Samstag, 27. Februar 2010

Der ruandische Arbeitsalltag ist wieder da...! Gut so:-)

Hallo,

habe zwar meinen Bericht über meine Zeit in Tansania vor Kurzem erst online gestellt, aber in den Wochen seit meiner Rückkehr ist wieder so einiges Geschehen.

Die Ankunft in Kigali war herzlich, da wir während des Bürobetriebs auftauchten und noch keiner mit uns gerechnet hat. Natürlich wollten meine beiden Kolleginnen erst mal alles genau wissen und überschütteten mich mit Fragen, die ich aber größtenteils auf den nächsten Tag verschob, um zuerst mal richtig anzukommen:-).
Es war ein schönes Gefühl nach so langer Zeit in sein eigenes Zimmer mit den vertrauten Gegenständen und den ganzen Bildern und Erinnerungen zu kommen. Erst einmal wurden die Fenster aufgerissen und ich begann meine ganz Wäsche aus den Taschen und Koffern zu leeren und die erste Waschmaschine anzuschmeißen um die Berge abzubauen. Denn über die paar Wochen hat sich schon einiges angesammelt. Danach stand dann an die neue Mitbewohnerin zu begrüßen, die von ihrer Arbeitsstelle, der Deutschen Botschaft in Kigali eintrudelte (sie macht dort ein Referenda für ihr Jura-Studium). Sie war und ist sehr sympathisch und wir freuen uns auf das gemeinsame WG-Leben mit ihr. Darauf mussten wir dann allerdings in die Stadt, um unseren leergefegten Kühlschrank zu bestücken und einige Grundnahrungsmittel zu besorgen. Es war wieder schön sich in der vertrauten Umgebung zu bewegen und genau zu wissen, wo was zu finden ist:-)! Mit voll gepackten Taschen und einigen Leckereien auf die wir die ganzen letzten Woche verzichten mussten wie z.B. Milchprodukte stiefelten wir zurück und machten uns einen schönen ersten Abend "daheim" mit einem leckeren Abendessen und frühem zu Bett gehen.
Das folgende Wochenende (ihr erinnert Euch ich kam donnerstags zurück) war ruhig und wir trafen unsere ersten Freunde wieder!

Die erste Arbeitswoche war allerdings der Horror. Über die Wochen hatte sich so viel Arbeit angesammelt, dass ich Montag und Dienstag jeweils 1 1/1 Überstunden schieben musste, um der Lage Herr zu werden. Aber irgendwie erleichtert es einem auch den Wiedereinstieg. Und schon in der ersten Woche besuchten wir zwei Projekte, die mir schon bekannt waren doch es war toll wieder raus aus der Stadt in das wirkliche Ruanda zu kommen. Einmal war es ein Projekt wo es um die Bienenzucht und die damit verbundene Produktion von Honig und Wachs geht, um diese beiden Produkte einkommensschaffend zu verkaufen. Das andere Projekt ist mir gerade entfallen, sorry;-).

So ging die Zeit um und nun haben wir nach der 2. Arbeitswoche schon wieder Wochenende und ich liege krank im Bett. Mich haben Amöben besiedelt, die ich mir weiß Gott wie eingefangen habe und die die üblichen Magen-Darm Symptome verstärkt nach sich ziehen. Desweiteren habe ich mir auch noch eine mehrfache Lebensmittelvergiftung verschafft und ihr könnt Euch vorstellen wie ich hier hänge. Bin aber gut mit Medikamenten, sprich Antibiotika versorgt und bin auf dem Weg der Besserung.

Wünsche Euch allen ein schönes Wochenende.
Bis die Tage.
Michael

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