich alle Leute zusammen und es wurde ein wenig diskutiert. Für meine Kollegin bedeutet dass immer Schwerstarbeit, weil sie in Kinayrwanda übersetzen muss, da die Landbevölkerung nur diese Sprache spricht. Aber es klappt immer sehr gut. Ganz besonderst irritierend, wobei dass nicht negativ gemeint ist, waren die Albinokinder, die dieser Kooperative angehören. Es ist einfach seltsam weiße Kinder unter schwarzen Kindern zu sehen und man kann sich vorstellen wie schwer es einerseits für die Kinder ist, unter schwarzen Verwandten aufzuwachsen. Auf der anderen Seite auch schwer für die Eltern, denn solche "Behinderungen" sind in der Gesellschaft ungewöhnlich und daher teilweise problematisch. Aber die Kinder und Eltern in dieser Kooperative sind gut integriert. Allerdings kämpfen die Kinder mit vielen Gefahren, die hauptsächlich von der starken Sonne ausgehen und so hatte ein Kind zum Beispiel richtig verbrannte, rote Hände, weil Sonnenmilch in Afrika wenig verbreitet und sehr teuer ist. Aber dass muss man auch erstmal wissen oder sich nochmal ins Gedächtnis rufen, dass solche einfachen Dinge hier unten einfach nicht gebraucht werden, weil die Menschnen ihren natürlichen Sonnenschutz haben. Und manche werden sagen, dass es doch logisch sei, dass die keine Sonnenmilch brauchen, aber keiner denkt dabei zum Beispiel an Albinokinder. Es sind manchmal einfach kleinste Probleme mit denen hier gekämpft werden muss und es gibt so viele Faktoren, die in eine Lösung einfließen müssen und ich schätze es sehr, diese kleinen und kleinsten Mosaiksteine, nun vor Ort erfahren zu dürfen. Ich merke wie facettenreich Enticklungzusammenarbeit einfach sein muss und dass es nicht nur darauf ankommt Geld in große, allgemeine Porjekte hineinzupumpen, sondern dass man auf die Probleme der einzelnen Menschen eingehen muss und sie fragen muss, wie sie ihre eigene Lage sehen und was Ihnen helfen würde. Und erst daraus können die richtigen Schlüsse und Ansätze erarbeitet werden.
Für diese Kooperative gibt es den Ansatz, dass ein Gebäude benötigt wird in dem sie ihre Arbeit, nämlich die handwerkliche Produktion von verschiedensten Produkten erweitern können. Ebenfalls ist angedacht in diesem Gebäude einen Raum für Physiotherapie zu intergrieren, um den behinderten Menschen eine Chance zu geben eine verbesserte körperliche Mobilität zu erlangen und damit Verbesserung zu schaffen. Desweiteren ist ein Büro von Nöten, um die große Anzahl von Mitgliedern zu verwalten. Alle diese Ansätze wurde mit den Menschen diskutiert. Wie ihr seht, ist es ein grösseres Vorhaben, aber wir glauben daran, dass wir die nötigen Mittel zusammen bekommen werden. Nach dem Besuch des Projektes haben wir etwas am Sandstrand des Kivusees gegessen und den Schatten von Palmen genossen.
Die beiden letzten Tag habe ich im Büro verbracht und meinen Berg von Arbeit gut abgearbeitet. Ihr merkt ich gebe Gas, weil ich jetzt hinüber ins Haus gehen möchte um etwas zu Essen. Habe großen Hunger. Schönen Abend Euch allen. Bis dann
Bis dann

Sonntag, 4. Oktober 2009

Dienstag (Komera), Mittwoch (Byumba), Donnerstag+Freitag (Matimba)

Muraho (Guten Tag),

Amakuru (Wie gehts?). Das sind die beiden Wörter, die man bereits in den ersten Tagen seines Aufenthaltes lernt. Mittlerweile sind sie mir richtig vertraut geworden und ich benutze sie jeden Tag. So, der nächste Post steht an und ich werde über meine vergangene Woche berichten. Es war eine sehr aufregende und schöne Woche und ich war nur am Montag im Büro und die anderen Tage, in drei verschiedenen Himmelsrichtungen unterwegs. Am Dienstag sind meine Kollegin, meine Chefin und eine andere Freiwillige (die in einem unserer Projekte arbeitet und sich ein wenig andere Projekte anschaut) und ich, in den Westen des Landes gefahren. Unser Ziel liegt in unmittelbarer Sichtweite des Kivu-Sees und wir fanden eine tolle Aussicht vor. Bei dem Projekt handelt es sich um ein Zentrum für geistig- und körperliche behinderte Kinder und Jugendliche. Die Vielzahl der Jugendlichen kommen den Tag über in das Zentrum, gehen aber gegen Abend heim bzw. werden abgeholt und verbringen die Nacht im Haus der Eltern. Ein Großteil der Jugendlichen kann nicht sprechen und so haben wir direkt am Beginn unseres Besuches erfahren, dass sich selbstverständlich auch, ruandische Kinder in Gebärdensprache unterhalten. Zu dem haben die Kinder eine unglaubliche Beobachtungsgabe und mustern ihren Gegenüber, präzise. Direkt wurden uns "Neuen", verschiedenen Namen gegeb
en, die die Kindern in Absprache untereinander und der besagten Musterung ausdiskutieren und in meinem Fall, wen wunderts, wurde natürlich meine Körpergröße direkt in ein Zeichen transferiert (um meinen "Namen" zu zeigen, nehme man den Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand und streiche zweimal schnell hintereinander vom Kehllkopf aufwärts bis zum Ansatz des Kinns). Sehr witzig:-). Die Kinder sind dort, gemäß ihren körperlichen bzw. geistlichen Einschränkungen verschiedenen Häusern, auf dem Gelände, zugeteilt. Zum Beispiel gibt es ein Haus für traumatisierte Kinder. In den Häusern gibt es jeweils einen großen, sehr gut ausgestatteten Klassenraum, teilweise mit Fernseher und DVD-Player. An den Wänden hängen viele verschiedene Karten und Poster auf denen bestimmte Begriffe, mit den entsprechenden Zeichen der Gebärdesprache visualisiert sind. Die Schüler werden betreut von einem Lehrer und einem Hilfslehrer ( der auch stumm ist und in Gebärdensprache ausgebildet wurde) die sich mit vollem Einsatz um die Kinder kümmern und alle Fächer, unter anderem Mathe und Englisch, vermitteln. Die andere Freiwillige und ich saßen mit aufgerissenen Augen im Klassenraum und haben am Unterricht teilgenommen und waren einfach nur platt, wie toll die Kinder gefördert werden und wie sie ihre Intelligenz ( die ohne Zeifel jeder von ihnen hat) einsetzen und entwicklen können. Einfach toll!
Die Jugendlichen werden versorgt und bekommen Frühstück, Mittagessen und Abendessen und haben viel Zeit zum Spielen und Lernen. Im Verlauf des Besuches haben wir zwei Freiwillige, die ganze Zeit mit den Kindern gespielt und uns riesig gefreut wie fröhlich und aufgeschlossen die Kinder sind. Einfach umwerfend! Nach dem Mittagessen haben wir noch kurz, ein weiteres Zentrum besucht, weil im Moment zwei deutsche Partner aus RLP vor Ort sind und sich das andere Zentrum, auch anschauen wollten. Es war ein sehr schöner Tag, auch wenn die Wegstrecke sehr anstrengend war, hat es sich gelohnt, diese auf sich zu nehmen um so diese Einrichtung zu erkunden und vielleicht auch zu begreifen, dass manche deutsche Einrichtungen, sich einiges Abschauen könnten.
Am Mittwoch sind meine Kollegin und ich wieder auf Tour gegangen. Nach einer kleinen Kaffeepause und einer Torte, die eine weitere Kollegin anlässlich ihres Geburtstag gekauft hatte, fuhren wir in den Norden des Landes. Eine Autostunde entfernt von Kigali lag unser Ziel, in dem wir eine kleiner Feier beiwohnten, die zum Start eines neuen Projektes organisiert wurde. Es handelt sich um ein Projekt für junge Frauen, die das Handwerk der Schneiderei erlernen und so eine Zukunftsmöglichkeit erhalten. Das Projekt wird von einer Kooperative durchgeführt, die von Schwestern geleitet wird. Dementsprechend war auch der Bischof der Diozöse anwesend und bereicherte die Feier mit seiner Anwesentheit. Sonst gibt es nichts weiter von diesem Tag zu erzählen. Außer das wir auf dem Rückweg nach Kigali an der Straße gehalten haben, da es dort wohl die besten Bruchette rundum Kigali gibt. Zur Erklärung: Bruchette sind Fleischspieße, die aus Ziegenfleisch gemacht werden und auf einem Holzkohlegrill mit ständigem Gebrauch, einer speziellen Gewürzmarinade gebraten werden. Und diese Bruchetten waren wirklich der Hammer, dazu gab es noch gegrillte Kochbananen, die auch himmlich waren. Wir sind dann im Lauf des Nachmittags daheim angekommen und haben noch ein paar wenige Büroarbeiten erledigt. Unter anderem bekommt das Büro meiner Mitfreiwilligen, Franzi, eine neue, riesige Schrankwand für Ordner, die auch dringend gebraucht wird, da wir ein sehr schlechtes System für die Akten haben. Und so sind wir ständig dabei, die alten Akten in neue Ordner "umzupacken".
Am Donnerstag und am Freitag sind meine Kollegin und auch die andere Mitfreiwillige und ich in den Nordwesten von Ruanda gefahren, ganz in die Nähe der ugandischen Grenzen, um Patenschaftskindern zu besuchen, die zufälligerweise von Priestern aus Vallendar/Schönstatt gefördert werden. Ein weiterer Freiwilliger, den wir schon länger kennen, arbeitet dort in einer Pfarrgemeinde und betreut die Patenschüler vor Ort, für uns. Daher konnten wir ihn auch in einem Besuchen und hatten zwei tolle Tage zusammen. Am Donnerstag besuchten wir einige Schulen um mit den jeweiligen Patenschülern zu reden und nach Problemen zu fragen. Gegen Abend sind wir dann, an die Grenze zu Uganda gefahren und haben dort in einer Bar etwas getrunken und etwas kleines gegessen (wieder Bruchette, lecker!!). Für die Nacht von Donerstag auf Freitag sind wir bei Schwestern untergekommen, deren Gebäude in direkter Nachbarschaft zu dem Gebäude der Priester liegt, in dem der andere Freiwillige wohnt. Wir wurden dann von den Priestern zum Essen eingeladen. Unter anderem gab es den berühmten Bananenschnaps, der wirklich unheimlich reinhaut. Es war ein sehr fröhlicher Abend :-). Am Freitag morgen sind wir bereits um 5 Uhr aufgestanden und haben uns auf Fahrräder geschwungen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Man muss dazu sagen, das Gebiet wo Matimba liegt, war vor einigen Jahren ein geschützter Nationalpark, der aber durch das immense Bevölkerungswachstum zu einem Siedlungsgebiet umfunktioniert wurde. Aber weite Teile der Landschaft sind noch als Savanne erkenntlich und dementsprechend atemberaubend war auch der Sonnenaufgang!! Nach der Rückker vom morgendlichen Ausdauersport, denn auch dort gibt es Hügel mit ordentlichen Anstiegen und da die Fahrräder keinen Gänge haben, waren wir ordentlich geschafft, als wir bei den Schwestern zum Frühstück eintrafen. Es gab süßes Brot mit Honig und Marmelade. Nach Beendigung der Mahlzeit haben wir die letzte Schule auf unserer Liste besucht und sind danach Richtung Kigali aufgebrchen, um aber, vorher nochmal abzubiegen um eine weitere Freiwillige zu besuchen. Diese Freiwillige kommt von der Mosel und war in Koblenz auf der Schule. Über unser Büro haben wir ihr geholfen, ihr Visum zu beantragen, dass wir ihr bei dieser Gelegenheit vorbei gebracht haben. Und wieder wurden wir zum Essen eingeladen, weil auch diese Freiwillige bei Priestern wohnt. An Essen hat es uns an den beiden Tagen nicht gemangelt. Wir sind so gegen 6 Uhr in Kigali angekommen. Leider, denn am Freitag hatten alle gemeldeten Deutschen in Ruanda, eine Einladung in die Residenz des Botschafters zum Anlass des "Tags der Deutsche Einheit". Die Einladung war für halb sieben ausgestellt und meine Mitfreiwillige und meine Chefin waren bereits losgefahren, so dass ich in unser Haus gestürzt bin, mich kurz frisch gemacht habe und meinen Anzug angezogen habe. Da meine Verspätung erkennbar war, habe ich schon im Vorfeld mit unserem Fahrer abgeklärt, dass er mich zur Feier fährt. Da ich wirklich spät war, hat er dies auch Ernst genommen und ist mit einem zügigen Tempo losgerauscht ,während ich auf dem Beifahrersitz meine Krawatte anzog. Auf der anderen Seite, war meine Verspätung dann doch nicht so schlimm, da ich alleine mit einem riesengroßen, weißen Jeep vor dem Tor der Residenz abgesetzt wurde, was natürlich ein tolles Gefühl und ich bin umso aufrechter in die Residenz gegangen :-):-). Die Feier war sehr schön, weil man viele neue Leute kennengelernt hat und auch viele weitere Freiwillige. Natürlich gab es auch etwas zu Essen und auch zwei kleine Reden, seitens des Botschafters und der Ministerin für öffentliche Angelegenheiten und in Beiden wurde die Partnerschaft (RLP/Ruanda), explizit erwähnt, worüber wir deutschen Mitarbeiter aus dem Büro, uns sehr gefreut haben. Nach der Feier sind wir mit vielen Freiwilligen noch weiter gezogen, um ein wenig weiterzufeiern.
Also wie Ihr seht war es eine interessante, aber auch anstrengende Woche. Ich wünsche euch eine schöne, kommende Woche. Bis dann!

Sonntag, 27. September 2009

Montag (Butare) und den Rest der Woche

Hallo,


in meinem letzten Post habe ich angekündigt, dass sich jetzt die Regelmäßigkeit meiner Einträge wieder erhöht, aber beinahe ist wieder eine Woche vergangen, als ich meinen letzten Post online gestellt habe. Es macht Spaß die Erlebnisse niederzuschreiben und deswegen ist es oft einfach nur ein Zeitproblem. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass diese Woche nicht berauschend für mich war. Der Ausflug am Montag war zwar schön, aber die böse Überraschung erreichte mich am Diesntag morgen, als mich meine Kollegin darum bat, doch meine Digitalkamera zu holen und ein Foto von einem anwesenden Gast zu machen, um die Akten zu vervollständigen (es geht darum Fotos von Schülern und Personen zu haben, um sie wiederzuerkennen, besonderst für uns Ausländer ist das eine große Hilfe!). Ich bin dann kurz zu meiner Unterkunft gesprintet, aber habe ich sie dort nicht vorgefunden. Nach flüchtigem suchen dachte ich, gemäß dem Sprichwort "Das Haus verliert nichts", dass ich sie nur verlegt habe, aber sie tauchte einfach nicht mehr auf und ich muss mich mit dem Gedanken vertraut machen, sie gestohlen bekommen zu haben. Ihr könnt Euch alle vorstellen wie mir zu Mute ist. Das Schlimme an der Situation ist, dass ich nicht weiß wo sie mir einer geklaut haben könnte, weil ich meinen Rucksack immer bei mir hatte und auch meine Mitfreiwillige versicherte, dass es eigentlich unmöglich war mir den Rucksack zu durchwühlen. Die einzige Möglichkeit, wo jemand die Gelegenheit hatte meinen Rucksack zu durchsuchen war, als wir nach unserer Ankunft in Kigali (gegen Abend) noch im nahegelegenen Supermarkt einkaufen waren. Und dort ist es nötig den Rucksack am Eingang, bei einem Mann abzugeben, der diesen dann für einen kurzen Moment lang "beaufsichtig". Mein Geld habe ich noch vorher aus dem Rucksack genommen, aber in dem Augenblick habe ich nicht an meine Kamera gedacht und sie im Rucksack zurueck gelassen. Der Mann, der zuständig ist für die Aufbewahrung ist ein nette, junger Mann mit dem ich mich oft unterhalte und in dem Moment vertraut habe. Aber wie es aussieht, zählen solche Vetrauensgeschichten hier unten nicht viel und die Versuchung war wohl zu groß. Ich bin dann am vergangenen Dienstag direkt in den Supermarkt, um mit der Hilfe von einem unserer Fahrer (der Kinyarwanda spricht) , dem Mann klarzumachen, dass ich viel Geld bezahlen würde, wenn die Kamera wieder auftauchen würde (und ich nicht die Polizei informieren würde). Es war meine einzige Chance, solch ein Angebot zu machen, aber auf der anderen Seite wusste ich auch nicht sicher, ob er wirklich die Kamera genommen hat bzw. er jemand Anderem die Möglichkeit gegeben hat. Ich habe mich regelrecht in einer Zwickmühle befunden, da ich keinen Menschen falsch beschuldigen wollte. Es hat alles nichts geholfen, sie ist verschwunden und es geht mir nah, weil ich noch Bilder von meiner Familie und von Cindy auf der Kamera hatte und der Gedanke, dass irgendwelche Leute meine persönlichen Bilder sehen schmerzt und es fühlt sich unangenehm an. Ich denke, so doof sich dass anhört, in den letzten Tagen oft daran, wer sie wohl gerade in den Händen hält und meine Kamera benutzt. War so eine tolle Kamera. Man:-(. Der Verlust der Kamera, war dann auch so der erste kleine Tiefpunkt in meiner Zeit hier und ich fühlte mich zum ersten Mal unwohl und sehnte mich umso mehr nach "zu Hause". Gott sei Dank, hatte ich eine Menge Arbeit die Woche und konnte mich voll und ganz reinstürzen und so das bisschen Heimweh vertreiben. Der Besuch der Delegation aus Rheinland-Pfalz rückt näher und bis dahin müssen die Akten und alle Listen aktualisiert werden, dementsprechend bin ich dabei eine Menge Akten zu wälzen. Desweiteren ist eine Vielzahl von neuen Projektvorschlägen eingegangen, die übersetzt werden mussten und zur Weiterleitung nach Mainz bearbeitet wurden. In der vergangenen Woche war ich deswegen auch nicht auf einem Landtrip. Dafür werde ich in der kommenden Woche vier Tage unterwegs sein und freue mich wieder sehr darauf ins Land zu fahren. Besonderst da es diesmal ganz in den Norden, an die Grenze zu Uganda geht und so wie meine Kollegin mir sagte, in den "tiefsten Busch". Der einzige Wehmutstropfen ist, dass ich keine Bilder mit meiner eigenen Kamera machen kann und auf die Kameras des Büros angewiesen bin. Naja, wird schon klappen.
Heute Nachmittag haben wir uns ein Volleyballfinale hier in Kigali angeschaut. Es handelte sich um ein Endspiel zweier Frauenmannschaften und ich vermute es war das Finale einer Landesmeisterschaft. Neben der Volleyballhalle befinden sich auch einige Tennisplätze,die ich umgehend erkundigt habe und einen netten, jugen Mann gefunden habe, der mir die Preise und sogar direkt einen Partner vermittelt hat, so dass ich in den nächsten Tagen endlich Tennis spielen kann!!!
So ich werde jetzt wieder gespannt auf die Wahlergebnisse, sprich die neusten Hochrechnungen schauen. Wünsche Euch allen einen schönen Abend.
PS: Fotos von Butare und dem Volleyballspiel werde ich gleich hochladen.
Bis dann

Montag, 21. September 2009

Klinik Ndare (Freitag) + Wochenende + Butare (Montag)

Hi,

die Regelmäßigkeit meiner Einträge nimmt so langsam wieder zu:-). Seit Donnerstag sind wieder einige interessante Tage vergangen, von denen ich Euch jetzt berichte. Am Donnerstag Abend bin ich wirklich richtig erschöpft ins Bett gefallen, da sich zu dem anstrengenden Projektbesuch auch meine Erkältung noch ein wenig bemerkbar machte. Meine Knochen waren richtig schwer und schlapp. Aber am Freitagmorgen waren die meißten Beschwerden schon wieder vergangen, nur mein Kopf rumorrte noch leicht. Im Lauf des Tages hatten meine Kollegin (Die mit der ich mir das Büro teile) und ich eine Einladung zum Anlass einer Einweihungsfeier, eines neuen Gebäudekomplexes an einer auf Psychologie und Neurologie spezialisierten Klinik, die vor den Toren von Kigali liegt. Das Krankenhaus hat ein neues Gebäude für die Neurologie bekommen, dass hauptsächlich durch Belgien bezahlt wurde. Aus diesem Grund war auch "Seine Exzellenz der Botschafter des Königsreichs Belgien" ( so die Schreibweise auf dem Programmheft)anwesend. Desweiteren, die Gesundheitsstaatssekretärin von Ruanda und der Ordensoberer der Barmherzigen Brüder (er war ein Niederländer, weiß aber leider nicht, ob dass jetzt der Oberer des weltweiten Bundes war), die das Krankenhaus führen.
Nach der kleinen Feiern, die unter reichlich geschmückten Zelten stattfand und musikalisch durch eine Gruppe von herrausragenden Trommlern aus Burundi unterlegt wurde, gab es ein lockeres Snackbuffet im Garten und auch der Herr Botschafter sprach uns an und schüttelte uns die Hand, um mit uns Small-Talk zu führen und dass in sehr gutem Deutsch!!! Wir waren über seine Deutchkenntnisse sehr erstaunt und es hat uns Freude bereitet mit ihm Deutsch zu reden. Auf der anderen Seite sind Botschafter ja Herren von Welt;-). Nachdem plaudern sind dann meine Kollegin und ich noch die neuen Gebäude besichtigen gegangen, die alle einen tollen Eindruck machten und sicher gut gebraucht werden, denn: Man muss sich einmal vorstellen, dass für die ca. 10 Millionen Ruander nur 2 Psychologen und 1 Neurologe vorhanden sind. Als ich dass hörte bin ich wirklich beinahe umgefallen, unglaublich!!! (Weitere 3 junge, ruandische Allgemeinärzte befinden sich gerade in der Weiterbildung zum Neurologen in der Schweiz und werden sehnlichst erwartet!). Die Patienten für diese Spezialisten müssen aus dem ganzen Land in diese Klinik kommen ( Sorry, aber wie viele in Deutschland beschwerren sich schon darüber, wenn sie nicht direkt für folgende Woche einen Termin bekommen, man muss dass echt einmal in Realtion sehen, wie gut es uns geht!! Musste mal raus;-) ). So, ging dann auch Mittag zu Ende und wir fuhren zurück ins Büro. Der Samstag gestaltete sich durch den Regen etwas langweilig, nur zwischendurch nutzten wir die Regenpause für einige kleine Einkäufe. Gestern ging das Wetter dann mit einigen sonnigen Unterbrechungen weiter. Ein ruandischer Freund, den wir über unsere Vorgängerin kennengelernt haben und mit dem sie zusammen ist, ist gestern nach Deutschland geflogen. Ihn haben wir zum Flughafen begleitet und er war sehr nervös, da er noch nie geflogen ist und er war sehr gespannt auf Deutschland und freute sich riesig. Zum Abschied haben wir ihm ein kleinen Sprachführer erstellt ( Deutsch-Englisch-Kinyarwanda), u.a. mit einer Liste einiger Biersorten und viele weitere Erklärungen. Nach dem Abschied wollten wir eigentlich noch ein Volleyspiel anschauen, dass aber leider abgesagt wurde, obwohl wir uns echt drauf gefreut hatten. Naja nächstes mal! Heute hatten wir einen freien Tag, da in Ruanda ein Feiertag anstand und zwar wegen dem Ende des Fastenmonats Rahmadan und so beschlossen wir einen kleinen Tagesausflug nach Butare, der drittgrößten Stadt in Ruanda zu unternehmen. Unser Bus ging schon um sechs Uhr, so dass an unserem freien Tag kein Auschlafen möglich war. Dort angekommen besuchten wir als erstes das Nationalmuseum, dann die Kathedrale (Hillscheid hat annähernd eine in der selben Größe;-) ) und die Universität.Auf dem Campus merkte man direkt die bessere Kleidung der Menschen und auch die Rufe nach den "Weißen" war nicht vmehr zu hören und wir waren endlich einfach normale Menschen, die eine Runde über das Gelände gedreht haben. Die Rückfahrt führste uns wieder durch mehrer Gewitterwolken und wir fahrne forh als wir daheim im Trockenen waren, haben eben was gegessen und nun sitze ich hier und tippe. Jetzt qualmen mir so langsam die Finger und ich beende den Post für heute. Wünsche Euch allen einen schönen Abend und eine angenehme Woche. Bis die Tage und liebe Grüße aus Ruanda.

Donnerstag, 17. September 2009

Die Zeit seit dem letzten Eintrag...

Hallo,

jetzt ist eine Woche seit meinem letzten Eintrag vergangen. Eigentlich versuche ich zweimal die Woche einen Eintrag zu verfassen, doch diesmal fehlte mir ein wenig die Zeit und irgendwie auch das "Material". Ich musste erst ein wenig sammeln, denn das letzte Wochenende war sehr ruhig und es passierte nichts Besonderes. So auch die letzten Arbeitstage in der letzten Woche. Ich habe im Büro gearbeitet und meine Aufgaben erledigt. Es ging um Übersetzungen und Berichte. Diese Woche ist ein wenig hektischer. Montag war Büroarbeit angesagt, jedoch schon am Dienstag sind meine Kollegin aus den Mikroprojekten und ich, in die Umgebung von Kigali gefahren um Ziegen zu begutachten. Besser gesagt waren 140 Ziegen zu begutachten, die dann einen Tag später, also gestern, in ein Projekt gebracht werden sollten um dort einkommensschaffende Effekte für arme Familien mit behinderten Kindern zu erzielen. Als wir eintrafen waren die Ziegen jedoch nicht anwesend und wir haben nur das verwaiste Gehege vorgefunden. Wir schauten uns nur "verdattert" an um dann aber gesagt zu bekommen, dass die Herde auf der Weide sei, um zu fressen. Wir gingen den Tieren dann ein Stück entgegen, wie immer begleitet von vielen Kindern, die zum einen den großen "Weißen" super interessant finden, vor allem dann, wenn er auch noch PROBIERT (obwohl es schon gut geklappt!) in Kinayrwanda zu reden. Aber auch die schick gekleidete Afrikanerin ( meine Kollegin) aus dem großen, weißen Jeep ist begutachtenswert. Die Tiere machten alle einen guten Eindruck, dass uns auch der beauftragte Veterinär bestätigte. Gestern dann fuhren wir in das besagte Projekt um die Ziegen zu übergeben. Morgens früh hatten wir schon die Nachricht erhalten, das der LKW eine Panne hatte und Ersatz besorgt werden musste (Hm, ich dachte schon: "Typisch Afrika, als würde hier etwas glatt gehen" vor allem rechnete ich damit dass der LKW die kleinen Holperwege nicht passieren konnte, aber es klappte irgendwie alles!). Gegen Mittag erreichten wir dann endlich die kleine Ansammlung von Häusern, welche in einer Talsohle liegen. "Endlich", da wir bereits um sieben Uhr in Kigali gestartet sind und ich zu dem noch ein wenig erkältet bin und auch Fieber habe und mir die schrecklichen Wege beinahe meinen Kopf zum platzen gebracht haben. Die Verteilung der Ziegen verlief im üblichen Chaos, wo ich einfach nur lache und mich nicht drüber aufrege, weil es dann doch irgendwie klappt. Die Leute waren alle sehr froh und danach folgte eine kleine Sensibilisierung der Leute(wie schon bei unserm letzten Besuch vor 2 Wochen), um Ihnen klar zu machen, dass sie die Ziegen züchten sollen und nicht am ersten Abend aufessen. Das klingt für uns plausibel und auf der anderen Seite lächerlich es Ihnen überhaupt sagen zu müssen, aber es handelt sich um richtig arme Menschen, die nicht oft Fleisch haben und so ein Geschenk natürlich willkommen ist. Ehrlich gesagt wer mag es Ihnen verdenken? Ich nicht, ich bewundere Sie wirklich was für ein hartes und armes Leben sie führen und bestimm den Gedanken hatten lieber die Tiere zu essen. Aber ich glaube wir haben es geschafft (auch dank der lokalen Administration) die Leute nochmals einzuschwören. Und das Projekt hat einen guten Ansatz und wir hoffen sehr, dass es sich so positiv auswirkt wie wir hoffen. Da der Weg nach Kigali sehr weit ist und wir bis in den Abend die Verteilung vornahmen, haben wir uns bereits im Vorfeld entschlossen eine Zwischenübernachtung in Butare ( der drittgrößten Stadt in Ruanda) einzulegen. Es war ein gutes Zimmer und das Essen in der Stadt in einem Restraunt war auch lecker und für mich als Ausländer noch viel wichtiger: verträglich. Und der Preis war super! Heute Morgen dann haben wir uns im Supermarkt kurz verpflegt und einem weiteren Projekt in der Umgebung von Butare einen Besuch abgestattet, um danach dann "Heim" nach Kigali zu brausen. Es war ein anstrengender Trip, aber er war super interessant und ein paar Fotos werde ich spätestens morgen hochladen. So mache jetzt pünktlich um fünf Feierabend. Heute Abend gönnen wir uns leckere Pizza aus einem Restaurant und machen dabei DVD-Abend mit paar Leuten. Euch allen einen schönen Abend, bis die Tage.

PS: Seit Montag bin ich schon einen Monat hier!!! Und die Zeit rast davon.

Mittwoch, 9. September 2009

Bueroalltag etc.

Hallo,

die Mitte der 4. Woche ist erreicht. Die letzten drei Tage, den heutigen eingeschlossen, habe ich ausschließlich im Büro verbracht und brav meine Arbeit erledigt. Die Menge der Übersetzungen hat abgenommen, aber die Vorbereitung für Besuche auf dem Land haben das Ausgeglichen. In einigen der Projekte läuft es nicht ganz so rund, wie wir uns es wünschen und natürlich auch die Partner aus Deutschland. Aber es liegt auch einfach im Lauf der Dinge, das Projekte und seien sie auch noch so gut geplant, durch alltägliche Veränderungen gestört werden und auch die Projektbeteiligten unterliegen bestimmten Schwankungen z.B. der Motivation:-). Aber es sind alles Problemchen, die nicht allzu schwer aus der Welt zu schaffen wären. Gestern Abend war ich mit meinen zwei Mitbewohnerinnen und einem weiteren Besucher unseres Gästehauses, in der amerikanischen Botschaft, wo jeden Dienstag eine kleine Party stattfindet und zwar sozusagen im Poolhaus der militärischen Beschützer der Botschaft. Ein top ausgestattetes Haus mit allen Annehmlichkeiten versehen findet man vor, da ist z.B. die Küche zu erwähnen die ohne Schwierigkeiten 100 Leute versorgen könnte, obwohl nur vier Menschen dort leben! Dementsprechend ist auch der Kühlschrank dimensioniert, bei dem ich 4 Riesen-Schritte brauche, um von einem Ende an das Andere zu gelangen. Alles Klischeepflege die dort betrieben wird:-). Aber alles super nette Leute die dort wohnen. Und auf der Party bzw. eher ist es eine lockere Atmosphäre wie in einer Bar, trifft man viele Deutsche, Europäer und die junge Upper Class von Kigali und lernt viele kennen. Jetzt habe ich noch zwei Wochentage vor mir und schon wieder steht das Wochenende vor der Tür und damit auch das Ende des ersten Monats in Ruanda. Wie die Zeit vergeht. So, meine Mitbewohner kochen heute und haben gerade signalisiert, dass wir essen können. Es gibt Chili con Carne (richtig geschrieben?). Schönen Abend Euch allen. Bis am Wochenende
Gruß Michael

Sonntag, 6. September 2009

Ende der 3. Woche

Hi,

das Ende der 3. Woche ist schon da. Die Tage seit meinem letzten Post sind schnell vergangen. Am Donnerstag hatte ich wieder einen ziemlich normalen Bürotag. Zwischendurch ergab sich, dass ich und meine Kollegin zu einem Projekt nicht weit von Kigali wollten, da es dort einige Probleme gibt und uns die Leiterin, eine Schwester, schon die Tage davor den letzten Nerv gekostet hat. Das ganze wurde dann doch auf Freitag verschoben. Trotzdem war dadurch wieder ein wenig Stress entstanden:-). Am Freitag war ich dann mit einer anderen Kollegin, sie betreut die Mikroprojekte (also vor allem einkommensschaffende Projekte) im Süden des Landes, um mit einer Gruppe von Leuten den Start des Projektes zu klären und einige Probleme aus der Welt zu schaffen. Dort habe ich kaum Fotos gemacht, weil es einfach nicht so interessant war, deswegen von da leider keine Eindrücke per foto. Gestern, am Samstag war ich mit ein paar Freunden das Länderspiel zwischen Ruanda und Ägypten gucken. Es war eine Qualifikations-Spiel für die WM. Ruanda hat leider 0:1 verloren, trotz unser Anfeuerungen, die die Blicke und die Freude aller Ruander auf uns gezogen hat. Heute der Tag ist eher wieder ruhig und es steht für mich ein wenig Hausputz in meinem Zimmer an und auch endlich mal die Säuberung meiner Schuhe die durch den ganzen Staub extrem verdreckt waren. Aber jetzt strahlen sie wieder, genau wie mein Zimmer.
So, wünsche Euch allen einen schönen Sonntag und bis die Tage.
Gruß Michael

Mittwoch, 2. September 2009

3. Woche, 1. Haelfte

Hallo,

so, die erste Hälfte der dritten Wochen ist nun auch schon wieder vorbei. Das Wochenende war sehr ruhig. Wir waren auf dem Markt einkaufen und haben uns das ganze Wochenende ausgeruht, aber wir denken uns, dass es werden noch viele Wochenende geben wird um etwas zu unternehmen. Am Montag und Dienstag habe ich viel Büroarbeit getätigt und die Tage gingen schnell um. Es wird hier leider schon um sechs - halb sieben Uhr dunkel und wenn ich dann um Fuenf aus dem Büro gehe, ist der Tag auch schon fast wieder um. Was eigentlich richtig schade ist. Die Woche machen wir dann abends auch nicht viel, weil wir einfach zu müde sind und die Dunkelheit das Seine dazu beiträgt. Heute war ich wieder im Land unterwegs. Ich und meine Kollegin sind heute in den Westen des Landes gefahren, an den Kivusee, um ein Waisenhaus zu besuchen, dass durch die Partnerschaft unterstüzt wird. Genauer wird dort ein "Baby-Projekt" gefördert. Das ist eine Art kleiner Kindergarten in dem die Kleinsten der Waisen, schlafen und spielen. Es war echt richtig toll mit den Kindern zu spielen und sie kamen am Anfang alle direkt auf mich zugestürmt und haben sich an meine Beine geklammert und alle Kinder wollten von mir hochgehoben werden und auf meinen Beinen sitzen und Hoppe-Hoppe Reiter spielen (also zumindest die Bewegung der Beine). Es war herzerwärmend, dass sie so fröhlich waren, dabei haben die Kinder keine Elternteile mehr und trotzdem koennen sie in einer schönen, kinderfreundlichen und behüteten Umgebung aufwachsen und haben es teilweise besser, als Kinder die noch Eltern haben (werde ein paar Fotos von heute hochladen). Die Kinder verbleiben in dem Waisendorf bis zum 18.-19. Lebensjahr und erhalten währendessen auch eine Ausbildung z.B. zur Schneiderin oder können eine Landwirtschaftsschule besuchen. Wir haben einen tollen Eindruck mit nach Kigali genommen und waren nach der Abfahrt noch ganz kurz am Kivusee, dessen "Arme", also kleine Buchten, inmitten von hohen Hügeln liegen und ich fühlte mich irgendwie an Fjorde in Norwegen erinnert.
Jetzt ist der Tag auch schon fast wieder rum, gleich werde ich wieder mit Cindy telefonieren, worauf ich mich jeden Tag sehr freue und dann schlafen gehen und morgen gehts wieder von vorne los. Morgen werde ich im Büro sein und am Freitag wieder ins Land fahren und ein weiteres Porjekt besuchen. Es geht um Ziegenzucht, aber davon mehr am Wochenende. Bericht folgt:-)
Bis dann

Samstag, 29. August 2009

2 neue Landtrips

Hallo,


schon wieder ist es Wochenende. Die Woche ging schnell rum. Die ersten drei Tage der Woche habe ich im Büro verbracht und viele neue Dinge gezeigt bekommen und so langsam stellt sich eine gewisse Eigenständigkeit ein. Der ganze Mittwoch war zum Beispiel geprägt von den Vorbereitungen für Donnerstag. Es mussten Anschreiben an einige Schule erstellt werden, weil wir bestimmte Betätigungen von ihnen benötigen. Am Donnerstag dann fuhren wir in den Osten des Landes in mehrere Distrikte, um einige Patenschaftsschüler zu besuchen und Angelegenheiten mit ihnen zu klären. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und haben mehrere Schulen besucht und wieder viel vom Land gesehen. Der Osten des Landes ist die Region, wo besonderst viele Bananenbäume (Kochbananen) wachsen, dementsprechend ist alles übersäht von Feldern ( Felder in Tälern und an den Berghängen ) mit Bananenbäumen. Auf dem Rückweg haben wir dann ganze Bananenstauden für die Mitarbeiter des Büros am Straßenrand eingekauft, da Kochbananen bei jedem zur Grundversorgung gehören, so wie bei uns Kartoffeln. Jedoch gibt es am Straßenrand auch frisch vom Baum geschlagenen Ananas, Papaya und Avocados und um einiges billiger, als in der Stadt. Wir machten auch noch einen kleinen Schlenker an die Grenze zu Tansania (der Hauptgrenzübergang nach Tansania) , die wir dann auch zu Fuß überquerten, weil es dort einen großen Wasserfall zu sehen gibt (siehe Fotos). Es war wunderschön, echt Hammer und somit war ich auch schon in Tansania (leider ohne Stempel im Pass). Der Rückweg nach Kigali zog sich dann ein wenig und wir waren gegen Abend wieder hier. Ingesamt war es ein toller Tag und ich freu mich auf die nächste Fahrt in Richtung Osten!!!
Gestern dann, am Freitag, war ich mit unserem Direktor und zwei Ruanderinnen zu eine Schuleinweihungsfeier einer Grundschule in den Westen des Landes an der Grenze zum Kongo aufgebrochen. Die Fahrt dorthin dauerte allein drei Stunden, aber die Landschaft ist einfach nur toll und im Norden ( man fährt erst Richtung Norden --> Uganda und dann Richtung Westen--> Kongo) des Landes stehen einige 4000m Berge und Vulkane die noch aktiv sind. Unter anderem durften wir auch eine neue Straße testen, die von der bekannten Firma Strabag gebaut wurde und von der EU finanziert wurde, denn diese Straße ist die Transitstraße von Tansania zum Kongo und somit sehr wichtig für Ruanda, als Transitland. Außerdem befahren diese Straße die Touristen, die die Gorillas besuchen wollen.
So gegen 12 Uhr trudelten wir dann bei der Schule ein, nach 5 km bergauf über einen Waldweg mit riesigen Löchern ( Video anbei ). Die Schule liegt hoch oben auf einem Berg umgeben von noch höheren Bergen und einer tollen Aussicht in ein weites Tal (leider war es ein wenig diesig) und man kommt sich wirklich vor wie in der Schweiz/Österreich im Sommer. Die Feier zur Einweihung begann, nachdem wir die neuen Schulgebäude besichtigt hatten. Es wurde viel getanzt und gesungen und dies daurte etwa zwei Stunden. Danach wurden wir unten im Tal vom Bürgermeister zum Essen mit dem Schulleiter und allen Lehrern eingeladen und fuhren danach wieder heim und kamen erst so gegen 7 Uhr hier an. Auch dieser Tag war wieder toll und habe wieder viele neue Eindrücke bekommen.
So jetzt ist es nach eins und wir können einkaufen, denn heute morgen war in Kigali allgemeines Aufräumen und in der Zeit sollte man nicht auf die Straße.
Bis dann.
Gruß Michael

Mittwoch, 26. August 2009

Sonntag und Beginn der Woche

Hallo,

so, nun schaffe ich es die letzten Tage ein wenig zusammenzufassen. Der vergangene Sonntag war für mich ein sehr ruhiger Tag. Ich habe lange ausgeschlafen und danach auch nicht viel produktives Zustande gebracht. Zwischendrin haben wir zwar gekocht, aber sonst nur rumgehangen. Aber es war gut. Der Start in die Woche war dann am Montag mit dem Beginn der wöchentlichen Besprechung, die sich eine Stunde hinzog. Nachdem standen einige Büroarbeiten an und die Zeit verging wie im Flug. Gestern war auch so ein Tag, aber ein klein bisschen hektischer, weil eine Mitarbeiterin nach Deutschland flog und darum musste die Gelegenheit genutzt werden, viele Briefe und Akten mitzugeben und den teilweise langen Postweg der Sachen zu umgehen. Deswegen musste noch viele Formalitäten erledigt werden. Ja, nachmittags haben wir sie dann zum Flughafen gebracht und ein bisschen Heimweh taucht schon auf wenn man am Flughafen steht und weiß das Andere jetzt heimfliegen. Aber das passte schon. Heute ist vergleichsweise ein ruhiger Tag im Büro. Ich bereite mich gerade auf unsere Field Trips vor, denn ich werde Morgen und Übermorgen im Land unterwegs sein. Morgen werden wir in bestimmte Schulen fahren, um einige Sachverhalte betreffend Schülerpatenschaften zu klären. Ich denke morgen werden ein paar Bilder vom Land und der Menschen entstehen. Am Freitag werde ich dann mit unserem Direktor unterwegs sein, aber gerade habe ich vergessen wohin.
So das wars für heute. Euch allen einen schönen Tag.

Samstag, 22. August 2009

Büroarbeit und Wochenende

Hallo,

jetzt bin ich schon genaue eine Woche hier und die Tage sind schnell rumgegangen. Gestern, am Freitag, haben wir dann den ersten Tag so richtig im Büro verbracht und einige Aufgaben erledigt. Wir haben einige Texte und Formular ins Deutsche übersetzt. Der Tag ging so schnell rum, aber es ist eine schöne Arbeit, weil man viel über die Projekte erfährt und deren Verteilung über das Land. Gestern Abend hatten wir dann eine kleine Einladung eines Ruanders, den wir über unsere Vorgängerin kennengelernt haben und die Beiden haben ein Kind bekommen. Es war ein schöner Abend. Wir sind eine längere Strecke mit dem Bus durch die Stadt gefahren um in einen südlichen Stadtteil zu gelangen, in dem das "Lokal" (Boutique) sich befindet und mussten dabei auch ein gutes Stück laufen, doch auf dem Rückweg haben wir Motorräder genommen die uns bis vor die Tür fuhren. So ein tolles Gefühl mit denen (hinten drauf, hinterm Fahrer sitzend) durch die Stadt zu düsen:-). Und heute war unsere Einkaufstag (Samstag). Wir waren vorhin auf dem Markt und haben ohnen fremde Hilfe eingekauft, sind richtig stolz, weil wir sogar die ersten Brocken Kinyarwanda benutzt haben. Ich glaub die Marktfrauen hatten Spass mit uns:-). Und jetzt müssen wir gleich noch in den Supermarkt ein paar Dinge kaufen, die es auf dem Markt nicht gab.
Also bis dann.
Ciao

Donnerstag, 20. August 2009

Erste Landtour: Grundsteinlegung für eine Schule

Hallo,

heute war ich auf meiner ersten Landtour. Es ging nach Huye (Ehemals Butare) im Süd-Westen des Landes. Wir waren mit dem Direktor des Büros auf einer kleinen Feier zum Anlass der Grundsteinlegung eines neuen Schulgebäudes:-). Als wir eintrafen war auf dem Sportfeld der Schule schon ein kleiner Pavillion aufgestellt, wo die Ehrengäste Platz genommen haben und auch wir unsere Plätze hatten. Um diesen kleinen Pavillion herum versammelten sich dann über hunderte von Kindern, aller Altersgruppen und Eltern und sangen und tanzten für uns. Dann wurden noch einige Reden gehalten und für die Unterstützung der Partnerschaft bzw. des Landes RLP gedankt. Danach konnten wir Gäste noch ein Getränk zu uns nehmen. Wie immer waren die "Weißen" der Blickfang und so waren wir umringt von vielen Kindern und sie fassten uns an, weil sie es nicht kennen das Menschen auch Haare auf den Armen haben:-). Aber alle sind sehr lieb und lachen und fragen wie wir heißen, es ist wirklich toll zu wissen, dass sie ein neues Schulgebäude bekommen und anständig lernen können.
Und morgen ist schon Freitag und wir werden uns weiter in die Büroarbeit einarbeiten.
Bis dann

Dienstag, 18. August 2009

Achtung !!!

Um meine Bilder sehen zu können, müsst Ihr nachdem ihr rechts das Bild mit der Unterschrift "Fotos" angeklickt habt, auf der Seite die sich öffnet , dann bitte die Rubrik "Galerie von michaelkettel88" anklicken. Sie befindet sich im mittleren-oberen Bereich der Seite und ist nicht zu übersehen. Sorry bekomme das im Moment irgendwie nicht so geändert wie ich es will.

Bis dann
Gruß Michael

Montag, 17. August 2009

Die ersten Tage in Kigali

Hallo,

so meine erster Post aus Ruanda. Hat ein wenig gedauert um hier im Blog aktiv zu werden, aber wir hatten Probleme mit unserem Internet bzw. in ganz Kigali war es nicht verfügbar. Aber geht schon. Mein Flug war bis nach Addis Abeba (Äthiopien) gut. Dort angekommen ging es aber vorerst nicht weiter, sondern erst 10 Stunden später, so dass ich direkt einen ersten Eindruck von Afrika bekommen habe und mich in Geduld üben musste Spät abends bin ich dann hier angekommen und direkt ins Bett gefallen. Wir wohnen in einem Haus direkt hinter dem Büro und es ist wirklich schön. In den nächsten Tage werde ich auch versuchen ein paar Fotos online zu stellen. Gestern (Sonntag) sind wir dann mit unserer Betreuerin in die Stadt um die ersten Einkäufe zu machen und wir haben natürlich direkt das afrikanische Leben gesehen und nachmittags auch schon die ärmeren Viertel. Werde auch dazu Fotos mal reinstellen. Aber nur ein paar, weil es teilweise echt unwürdige Verhältnisse sind. Aber die Menschen sind trotzdem fröhlich und super nett:-). Wirklich!! Und sie gucken uns Weißen immer hinterher und lachen und kichern.
Das war ein kleiner Einblick. In den nächsten Tagen wird mehr kommen.
Bis dann:-)

Donnerstag, 13. August 2009

Noch 1 x schlafen...

Wie die zwei wochen verflogen sind ist unglaublich. Man möchte noch so viel Zeit mit Familie und Freunden verbringen, aber die Uhr läuft immer gegen Einen. Meine Gedanken kreisen überwiegend ums Koffer packen, überlege ständig, was ich noch einpacken muss und glaube fest dran irgendwas doch noch zu vergessen. Aber die wichtigsten Sachen sind schonmal drin. Und er ist verdammt schwer. Gott sie Dank hat er Rollen. So bin mal wieder weg...

Zwei meiner engsten Freunden liegen gerade schon in der Sonne auf Teneriffa, wünschen Ihnen von hier aus einen tollen Urlaub:-).

Montag, 3. August 2009

Jetzt nur noch zwei Wochen...

Hallo,

so jetzt sind es nur noch knapp zwei Wochen. Jetzt am Wochenende hatte ich meine Abschiedsparty mit meinen Freunden. Meine besten Freunden haben sich was lustiges ausgedacht und meine persönlichen Planungen komplett umgewälzt. Es war ein toller Abend mit Euch!!! Vielen Dank. Ihr seid die Besten!!! Und schön dass ich viele nochmal gesehen habe. Einen Tag später war dann meine Familie da und es war auch ein sehr schöner Tag. Natürlich wird einem dann bewusst was man an seinen Freunden und seiner Familie hat und auf was man verzichten muss. Naja, wird schon. Hab so soweit alles zusammen. Bis die Tage mal.

Mittwoch, 15. Juli 2009

15.07.2009 Noch 4 Wochen

So, der Blog ist nun zumindest erstellt und werde ihn in den nächsten Wochen füllen. Noch 4 Wochen bis zum Abflug!! Viele Dinge habe ich schon erledigt, viele Dinge muss ich noch erledigen und dabei so wenig wie möglich vergessen. Naja wird schon! Also weiter gehts....